Politik

Fünf Prozent für Verteidigung: Welche Kosten kämen auf Deutschland zu?

Die Debatte um höhere Verteidigungsausgaben nimmt Fahrt auf: Fünf Prozent des BIP stehen im Raum. Doch was würde das konkret für Deutschland bedeuten – und ist das realistisch?
16.05.2025 09:17
Lesezeit: 1 min

Fünf-Prozent-Ziel: Kann das Deutschland leisten?

Der Außenminister hat mit seiner Forderung nach einer Erhöhung der Verteidigungsausgaben eine intensive Diskussion ausgelöst. Was steckt wirklich hinter den Zahlen? „Naiv“ und „jenseits von Gut und Böse“? Seitdem Außenminister Johann Wadephul (CDU) die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einem Anstieg der Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts unterstützt hat, wird intensiv über diese Zahl diskutiert. Doch welche Kosten würden auf Deutschland zukommen, wenn fünf Prozent des BIP in Verteidigungsausgaben fließen müssten?

Laut Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) entspricht jeder zusätzliche Prozentpunkt für Verteidigungsausgaben in Deutschland derzeit etwa 45 Milliarden Euro. Bei einem Fünf-Prozent-Ziel wären somit Ausgaben von 225 Milliarden Euro pro Jahr notwendig. Das würde eine enorme finanzielle Belastung darstellen – selbst wenn künftig deutlich mehr Mittel für militärisch relevante Infrastruktur berücksichtigt würden.

Fünf Prozent für Verteidigung erst in Zukunft realistisch

Zum Vergleich: Die gesamten Ausgaben des Bundeshaushalts lagen im vergangenen Jahr bei rund 466 Milliarden Euro. Wie Deutschland dieses Ziel für Verteidigungsausgaben erreichen soll, ist unklar, zumal wegen der vorgezogenen Bundestagswahl für das laufende Jahr noch kein Haushalt verabschiedet wurde. Als realistischer Zeitpunkt für das Erreichen des Fünf-Prozent-Ziels wird das Jahr 2032 genannt. Geheimdienste gehen davon aus, dass Russland spätestens im nächsten Jahrzehnt die Kapazität haben könnte, einen weiteren Krieg in Europa zu starten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Industrieaktien sind heiß, diese Aktie ist der Favorit unter den Goldminen
11.10.2026

Der US-Bullenmarkt feiert nächste Woche sein vierjähriges Bestehen und hat seit dem Tiefpunkt beachtliche 117 Prozent zugelegt. Doch...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Boom außer Kontrolle: Diese sechs Gefahren bedrohen die Finanzmärkte
11.10.2026

Der KI-Boom treibt Börsenkurse, Investitionen und Bewertungen seit Jahren nach oben. Doch hinter der Euphorie wächst ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Investor Felix: Das neue Projekt der DWN
11.10.2026

Ich möchte Ihnen die faszinierende Geschichte von Investor Toomas vorstellen, die mich dazu inspiriert hat, selbst in die Welt der Börse...

DWN
Finanzen
Finanzen Investment-FOMO: Warum Anleger nicht jedem Trend folgen sollten
11.10.2026

Ich las kürzlich auf Insta: „Stocks that will make you rich before 2027!! (I am only going to say that once!!).“ Drei Aktien von 12...

DWN
Immobilien
Immobilien Sachwert, Ertragswert, Vergleichswert: Wie Profis eine Immobilie bewerten
11.10.2026

Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte sich mit dem Vokabular rund um den Wert der Immobilie auskennen. Was Sachwert, Ertragswert und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft E-Auto kaufen oder leasen? Der Fünf-Minuten-Check
11.10.2026

Ein E-Auto kaufen klingt einfacher, als es ist. Reichweite, Laden, Leasing, Garantien und eine Fülle neuer Technik können Einsteiger...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schutzmaßnahmen wegen KI: Deutsche Firmen auf KI-Angriffe unzureichend vorbereitet
11.10.2026

Etwa jeder zweite Betrieb nutzt Künstliche Intelligenz. Spezielle Prozesse, um das eigene Unternehmen gegen KI-gestützte Cyberangriffe zu...

DWN
Technologie
Technologie Bekannter Allrounder: 80 Jahre Unimog - wichtiger denn je?
11.10.2026

Der Unimog ist ein Allrounder: Einst auf dem Acker zur Kartoffelernte, heute bei Kommunen, Feuerwehr oder dem Militär im Einsatz. Warum er...