Immobilien

Förderung jetzt auch für Kauf denkmalgeschützter Häuser

Wer ein altes Haus kauft und klimafreundlich saniert, bekommt oft Hilfe vom Staat. Das gilt künftig auch für Denkmäler.
21.12.2024 15:03
Lesezeit: 1 min
Förderung jetzt auch für Kauf denkmalgeschützter Häuser
Es muss kein Palais sein: Der Stempel vom Denkmalamt zählt. Das spätbarocke Gebäude der Stolbergischen Kurie in Halberstadt (Sachsen-Anhalt), aufgenommen im Mai 2014. Foto: Jens Wolf

Familien können künftig auch für den Kauf eines sanierungsbedürftigen, denkmalgeschützten Hauses Fördergelder aus dem Programm „Jung kauft Alt“ bekommen. Die Förderrichtlinie werde zum 1. Januar entsprechend erweitert, teilte das Bauministerium mit.

„Bisher konnte der Erwerb denkmalgeschützter Häuser nicht durch unser Programm `Jung kauft Alt´“ gefördert werden, da viele dieser Gebäude energetisch nicht so saniert werden können, wie es die Vorgaben für nicht denkmalgeschützte Wohngebäude vorsehen. Das ändern wir jetzt“, kündigte Bauministerin Klara Geywitz (SPD) an. Damit werde der Kreis der förderfähigen Gebäude deutlich erhöht. In Deutschland ist den Angaben zufolge rund jedes zehnte Gebäude denkmalgeschützt.

Zinsverbilligte Kredite für Familien

Das Förderprogramm „Jung kauft Alt“ richtet sich an Familien mit minderjährigen Kindern und kleineren bis mittleren Einkommen. Sie können für den Kauf von sanierungsbedürftigen Häusern oder Wohnungen zinsverbilligte Kredite von der Förderbank KfW bekommen – wenn sie das Haus sanieren und dafür sorgen, dass weniger Energie verbraucht wird.

Die Ausweitung des Programmes ermögliche es Familien zum Beispiel, in die alte Heimat zu ziehen und dort ein Haus zu sanieren, sagte Geywitz. „Insbesondere in ländlichen und dünn besiedelten Regionen kann dies dafür sorgen, dass historische Bausubstanz in den Dorfkernen nicht leer steht.“

Geringere Anforderungen an die Sanierung

Die denkmalgeschützten Gebäude müssen künftig auf das energetische Niveau „Effizienzhaus Denkmal EE“ saniert werden. Dabei ist ein deutlich höherer Energiebedarf zugelassen als normalerweise. Andere, nicht denkmalgeschützte Gebäude müssen mindestens auf Energieeffizienzklasse 70 EE saniert werden, damit man Förderung bekommt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Prognose deutscher Wirtschaftsinstitute: Iran-Krieg halbiert Wachstum und treibt Inflation
01.04.2026

Höhere Spritpreise, höhere Inflation: Ifo und DIW sprechen von einem Energiepreisschock - ausgelöst durch den Iran-Krieg. Sie erwarten...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Unternehmer Wolfgang Grupp: Was die Biografie über den Ex-Trigema-Chef verrät
01.04.2026

Wolfgang Grupp spricht in einer Biografie offen über Machtkämpfe in der Familie und den Kampf gegen die Altersdepression. Was das neue...

DWN
Politik
Politik Teurer Sprit: Deutsche Top-Ökonomin plädiert für Verzicht auf Autofahrten
01.04.2026

Nach Ansicht der Wirtschaftsweisen Monika Schnitzer sollten Verbraucher und Wirtschaft mit Verzicht auf knapperes Öl reagieren:...

DWN
Immobilien
Immobilien Bauprojekte im Belastungstest: Wie Investoren und Projektentwickler Verzögerungen und Mehrkosten aktiv vermeiden
01.04.2026

Viele Bauprojekte geraten schleichend unter Termin- und Kostendruck, obwohl Controlling und Statusberichte zunächst Stabilität...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Stimmungsökonomie in Krisenzeiten: Emotionen prägen zunehmend Konsum
01.04.2026

Nostalgie als Stabilitätsanker: In Krisenzeiten suchen Menschen nach kleinen Glücksmomenten, Vertrautem und Wohlbefinden. Die...

DWN
Politik
Politik Iran-Krieg vor Wendepunkt: Welche Chancen hat eine Deeskalation?
01.04.2026

Neue Signale aus Teheran und Washington sorgen für Bewegung an den Märkten und setzen den Ölpreis unter Druck. Steht der Iran-Krieg vor...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienmarkt: Wohnungspreise in Innenstädten steigen überdurchschnittlich
01.04.2026

Nach einer Untersuchung des Kiel Instituts waren zentrale Wohnungen im Schnitt rund 27 Prozent teurer als in Randlagen. Langfristig ist der...

DWN
Finanzen
Finanzen Sozialleistungen und Personal: Kommunen mit Rekorddefizit von 31,9 Milliarden Euro
01.04.2026

Trotz steigender Steuereinnahmen wachsen die Ausgaben der Gemeinden noch schneller. Wofür besonders viel Geld ausgegeben wurde und wie die...