Politik

Nach Trunkenheitsfahrt: CDU gibt Rückendeckung für Landeschef Jan Redmann

Der Brandenburger CDU-Spitzenkandidat fährt betrunken E-Scooter und wird von der Plizei kontrolliert. Nach scharfer Kritik von seinen Koalitionspartnern erhält er jetzt Unterstützung aus der eigenen Partei.
18.07.2024 14:04
Lesezeit: 1 min

Nach seiner Trunkenheitsfahrt mit einem E-Roller bekommt der Brandenburger CDU-Landes- und Fraktionschef Jan Redmann weitere Rückendeckung aus seiner Partei. Wie bereits Generalsekretär Carsten Linnemann stellte sich auch der Thüringer Landesvorsitzende Mario Voigt hinter ihn. Er steht wie Redmann im Landtagswahlkampf.

„Fehler sind menschlich – entscheidend ist, wie man damit umgeht“, sagte Voigt in einem Interview. Er wies darauf hin, dass der Parteifreund den Vorfall selbst öffentlich gemacht hatte. „Hier hat Jan Redmann Größe gezeigt.“

Zuvor hatte bereits Linnemann Redmanns Umgang mit den Geschehnissen gelobt. „Wichtig ist – das habe ich schon von meiner Oma gelernt: Fehler können passieren, aber man muss dazu stehen – und Fehler dürfen nur einmal passieren und nicht zweimal“», sagte Linnemann im Fernsehen. Redmann ist auch Mitglied des CDU-Bundesvorstands.

Der 44-Jährige, der die CDU als Spitzenkandidat in die Brandenburger Landtagswahl am 22. September führen soll, war nach eigener Darstellung in der vergangenen Woche bei einer kurzen Fahrt mit dem Elektroroller in Potsdam nachts mit 1,3 Promille Atemalkohol von der Polizei angehalten worden. Einige Stunden nach der Fahrt informierte er die Medien darüber. Der Vorfall wirft allerdings noch Fragen auf. Rebmann selbst gibt an, er sei ohne spezielle Begründung gestoppt worden. „Mir haben die Polizistin und der Polizist gesagt, dass es sich um eine allgemeine Verkehrskontrolle handelt“, sagte er. Eine Regionalzeitung berichtete unter Verweis auf einen internen Polizeibericht hingegen, Redmann sei „aufgrund seiner Fahrweise“ kontrolliert worden.

Von den Brandenburger Koalitionspartnern der CDU kommt scharfe Kritik. SPD-Landtagsfraktionschef Daniel Keller stellt die Eignung Redmanns als Anwärter für den Ministerpräsidentenposten infrage, falls sich bewahrheiten sollte, dass es keine Routinekontrolle war. Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Benjamin Raschke sieht erhebliche ungeklärte Fragen und fordert eine lückenlose Aufklärung. In Brandenburg regiert zurzeit eine rot-schwarz-grüne Koalition unter Führung von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD).

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