Finanzen

22 Millionen Menschen nutzen Steuer-Plattform Elster

Seit 1996 bietet das Bund-Länder-Projekt Elster eine Plattform für die papierlose Steuererklärung. Die Nutzerzahlen zeigen, dass es immer noch den Nerv der Zeit trifft. Aber es gibt auch Kritik.
03.01.2025 06:03
Aktualisiert: 04.01.2025 06:03
Lesezeit: 1 min

Die Steuer-Plattform Elster erfreut sich immer größerer Beliebtheit in Deutschland. "Im August 2023 hatten wir die 20-Millionen-Marke geknackt und jetzt – nicht mal 1,5 Jahre später – sind es bereits über 22 Millionen angemeldete Nutzerinnen und Nutzer", sagte Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) laut Mitteilung in München.

Papierlose Steuererklärung

Elster steht für Elektronische Steuererklärung. Laut Füracker belegt die steigende Nutzerzahl nicht nur das generelle Vertrauen der Menschen in Elster zur papierlosen Abgabe ihrer Steuererklärung, sondern zeige auch, dass die Plattform eine sehr gute Wahl für eine digitale Kommunikation mit dem Finanzamt sei. "Elster bleibt Deutschlands Top-E-Government-Anwendung", betonte Füracker und versprach einen weiteren Ausbau des Serviceangebots. "Unser Ziel bleibt: Eine vollständig papierlose, schnelle und moderne Kommunikation mit dem Finanzamt", so Füracker.

Startschuss für Elster fiel 1996

Elster gibt es seit 1996 und ist ein gemeinsames Projekt der deutschen Steuerverwaltungen aller Länder und des Bundes. Bundesweiter Koordinator des Projektes ist das Bayerische Landesamt für Steuern in München. Die Plattform steht allen Bürgern sowie Unternehmen kostenfrei zur Verfügung. Die Finanzierung erfolgt durch Bund und Länder gemeinsam.

Kritik: Elster hilft nicht, die Steuerlast zu senken

Kritiker monieren an Elster, dass das Portal nur bedingt bei der Optimierung der eigenen Steuerlast hilft, da der Fokus primär auf der elektronischen Bereitstellung der amtlichen Steuerformulare liegt. Seit 2005 sind alle in Deutschland steuerpflichtigen Unternehmer gesetzlich verpflichtet, ihre Lohnsteueranmeldungen und Umsatzsteuer-Voranmeldungen sowie die Lohnsteuerbescheinigungen ihrer Arbeitnehmer über das System abzuwickeln.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Investor Felix: Der neue Anleger der DWN stellt sich vor

Wie können Sie ein Vermögen an der Börse aufbauen, wenn Sie weder Erfahrung bei der Aktienanalyse haben noch die Zeit für den...

 

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Tech-Rally beflügelt Wall Street; Anleiherenditen steigen
05.10.2026

Welche Kräfte die US-Märkte zum Wochenstart bewegten und warum Anleger jetzt genau hinsehen sollten.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Elektroautos sollen Strom verkaufen: Neuer Markt für Fahrer und Energieversorger
05.10.2026

In Deutschland wird die gesetzliche Grundlage für eine breite Einführung des V2G-Systems vorbereitet. Elektroautos sollen künftig nicht...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Portfolio übernimmt das Depot: Kann Claude den S&P 500 schlagen?
05.10.2026

Ein Redakteur überlässt 1.000 Euro echtem Geld einer künstlichen Intelligenz. Claude darf Aktien kaufen und verkaufen, Risiken eingehen...

DWN
Politik
Politik Das Land, das blutiges Gold über die Welt verteilt
05.10.2026

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein Drehkreuz für einen bedeutenden Teil des weltweiten Goldhandels. Das hat Dubai den Spitznamen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Niedriglohnland Deutschland: Wo es millionenfach niedrige Löhne gibt
05.10.2026

Wenn Arbeit nicht vor Armut schützt: In der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt arbeiten Millionen Menschen an der Schwelle zum...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Lexus ES: Dieser Japaner greift Audi, BMW und Mercedes an
05.10.2026

Der Lexus ES will dort angreifen, wo Audi, BMW und Mercedes seit Jahrzehnten den Ton angeben. Die neue japanische Luxuslimousine setzt...

DWN
Politik
Politik BND-Chef Jäger warnt vor Russlands "Schattenkrieg" gegen Deutschland
05.10.2026

Sabotage, Desinformation und Einflussnahme auf Wahlen: Deutschlands Geheimdienste zeichnen ein beunruhigendes Bild russischer Aktivitäten....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gasspeicher nur zu 58 Prozent gefüllt: Was das für den Winter bedeutet
05.10.2026

Deutschland startet mit ungewöhnlich niedrigen Gasvorräten in die Heizperiode. Die Speicher sind nach Angaben der Bundesnetzagentur nur...