Politik

Wandel von Braunkohle zu Photovoltaik: Größter Solarpark Deutschlands nimmt Betrieb auf

Der Solarpark Witznitz südlich von Leipzig ist auf einem ehemaligen Braunkohletagebau entstanden. Er steht für den Wandel einer ganzen Region - und könnte ein Modell für zukünftige Energieprojekte sein.
03.07.2024 15:31
Aktualisiert: 03.07.2024 18:43
Lesezeit: 1 min
Wandel von Braunkohle zu Photovoltaik: Größter Solarpark Deutschlands nimmt Betrieb auf
Das Braunkohlekraftwerk Lippendorf ist hinter den Solarmodulen des Energieparks Witznitz zu sehen. Nach rund zwei Jahren Planungs- und Bauzeit wurde der Energiepark südlich von Leipzig offiziell eröffnet. (Foto: dpa) Foto: Hendrik Schmidt

Sonnenstrom statt Braunkohle: Nach rund zwei Jahren Planungs- und Bauzeit ist der Energiepark Witznitz südlich von Leipzig offiziell eröffnet worden. Es ist nach Angaben der Betreiber nicht nur der größte Solarpark Deutschlands, sondern auch der „größte zusammenhängende Solarpark Europas.“

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte bei der symbolischen Eröffnung, der größte Solarpark Deutschlands entstehe in Mitteldeutschland. Dies markiere eine Transformation - weg von der Braunkohle, hin zu den erneuerbaren Energien: „Wir wollen Industrieland bleiben, und dafür brauchen wir die erneuerbaren Energien.“

Strom für rund 200.000 Haushalte

Der Energiepark befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Braunkohletagebaus Witznitz II und erstreckt sich über eine Fläche von rund 500 Hektar - das entspricht etwa 700 Fußballfeldern. Mehr als eine Million Module wurden hier für den 650-Megawatt-Solarpark installiert. Die Menge reicht, um 200.000 Vier-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen. Hinter dem Projekt steht die Firma Move On Energy. Pro Jahr sollen so Emissionen von mehr als 250.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Solarpark Witznitz: Kosten im dreistelligen Millionenbetrag

Der Solarpark wurde durch eine Investition des Versicherungskonzerns Signal Iduna finanziert - ohne staatliche Förderungen. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag. Eigentümer sei die Finanztochter Hansainvest Real Assets. „Mit der Investition in dieses Leuchtturmprojekt der Energiewende nehmen wir als Versicherungskonzern Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft wahr und geben einen wichtigen Impuls für die Belebung der Region“, sagte der Finanzvorstand der Signal Iduna, Martin Berger.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Politik
Politik Grönland als Machtfaktor: Was Washington wirklich plant
07.01.2026

Donald Trump spricht offen über Grönland und meint nationale Sicherheit. Hinter den markigen Worten verbirgt sich eine geopolitische...

DWN
Politik
Politik Trump Eskalation: Warum Europas Vertrauen in die USA zerbricht
07.01.2026

Donald Trump handelt, als wäre Weltpolitik ein persönliches Machtspiel. Seine Entscheidungen erschüttern Allianzen, zerstören Vertrauen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Arbeitslosigkeit: Mehr Arbeitslose im Dezember - Talsohle erreicht?
07.01.2026

Mehr als 2,9 Millionen Menschen ohne Job – so viele waren es schon seit langem nicht mehr in einem Dezember. Gibt es Hoffnung auf einen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Venezuelas Öl: Wie die USA den nächsten Zugriff vorbereiten
07.01.2026

Ein Wochenende reicht, um die Fantasie der Märkte zu befeuern. Während US-Ölkonzerne an der Börse steigen, rücken Venezuelas...

DWN
Politik
Politik Reduzierung Körperschaftsteuer: Union will Senkung vorziehen
07.01.2026

Wie kann die Krise der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr beendet werden? Das ist ein Hauptthema der Partei- und Fraktionsklausuren zum...

DWN
Finanzen
Finanzen Sicher Gold kaufen: So schützen Sie Ihr Vermögen vor Inflation und geopolitischen Krisen
07.01.2026

Weltweit diskutiert die Finanzwelt wieder intensiv über Gold und unterschiedliche Wege, davon zu profitieren, von Direktkäufen bis zu...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft OECD-Mindeststeuer: Europas Unternehmen zahlen, US-Giganten nicht
07.01.2026

Ein jahrelanges Reformprojekt sollte Steuertricks globaler Konzerne beenden. Nun sorgt ein politischer Deal dafür, dass ausgerechnet die...

DWN
Politik
Politik Blackout in Berlin: Wenn die Infrastruktur versagt
07.01.2026

Der dramatische Stromausfall in Berlin hält bereits den fünften Tag an und ist eine Warnung für das ganze Land. Auch in einer hoch...