Unternehmen

Warren Buffett tritt ab: Machtwechsel bei Berkshire Hathaway erschüttert Finanzwelt

Buffetts Abgang bringt Unsicherheit: Der Abschied des Investors trifft Berkshire Hathaway und die Märkte ins Mark – und öffnet die Tür für strategische Umbrüche.
06.05.2025 10:33
Lesezeit: 1 min
Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Nach fast 60 Jahren zieht sich Investment-Legende Warren Buffett von der Spitze des weltgrößten Mischkonzerns zurück. Mit Greg Abel steht ein Nachfolger bereit – doch viele Investoren fürchten um das Erbe des „Orakels von Omaha“.

Ein Ära geht zu Ende: Der 94-jährige Warren Buffett hat auf der Jahreshauptversammlung in Omaha seinen Rückzug als CEO von Berkshire Hathaway angekündigt. In einem seltenen Schritt erklärte er, dass Greg Abel, langjähriger Vertrauter und aktuell stellvertretender Vorsitzender der Nichtversicherungsabteilung, ab Ende des Jahres die Führung übernehmen soll.

Die Nachricht kommt für viele überraschend. Buffett, bekannt für seine nüchterne Kommunikation, informierte weder sein Management noch die Finanzwelt vorab. „Die Zeit ist gekommen“, so Buffett vor versammelter Anlegerschaft. Damit verliert die globale Finanzwelt eine ihrer letzten Konstanten – und die Märkte stehen vor einer Phase der Neuorientierung.

Ein Milliardenreich ohne Kapitän?

Berkshire Hathaway ist mit 1,16 Billionen Dollar Börsenwert und Beteiligungen an fast 200 Unternehmen ein Titan des Kapitalismus. Unter Buffetts Ägide verwandelte sich der einstige Textilbetrieb in ein globales Imperium. Allein 348 Milliarden Dollar hält der Konzern in liquiden Mitteln – eine Kriegskasse, deren Einsatz ohne Buffett zur offenen Frage wird.

Die Investoren zeigen sich zwar gefasst, doch zwischen den Zeilen wächst die Unsicherheit. Wird Greg Abel die strikte Disziplin und langfristige Strategie seines Vorgängers fortführen? Oder endet mit Buffett auch ein Kapitel wirtschaftspolitischer Vernunft in den USA?

Politik und Märkte im Umbruch

Buffett kündigte an, sich künftig stärker außenpolitisch zu betätigen. Treffen mit Regierungschefs stehen auf seiner Agenda. Beobachter spekulieren bereits, ob Buffett eine Rolle als wirtschaftspolitischer Berater anstrebt – möglicherweise im Umfeld der nächsten US-Präsidentschaft.

Doch auch intern bei Berkshire herrscht Nervosität: Ohne Buffett droht die Aufweichung einer Unternehmenskultur, die Jahrzehnte lang auf rationales Handeln, Verzicht auf Hypes und extreme Kapitaldisziplin setzte.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt

 

X

DWN Telegramm

Verzichten Sie nicht auf unseren kostenlosen Newsletter. Registrieren Sie sich jetzt und erhalten Sie jeden Morgen die aktuellesten Nachrichten aus Wirtschaft und Politik.
E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und erkläre mich einverstanden.
Ich habe die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

Ihre Informationen sind sicher. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten verpflichten sich, Ihre Informationen sorgfältig aufzubewahren und ausschließlich zum Zweck der Übermittlung des Schreibens an den Herausgeber zu verwenden. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Der Link zum Abbestellen befindet sich am Ende jedes Newsletters.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Reallöhne in Deutschland steigen im zweiten Quartal weiter an
29.08.2025

Die Reallöhne in Deutschland entwickeln sich positiv und versprechen für viele Beschäftigte eine Entlastung. Doch nicht alle Branchen...

DWN
Politik
Politik Benzinpreise in Russland steigen auf Rekordniveau: Ukrainische Drohnenangriffe verschärfen die Krise
29.08.2025

Russland steckt mitten in der schwersten Benzinkrise seit Jahren: Raffinerien brennen, Tankstellen rationieren, und die Benzinpreise in...

DWN
Finanzen
Finanzen Wenn Sie Nvidia verpasst haben: Warum die AMD-Aktie jetzt im Fokus steht
29.08.2025

Die AMD-Aktie steht im Schatten von Nvidia, könnte aber Anlegern, die auf den nächsten großen Wachstumswert setzen wollen, spannende...

DWN
Politik
Politik Von Mietpreisbremse bis Margenbegrenzung: Österreichs Sozialist Babler agiert wie Populist Vučić
29.08.2025

Österreichs Vizekanzler Babler setzt auf strikte Mietpreisregulierung – ähnlich wie Vučić auf Preisdeckel für Händler. Doch...

DWN
Panorama
Panorama Wachstum von mehr als 600 Prozent: Senioren setzen verstärkt auf Cannabis als Medizin
28.08.2025

Immer mehr ältere Menschen entdecken Cannabis als Medizin – mit erstaunlichen Wachstumszahlen. Doch die Entwicklung wirft Fragen auf:...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Russlands Wirtschaft taumelt: Drei Faktoren könnten den Zusammenbruch auslösen
28.08.2025

Russlands Wirtschaft gerät unter dreifachen Druck: Die Zentralbank warnt, der Staatsfonds schmilzt, und die Energieeinnahmen brechen weg....

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie im Aufwind: Europas größte Munitionsfabrik nimmt Betrieb auf
28.08.2025

Die Rheinmetall-Aktie rückt in den Fokus der Anleger: Mit der Eröffnung von Europas größter Munitionsfabrik in Deutschland setzt der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bitkom-Umfrage: Warum das Fax-Gerät im Handwerk noch nicht verschwindet
28.08.2025

Die Digitalisierung verändert viele Branchen, doch im Handwerk bleibt das Fax-Gerät erstaunlich präsent. Trotz Chancen und Potenzial...