Technologie

Meyer Burger in Turbulenzen: Großkunde springt ab – Zukunft in Gefahr?

Der angeschlagene Solarhersteller Meyer Burger steht vor neuen Herausforderungen. Der bisher größte Kunde, Desri, hat den Rahmenvertrag mit sofortiger Wirkung gekündigt, wie das Unternehmen mitteilt. Die Konsequenzen dieser Entscheidung könnten gravierend sein: Die laufenden Bemühungen um eine finanzielle Restrukturierung werden dadurch voraussichtlich erschwert. Sollte die Restrukturierung scheitern, könnte das Unternehmen in Existenznöte geraten.
18.11.2024 07:31
Aktualisiert: 18.11.2024 08:01
Lesezeit: 1 min

Ein Umsatz im freien Fall

Die finanzielle Situation des Unternehmens ist angespannt. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 lag der Umsatz bei lediglich 48,7 Millionen Franken – fast eine Halbierung im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieser schwierigen Lage betont Meyer Burger, dass die Standorte in Deutschland erhalten bleiben sollen. Thalheim im Landkreis Anhalt-Bitterfeld spielt weiterhin eine zentrale Rolle bei der Versorgung mit Solarzellen, während in Hohenstein-Ernstthal innovative Produktionssysteme entwickelt werden.

Restrukturierung mit externem Berater

Um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen, hat der Verwaltungsrat einen unabhängigen externen Berater beauftragt, ein Sanierungsgutachten zu erstellen. Ziel ist es, die Restrukturierung zeitnah abzuschließen und sich bis 2026 auf einen stabilen, profitablen Geschäftsbetrieb vorzubereiten.

Stellenabbau in Europa, Ausbau in den USA

Im Rahmen der Umstrukturierung plant Meyer Burger, die weltweite Mitarbeiterzahl bis Ende 2025 von rund 1050 auf etwa 850 zu reduzieren. Besonders Europa wird von diesen Kürzungen betroffen sein. Gleichzeitig soll der Personalbestand in den USA aufgestockt werden, um dort den Ausbau voranzutreiben.

Wie geht es weiter?

Meyer Burger hat angekündigt, zu gegebener Zeit weitere Informationen bereitzustellen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, ob das Unternehmen die Krise übersteht und sich langfristig neu positionieren kann.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Netflix-Aktie: Netflix gibt Bieterstreit um Warner Bros verloren – was heißt das für Paramount?
27.02.2026

Die Netflix-Aktie reagiert auf das Aus im milliardenschweren Bieterstreit um Warner Brothers. Während Paramount zum Zug kommt, stellen...

DWN
Finanzen
Finanzen BASF-Aktie: Ludwigshafener Chemiekonzern bleibt für 2026 vorsichtig – BASF-Zahlen überzeugen nicht
27.02.2026

Die endgültigen BASF-Quartalszahlen überzeugen die Anleger nicht. Der weltgrößte Chemiekonzern hat eine vorsichtige Prognose...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Verdi-Warnstreik im Nahverkehr vielerorts gestartet: Busse und Bahnen stehen still – Tarifkonflikt spitzt sich zu
27.02.2026

Der Verdi-Warnstreik legt den Nahverkehr in weiten Teilen Deutschlands lahm und trifft Millionen Pendler. Busse und Bahnen stehen still,...

DWN
Politik
Politik US-Urteil bremst Trumps Zollpolitik: Indien setzt weiterhin auf russisches Öl
27.02.2026

Ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA begrenzt den handelspolitischen Spielraum von Präsident Trump und beeinflusst die Debatte...

DWN
Politik
Politik Zuckersteuer: Mehrheit der Deutschen für Steuer auf zuckerhaltige Getränke
27.02.2026

Eine Umfrage zeigt: 60 Prozent der Menschen in Deutschland befürworten eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke. Besonders hoch ist die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI beschleunigt Stellenabbau: Diese Branchen geraten unter Druck
27.02.2026

Weltweit treiben Unternehmen den Ausbau von Künstlicher Intelligenz voran und richten ihre Investitionsstrategien neu aus. Welche Folgen...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Nvidias steiler Kurssturz drückte den Technologiesektor ins Rote
26.02.2026

Trotz der hervorragenden Finanzergebnisse des KI-Riesen Nvidia konnte das Unternehmen die Investoren nicht ausreichend überzeugen. Dies...

DWN
Politik
Politik EU-Klimazoll: CO2-Zoll soll auch für Waschmaschinen und andere Waren kommen
26.02.2026

Künftig sollen 180 Industrieprodukte, darunter auch Haushaltswaren, unter den EU-CO2-Zoll fallen. Was die Kommission damit erreichen will.