Politik

USA und Russland: Gespräche über die Wiedereröffnung von Botschaften

Die Vereinigten Staaten und Russland werden am Donnerstag in Istanbul Gespräche über die Aktivitäten ihrer Botschaften führen, die seit der russischen Invasion in der Ukraine erheblich eingeschränkt wurden. Das teilte das US-Außenministerium mit. Es ist die zweite Gesprächsrunde seit der russischen Invasion in der Ukraine.
09.04.2025 11:13
Lesezeit: 1 min
USA und Russland: Gespräche über die Wiedereröffnung von Botschaften
Die US-Flagge weht an der Botschaft der USA in Moskau. (Foto: dpa) Foto: Yuri Kochetkov

Zweite Gesprächsrunde seit der russischen Invasion in der Ukraine

Die Gespräche in Istanbul, die bereits die zweiten ihrer Art sind, finden statt, nachdem US-Präsident Donald Trump zu Beginn seiner zweiten Amtszeit Russland bessere Beziehungen angeboten hatte, sofern es die Kämpfe in der Ukraine einstellen würde. Beide Länder „werden versuchen, Fortschritte bei der weiteren Stabilisierung der Operationen unserer bilateralen Missionen zu erzielen“, erklärte Tammy Bruce, eine Sprecherin des Außenministeriums, am Dienstag gegenüber Journalisten.

Ukraine-Thema nicht auf der Agenda

„Es stehen keine politischen oder sicherheitspolitischen Fragen auf der Tagesordnung. Die Ukraine steht überhaupt nicht auf der Tagesordnung“, betonte sie. „Diese Verhandlungen betreffen ausschließlich die Aktivitäten unserer Botschaften, nicht die Normalisierung der bilateralen Beziehungen“, fügte die Sprecherin hinzu.

Russland lehnt US-Vorschlag für Waffenstillstand ab

Die Gespräche finden statt, obwohl Russland einen von der Ukraine unterstützten US-Vorschlag für einen 30-tägigen Waffenstillstand abgelehnt hat. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte am Sonntag sein Bedauern darüber, dass die USA in dieser Angelegenheit keine Antwort gegeben hätten. Trump sagte später gegenüber Reportern, es gefalle ihm nicht, dass Russland „im Moment wie verrückt bombardiert“.

US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor erklärt, dass es sowohl für die USA als auch für Russland wichtig sei, mehr Personal in ihre Botschaften zu entsenden, um die Beziehungen trotz der schwierigen Lage in der Ukraine zu verbessern.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie KI und digitale Steuerberatung: Der Gamechanger für den deutschen Mittelstand

Die Digitalisierung verändert die deutsche Wirtschaft in rasantem Tempo. Während große Unternehmen bereits seit Jahren auf...

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Großbritanniens EU-Rückkehr: Realistische Option oder politischer Wunschtraum?
03.06.2026

Erst galt der Brexit als endgültig, nun spricht ein Labour-Schwergewicht offen von Großbritanniens EU-Rückkehr. Hinter der neuen...

DWN
Politik
Politik Investitionen in die Energiewende: EU-Kommission will mehr Schulden erlauben
03.06.2026

Die EU-Kommission schlägt vor, dass Mitgliedsstaaten für den Wandel zu sauberer Energie mehr Schulden machen dürfen, ohne Strafverfahren...

DWN
Finanzen
Finanzen Steigende Arbeitslosigkeit: Bundesagentur für Arbeit steuert auf Milliardendefizit zu
03.06.2026

Die schwierige wirtschaftliche Lage und der schwache Arbeitsmarkt in Deutschland haben erhebliche Auswirkungen auf den Haushalt der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ölpreis: China bremst, doch die nächste Preiswelle rollt an
03.06.2026

Chinas Ölimporte sind eingebrochen, doch Entwarnung am Ölmarkt wäre riskant. Die Straße von Hormus bleibt blockiert, Washington...

DWN
Politik
Politik Vor Wirtschaftsforum: Selenskyj lobt Drohnenangriff auf Sankt Petersburg
03.06.2026

Russische Behörden haben ukrainische Angriffe gemeldet: Ukrainische Drohnen trafen auch Energie- und Militäranlagen in St. Petersburg....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft US-Zölle: USA planen neue Zölle – Zwangsarbeit als Begründung
03.06.2026

Die umstrittene Zollpolitik der Trump-Regierung beschäftigt derzeit die Gerichte. Jetzt wird ein neues Argument für neue, zusätzliche...

DWN
Politik
Politik Weltbekannter Professor sieht gefährliche Veränderung bei Trump
03.06.2026

Francis Fukuyama sieht Trump politisch geschwächt, aber gerade deshalb gefährlich. Für Dänemark und Grönland könnte die nächste...

DWN
Technologie
Technologie Dokumentenanalyse mit KI: Was Unternehmen jetzt beachten sollten
03.06.2026

KI revolutioniert die Dokumentenanalyse und stellt Unternehmen, Verwaltungen und Beschäftigte vor eine neue Arbeitsteilung. Welche Rolle...