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DFB macht erstmals wieder Gewinn

Der DFB ist der größte Sportbund der Welt, und wahrscheinlich einer der wirtschaftlich schlecht geführten. Es findet die Europameisterschaft im eigenen Lande statt und der DFB kämpft mit Schulden. Unlängst sorgte der Verband für Verstimmung, als man bekannt gab, dass der Sportartikelhersteller Nike den deutschen Konkurrenten Adidas als Sponsor ablösen wird. Selbst der Wirtschaftsminister der Grünen, Robert Habeck, äußerte sein Unverständnis.
29.06.2024 16:01
Lesezeit: 2 min

Nach Millionen-Einbußen in den vergangenen Jahren hat der Deutsche Fußball-Bund im Jahr 2023 erstmals wieder einen Gewinn erzielt. Der weltgrößte Fachverband verbuchte im Vorjahr einen Überschuss nach Steuern in Höhe von rund 4,9 Millionen Euro, wie der DFB diese Woche mitteilte. 2022 hatte der DFB einen Verlust in Höhe von rund 4,2 Millionen Euro gemacht.

„Das Jahresergebnis 2023 zeigt eindrucksvoll, dass der DFB in den vergangenen zwei Jahren gute Entscheidungen getroffen hat: personell, sportlich und wirtschaftlich“, sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf. „Uns ist es nach dem Bundestag 2022 in der Verbandsspitze gelungen, eine Kultur des Miteinanders und des Vertrauens zu schaffen, wir haben in jeglicher Hinsicht für Stabilität gesorgt. Für mich ist das die Basis für eine erfolgreiche Verbandsarbeit im Sinne des Fußballsports.“

Drei Faktoren ausschlaggebend

DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald nannte drei wesentliche Gründe für das Ende der wirtschaftlichen Krise. Zum einen seien Einsparmaßnahmen und Erlössteigerungen im Gesamtvolumen von rund 15 Millionen Euro realisiert worden. Zudem habe der neue Grundlagenvertrag mit der Deutschen Fußball Liga (DFL), der Mitte 2023 in Kraft getreten ist, zu deutlichen finanziellen Verbesserungen für den DFB geführt. Dritter Erfolgsfaktor sei die gute Vermarktung der DFB-Pokalwettbewerbe, Ligen und Nationalmannschaften gewesen.

In den Jahren 2021 und 2022 hatte der DFB Verluste von rund 19 Millionen Euro erlitten. Diese waren durch die hohen Kosten für die neue Verbandszentrale in Frankfurt am Main, die sportlichen Misserfolge der A-Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 sowie der EM 2021 und steuerliche Belastungen wegen der Aberkennung der Gemeinnützigkeit für die Jahre 2006, 2014 und 2015 entstanden. Gegen die Aberkennung für 2014 und 2015 seien Anfang 2023 fristgerecht Einsprüche eingelegt und diese ausführlich begründet worden, teilte der Verband mit: „Der DFB e.V. hat von Seiten der Finanzbehörden bisher, das heißt seit eineinhalb Jahren, keine Stellungnahme zu den in den Einsprüchen vorgetragenen Argumenten erhalten.“ Weitere Angaben zu Verfahrensverlauf und Verfahrensdauer könnten deshalb nicht gemacht werden.

Dank der Sanierung des Haushalts stieg die freie Rücklage des Verbandes von 41,4 Millionen Euro am Ende des Jahres 2022 auf 54,7 Millionen Euro.

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