Finanzen

DAX-Rekordhoch: Deutscher Aktienindex markiert Allzeithoch - 20.000 Punkte bei DAX aktuell im Blick

Nach dem jüngsten Anstieg zeigt sich der DAX aktuell weiterhin erfolgreich: Ein neues DAX-Rekordhoch am Montag – auch die 20.000 Punkte-Marke könnte laut Experten bald überschritten werden. Die Stimmung bleibt optimistisch.
02.12.2024 13:01
Aktualisiert: 02.12.2024 13:01
Lesezeit: 3 min

DAX-Rekordhoch und 20.000 Punkte im Blick

Die Börsen bleiben weiter in Feierlaune. Nach den neuen Rekordständen an der Wall Street am Freitag, kletterte der deutsche Aktienmarkt am Montag weiter und markierte ein neues DAX-Rekordhoch bei 19.929,08 Punkten - gegenüber dem Freitagshandel ein Plus von annähernd 1,5 Prozent. Analysten hatten bereits im Vorfeld erwartet, dass der DAX schon bald neue Höchststände erreichen könnte. Auch die Marke von 20.000 Punkten könnte der DAX aktuell bald überschreiten. Die Stimmung wird am Montagmorgen durch neue Konjunkturdaten aus China gestützt, wie die Deutsche Bank erklärt. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg auf das höchste Niveau seit Juni.

Am Freitag hatte der Leitindex bereits kurz unterhalb des DAX-Rekordhochs geschlossen. Das alte DAX-Rekordhoch lag bei 19.674,70 Punkten und wurde Mitte Oktober erreicht. Der Dow Jones und der S&P 500 waren am Black Friday auf neue Rekordwerte geklettert, während der Nasdaq 100 knapp unter dem letzten Höchststand blieb. Der Bitcoin hat noch nicht den Sprung über die 100.000 US-Dollar-Marke geschafft, am Montagmorgen liegt der Kurs bei 96.411 US-Dollar.

"Moderate Bewertung bleibt ein Plus für den DAX"

„Trotz des anhaltenden Kursanstiegs liegt der DAX weiterhin innerhalb seines fairen Bewertungsrahmens“, erklärt Markus Reinwand von der Helaba. Der Index befindet sich aktuell zwischen 15.800 und 21.100 Punkten. Sinkende Leitzinsen bieten zusätzliche Bewertungsspielräume. Auch die sich verbessernden globalen Wachstums- und Gewinnperspektiven unterstützen die Aussicht auf weiter steigende Notierungen. „Nach zwei Jahren mit außergewöhnlich guter Aktienperformance sind für 2025 jedoch nur noch durchschnittliche Zuwächse zu erwarten“, so der Analyst.

Robert Halver von der Baader Bank blickt ebenfalls schon auf 2025: Aufgrund der in den USA führenden Gewinnerwartungen sieht er US-Aktien als fundamental am stärksten positioniert. Doch auch eine robuste US-Konjunktur und die Stabilisierung der Weltwirtschaft sprechen für einen positiven Ausblick für die Exportwerte in Europa und Deutschland, insbesondere für Small- und Midcaps. In Europa liegt der Fokus auf zyklischen Sektoren mit stabilen Geschäftsmodellen, guten Cashflows und teils sehr niedrigen Bewertungen, wie zuletzt 2012. „Wertorientierte Aktien findet man vor allem in den Sektoren Industrie und Banken“, erläutert Halver.

DAX-Rekordhoch: 20.000 Punkte nur eine Frage der Zeit

Auch aus charttechnischer Sicht sind die Aussichten positiv. „Die Verhinderung einer SKS-Formation (Schulter-Kopf-Schulter) und der Sprung über die rechte Schulter der Umkehrformation haben die charttechnische Situation sofort verbessert“, erklärt Christian Henke von IG.

Laut Christoph Geyer konnte der DAX zuletzt ein weiteres Abrutschen verhindern und statt dessen eine dynamische Aufwärtsbewegung zeigen. „Die aktuelle Korrekturbewegung könnte mit dem Schub vom Freitag ein Ende gefunden haben“, sagt Geyer. Eine ähnliche Bewegung zu Wochenbeginn würde wohl zu einem neuen DAX-Rekordhoch führen, hatte der Experte gesagt - und lag damit komplett richtig. Er fügte noch hinzu: Mit einem DAX-Rekordhoch würde "der Aufwärtstrend wieder aufgenommen, und das Erreichen von 20.000 Punkten bis zum Jahresende wäre nur noch eine Frage der Zeit.“

