Unternehmen

SpaceX-Explosion: US-Luftfahrtbehörde stoppt Raketenstarts

Es läuft gerade nicht gut für Elon Musk. In Deutschland hat BMW in der Gunst Tesla abgelöst und überholt. Bei den Raketenstarts hakt es auch. Jetzt hat die Aufsichtsbehörde FAA in den USA den Stecker gezogen.
29.08.2024 14:56
Lesezeit: 1 min
SpaceX-Explosion: US-Luftfahrtbehörde stoppt Raketenstarts
Mal klappt’s, mal nicht: Eine SpaceX Falcon 9-Rakete hebt von SLC-40 auf der Cape Canaveral Space Force Station ab. Damit ist erst mal Schluss.(Foto: dpa) Foto: Charles Briggs

Nach dem Brand einer SpaceX-Raketenstufe hat die US-Luftfahrtbehörde FAA alle Starts der betroffenen „Falcon 9“-Rakete vorerst ausgesetzt. Davon sind potenziell auch mehrere anstehende Weltall-Missionen betroffen, unter anderem „Polaris Dawn“. Bei diesem Projekt sollen sich vier Astronauten für mehrere Tage bis zu 1.400 Kilometer von der Erde entfernen - dabei soll es auch zu einem Weltraumspaziergang kommen.

Am Mittwoch hatte die bewährte „Falcon 9“ des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX eine Reihe von Satelliten für das Internet-Programm Starlink ins All gebracht. Der Start glückte, doch nach der Landung kippte eine Raketenstufe auf einem Schiff im Atlantik um und ging in Flammen auf. Ein weiterer Starlink-Start wurde verschoben, „um dem Team Zeit zu geben, die Landedaten des Boosters vom vorherigen Start zu überprüfen. Ein neuer geplanter Starttermin wird bekanntgegeben, sobald er verfügbar ist“, teilte SpaceX mit.

Auswirkungen auf Mission „Polaris Dawn“?

Die FAA wartet nun die Ergebnisse und einen Bericht von SpaceX ab und muss vorgeschlagene Korrekturmaßnahmen genehmigen. Erst dann ist eine Wiederaufnahme des Betriebs der „Falcon 9“-Trägerrakete möglich.

Laut US-Medien könnte sich ein vorübergehendes Flugverbot auch auf die Mission „Polaris Dawn“ auswirken, bei der ebenfalls eine „Falcon 9“ eingesetzt werden soll. Allerdings ist es möglich, dass die FAA die Rakete zeitnah wieder freigibt und keine großen Verzögerungen folgen. Die kommerzielle Mission mit dem schwerreichen Unternehmer Jared Isaacman und drei weiteren Personen an Bord hätte eigentlich schon starten sollen – der jüngste Termin am Mittwochmorgen war allerdings wetterbedingt abgesagt worden.

Bereits im Juli hatte die FAA alle Starts von „Falcon 9“-Raketen für zwei Wochen ausgesetzt, weil es Probleme beim Zünden der zweiten Antriebsstufe gegeben hatte. Die Trägerrakete ist seit mehr als zehn Jahren ein großer Erfolg für SpaceX. Sie hat wiederverwendbare Raketenstufen, was die Kosten drastisch senkt, und bringt Menschen und Nutzlast ins All.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Industrial Accelerator Act: EU-Kommission stärkt Industriepolitik – Anteil am BIP soll auf 20 Prozent steigen
15.03.2026

Die Europäische Kommission will mit dem Industrial Accelerator Act die Industriepolitik der EU neu ausrichten und die Produktion in Europa...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilien-Prognose 2026: Bremst das Baukreditgeschäft alles aus?
15.03.2026

Nach einem hoffnungsvollen 2025 wird die Preisentwicklung für Immobilien laut Greis-Kaufpreisindex im laufenden Jahr 2026 wieder...

DWN
Finanzen
Finanzen Mazda 6e im Vergleich: Wie wettbewerbsfähig ist das Elektromodell?
15.03.2026

Die neue Mazda 6e entsteht auf chinesischer Plattform und markiert einen strategischen Neustart für die Baureihe Mazda6. Kann das...

DWN
Technologie
Technologie Immer mehr US-Forschende zieht es nach Deutschland
15.03.2026

Aus politischen Gründen geht das Weiße Haus gegen Elite-Unis vor. Für Wissenschaftler und Studierende aus den USA wird Deutschland daher...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI trifft auf SaaS: Steht die Softwarebranche vor einem Strukturwandel?
15.03.2026

Künstliche Intelligenz verändert die wirtschaftliche Logik der Softwarebranche und setzt das klassische SaaS-Modell unter Druck. Steht...

DWN
Finanzen
Finanzen Iran-Krieg heizt Energiepreise an: Investoren suchen Absicherung
15.03.2026

Der Iran-Krieg treibt die Energiepreise nach oben und zwingt Investoren weltweit, ihre Strategien angesichts steigender Öl- und Gaspreise...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Milliardär warnt: Wir stehen vor einem totalen Umsturz unserer Gesellschaft
14.03.2026

Der dänische Investor und Milliardär Lars Seier Christensen warnt vor massiven Verwerfungen in der Gesellschaft und in der Wirtschaft....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft OSINT: Wie Satellitendaten Staaten und Konzerne kontrollierbar machen
14.03.2026

Satelliten blicken längst nicht mehr nur für Militärs und Geheimdienste auf die Erde. Mit frei zugänglichen Satellitendaten und OSINT...