Unternehmen

Aldi: 12 Euro Eintrittsgeld vor dem Einkaufen empört Kunden

Aldi baut seit längerer Zeit auf das Prinzip "kassenloses Einkaufen" - KI-Technologie macht's möglich. Doch die Sache hat in Großbritanniens "Shop & Go"-Filiale einen Haken bekommen: Der Eintritt in die Filiale kostet nun umgerechnet 12 Euro. Zu entrichten ist die Vorab-Gebühr noch bevor die ersten Lebensmittel im Einkaufswagen landen. Kunden bekommen den Betrag zwar zurückerstattet, doch das kann Tage dauern.
10.02.2025 10:39
Aktualisiert: 10.02.2025 10:39
Lesezeit: 2 min
Aldi: 12 Euro Eintrittsgeld vor dem Einkaufen empört Kunden
Aldi probt in Großbritannien zum ersten Mal eine kassenlose Supermarktfiliale. (Foto: dpa)

Der deutsche Supermarktkonzern Aldi erprobt seit längerer Zeit neue Geschäftsmodelle, darunter: Kassenlose Supermarktfilialen. Mithilfe von KI-Technologie werden die Lebensmittel automatisch erfasst und in Rechnung gestellt, sobald sie im Einkaufswagen landen. Doch Kunden von Großbritanniens "Shop & Go"-Filiale in Greenwich müssen nun tapfer sein: Der Eintritt in den Markt kostet seit kurzem zunächst 12 Euro - Aldi nennt die Gebühr "Kaution". Die Rückerstattung dauert teils schleppend, wie Berichte britischer Medien zeigen. Nicht wenige Kunden sind empört.

Aldi-Filiale: „Shop & Go“ in Greenwich belastet Konten mit "Eintritts-Gebühr"

Kunden von Aldis „Shop & Go“-Filiale im britischen Greenwich zahlen seit kurzem zehn Pfund (etwa zwölf Euro), bevor sie den Laden betreten. Der Betrag wird vorab als Autorisierung auf der Karte reserviert. Das Prinzip des kassenlosen Supermarkts erprobt der Konzern seit geraumer Zeit. Wie die Lebensmittel Zeitung berichtete, eröffnete 2022 der erste Shop dieser Art im niederländischen Utrecht. Von einem Eintrittsgeld war damals allerdings noch nicht die Rede.

Die „Shop & Go“-Filialen von Aldi verwenden durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Kameras, um die Einkäufe der Kunden per Scan zu erfassen. Beim Verlassen des Ladens wird ihre Karte dann zusätzlich mit dem Einkaufspreis belastet. Zuvor müssen Kunden die Aldi „Shop & Go“-App herunterladen und sich registrieren.

Aldi: 12 Euro Eintritt vor dem Einkaufen - Kunden warten tagelang auf Rückerstattung

Doch auch Kunden, die Waren im Wert von kleineren Beträgen im Korb haben, bekommen die 12 Euro Eintrittsgeld in Rechnung gestellt. Laut der britischen Zeitung The Independent müssen Kunden, die weniger als 10 Pfund (12 Euro) ausgeben oder das Geschäft verlassen, ohne etwas zu kaufen, möglicherweise mehrere Tage warten, bis ihr Geld auf ihr Konto zurücküberwiesen wird. „Je nach Bank kann es ein paar Tage dauern, bis Sie die Stornierung der Reservierung auf Ihrem Bankkonto sehen“, warnte Aldi laut dem Blatt zuvor die Kunden.

Weiter berichten Medien wie das Portal The Grocer, dass Kunden mehrfach belastet wurden, weil sie die App-Schaltfläche vor der Eingabe versehentlich mehr als einmal drückten. Zudem sei der Gebühr-Hinweis nicht transparent genug um kam für viele Kunden überraschend.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Monta Klebebandwerk beantragt Insolvenz: Wie es für das Traditionsunternehmen nun weitergeht
22.07.2026

Mit Kunden in mehr als 50 Ländern zählt die Monta Klebebandwerk GmbH zu den bekannten Herstellern von Verpackungs- und...

DWN
Panorama
Panorama Immer mehr Pkw: Nur drei Bundesländer bremsen den Boom
22.07.2026

Deutschlands Straßen werden immer voller: Die Zahl der zugelassenen Autos erreicht einen neuen Höchststand. Während vielerorts die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wadephuls Afrika-Reise: Deutschlands Suche nach neuen Chancen
22.07.2026

Neue Märkte, kritische Rohstoffe und politische Allianzen: Deutschland setzt verstärkt auf Afrika. Außenminister Johann Wadephul...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Kurs aktuell über 25.000 Punkten: Start der Berichtssaison im Fokus
22.07.2026

Zum Handelsstart behauptet der DAX die Marke von 25.000 Punkten und profitiert von der beginnenden Berichtssaison. Mehrere Unternehmen...

DWN
Technologie
Technologie Cyberkriminelle greifen digitale Banken an
22.07.2026

Neobanken wachsen rasant – und ziehen dabei zunehmend Betrüger an. Die FIU meldet einen Rekord bei Verdachtsfällen und enthüllt einen...

DWN
Finanzen
Finanzen Europäische Aktien: Europa verschwindet aus der Börsen-Weltspitze
22.07.2026

Europas Börsenriesen verschwinden aus der Weltspitze: Nur noch drei europäische Unternehmen gehören zu den 50 wertvollsten Konzernen der...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Sandisk-Aktien steigen um 14,5 Prozent, da Chip-Werte das Thema Iran-Krieg überschatten
21.07.2026

Erfahren Sie, welche Kräfte die Wall Street aktuell antreiben und warum Anleger trotz globaler Krisen optimistisch bleiben.

DWN
Finanzen
Finanzen MSCI World ETF-Vergleich: Die besten ETF Fonds auf den MSCI World-Index im Test
21.07.2026

Mit einem MSCI World-ETF investieren Anleger in die weltweit wichtigsten Unternehmen der Industriestaaten. Wer vor 10 Jahren MSCI...