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftstermine der Woche

Am Montag steht in den USA der ISM-Index Verarbeitendes Gewerbe November an. Laut Helaba zeigen die regionalen Fed-Stimmungsumfragen insgesamt freundliche Vorgaben, was eine Erholung erwarten lässt. Am Mittwoch wird in Deutschland nach 22 Uhr die Indexzusammensetzung von DAX, MDAX, SDAX und TecDAX regulär überprüft. Die Änderungen werden am 23. Dezember wirksam. Am Donnerstag wird der Auftragseingang Industrie Oktober veröffentlicht. Die Commerzbank erwartet aufgrund der schwachen Stimmungsindikatoren einen schwachen Herbstauftakt für die deutsche Industrie, mit einem Minus von 3,5 Prozent. Für die Eurozone steht der Einzelhandelsumsatz Oktober zur Veröffentlichung an. Im Monatsvergleich wird ein Rückgang von 0,5 Prozent auf minus 0,3 Prozent prognostiziert, im Jahresvergleich ein Rückgang von 2,9 auf 1,9 Prozent. Am Freitag werden Zahlen zur Industrieproduktion Oktober bekanntgegeben. Laut DekaBank war die Produktion in den Vormonaten durch eine volatile Autoproduktion geprägt. Im Oktober dürfte sich die Situation mit einem moderaten Anstieg stabilisiert haben. Am Freitag-Nachmittag stehen in den USA dann noch Arbeitslosenzahlen November an. Die Commerzbank erwartet für den November eine positive Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt, wobei Sonderfaktoren wie Hurrikans und Streiks die Zahlen beeinflussen könnten.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie BradyPrinter i7500: Revolution im Hochpräzisionsdruck

Sie haben genug vom altmodischen Druck großer Etikettenmengen? Keine Kalibrierung, keine Formatierung, kein umständliches Hantieren mit...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN Telegramm

Verzichten Sie nicht auf unseren kostenlosen Newsletter. Registrieren Sie sich jetzt und erhalten Sie jeden Morgen die aktuellesten Nachrichten aus Wirtschaft und Politik.
E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und erkläre mich einverstanden.
Ich habe die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

Ihre Informationen sind sicher. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten verpflichten sich, Ihre Informationen sorgfältig aufzubewahren und ausschließlich zum Zweck der Übermittlung des Schreibens an den Herausgeber zu verwenden. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Der Link zum Abbestellen befindet sich am Ende jedes Newsletters.

avtor1
Markus Gentner

Zum Autor:

Markus Gentner ist seit 1. Januar 2024 Chefredakteur bei den Deutschen Wirtschaftsnachrichten. Zuvor war er zwölf Jahre lang für Deutschlands größtes Börsenportal finanzen.net tätig, unter anderem als Redaktionsleiter des Ratgeber-Bereichs sowie als Online-Redakteur in der News-Redaktion. Er arbeitete außerdem für das Deutsche Anlegerfernsehen (DAF), für die Tageszeitung Rheinpfalz und für die Burda-Tochter Stegenwaller, bei der er auch volontierte. Markus Gentner ist studierter Journalist und besitzt einen Master-Abschluss in Germanistik.

DWN
Politik
Politik „Machen Sie sich auf die Auswirkungen gefasst“: EU kündigt weitere Gegenmaßnahmen zu US-Zöllen an
03.04.2025

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat die Bürger der EU auf die bevorstehenden wirtschaftlichen Folgen...

DWN
Politik
Politik US-Finanzminister warnt vor Vergeltungszöllen: Eskalation könnte die Lage verschärfen
03.04.2025

US-Finanzminister Scott Bessent hat betroffene Länder vor einer schnellen Reaktion auf die jüngste Ankündigung von Präsident Donald...

DWN
Politik
Politik AfD-Kandidat erstmals ins Verfassungsgericht gewählt: Zweidrittelmehrheit im Thüringer Landtag
03.04.2025

Die AfD hat einen Kandidaten für den Thüringer Verfassungsgerichtshof durchgesetzt: Rechtsanwalt Bernd Falk Wittig wurde mit...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bewerbercheck: Dürfen Arbeitgeber frühere Chefs kontaktieren?
03.04.2025

Referenzen von ehemaligen Arbeitgebern können wertvolle Einblicke bieten – aber ist es rechtlich erlaubt, ohne Zustimmung des Bewerbers...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Sichere KI statt Datenleck: Das müssen Firmen beim Chatbot-Einsatz beachten
03.04.2025

KI-Chatbots sind im Mittelstand längst Alltag – doch oft fehlt es an Sicherheitsstandards. Der Hamburger KI- und Digitalisierungsexperte...

DWN
Panorama
Panorama Orban trifft Netanjahu in Budapest trotz Haftbefehl -und erklärt Rückzug aus Internationalen Strafgerichtshof
03.04.2025

Viktor Orbán ignoriert den Haftbefehl, den der Internationale Strafgerichtshof gegen Israels Premier erlassen hat – und heißt ihn in...

DWN
Politik
Politik Russlands Verzögerung der Verhandlungen könnte auch der Ukraine nützen
03.04.2025

Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über eine mögliche Waffenruhe oder Friedenslösung ziehen sich weiter hin. Während...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX aktuell: DAX-Kurs fällt nach Trumps Zollankündigung - wie sollten Anleger reagieren?
03.04.2025

Die erneute Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag die Aktienmärkte stark unter Druck gesetzt. Der DAX-Kurs...