Panorama

Deutsche Bahn, Solarstrom, KI: Was sich im August ändert

Der August bringt spürbare Veränderungen – auf der Schiene, beim Strompreis, im Umgang mit KI. Für Millionen Menschen heißt das: neue Regeln, neue Wege, neue Anforderungen. Besonders betroffen sind Pendler, Solarstrom-Erzeuger und Nutzer smarter Technik. Wer jetzt nicht Bescheid weiß, läuft Gefahr, wichtige Umstellungen zu verpassen.
30.07.2025 15:16
Lesezeit: 2 min

Sperrung der Bahnstrecke Berlin-Hamburg

Vom ersten August bis Ende April zweitausendsechsundzwanzig wird die Zugstrecke zwischen Hamburg und Berlin gesperrt. Grund ist eine umfassende Generalsanierung, mit der die Bahn die Strecke modernisieren will. Der Personen- und Güterverkehr wird in dieser Zeit umgeleitet. Wo keine Züge fahren können, soll ein Ersatzverkehr mit Bussen die Reisenden an ihr Ziel bringen.

Nur noch digitale Passbilder erlaubt

Bei der Beantragung eines neuen Personalausweises oder Reisepasses akzeptieren die Behörden nur noch digitale Bilder, Papierfotos sind Geschichte. Erlaubt sind ausschließlich digitale Fotos, die entweder direkt in der Behörde angefertigt oder auf einem festgelegten, sicheren Übermittlungsweg von einem Fotostudio dorthin gesendet werden. Die Vorgaben waren bereits im Mai in Kraft getreten, bis Ende Juli werden in Ausnahmefällen aber noch analoge Passbilder akzeptiert.

Einspeisevergütung für Solarstrom sinkt erneut

Wer sich eine neue Photovoltaikanlage anschafft, muss mit einer geringeren Vergütung rechnen: Die sogenannte Einspeisevergütung – also der Betrag, den man für eingespeisten Solarstrom erhält – wird halbjährlich um ein Prozent reduziert. Die nächste Kürzung erfolgt zum ersten August.

Strengere KI-Regeln für ChatGPT und Co.

Auf ChatGPT, Gemini und andere große KI-Systeme kommen in der EU strengere Transparenzpflichten zu. Anbieter solcher allgemeinen KI-Modelle müssen offenlegen, wie ihre Systeme funktionieren und mit welchen Daten sie trainiert wurden.

Grundlage ist der AI Act, ein umfassendes KI-Gesetz der EU, das Künstliche Intelligenz transparenter und sicherer machen soll. Die Regeln gelten ab dem zweiten August, ihre behördliche Durchsetzung ist aber gestaffelt – ab zweitausendsechsundzwanzig für neue Modelle, ab zweitausendsiebenundzwanzig für bestehende. Bei Verstößen drohen dann Strafen durch die Brüsseler Behörde.

Mehr Cyberschutz für elektronische Geräte

Ob Handy, Fitnesstracker oder smartes Kinderspielzeug – ab dem ersten August gelten in der EU neue Sicherheitsregeln für viele elektronische Geräte, die direkt oder indirekt mit dem Internet verbunden sind. Produkte, die dann neu auf den Markt kommen, müssen nachweisen, dass sie grundlegende Anforderungen zum Schutz vor Cyberangriffen, Datenmissbrauch und Betrug erfüllen. So soll künftig vertrauliche Kommunikation besser geschützt werden.

Verbraucherinnen und Verbraucher sollen den erhöhten Sicherheitsstandard am CE-Kennzeichen erkennen. Die neue Regelung gilt für Hersteller, Importeure und den Handel.

Alle Kinder in Deutschland in den großen Ferien

Am ersten August startet Bayern als letztes Bundesland in die Sommerferien. Bis zum zehnten August sind dann für rund eine Woche alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland in den großen Ferien, ehe es am elften August wieder losgeht: Dann eröffnen die Kinder und Jugendlichen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen das neue Schuljahr.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Inflation und Konsumzurückhaltung: Wie Deal-Plattformen die Kaufkraft der Verbraucher stärken

Angesichts einer persistenten Inflation und steigender Lebenshaltungskosten sehen sich private Haushalte in Deutschland einem erheblichen...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Wall Street schließt uneinheitlich, während Tech-Rallye den S&P 500 auf ein Rekordhoch treibt
15.04.2026

Ein spannender Handelstag voller Kontraste hält Anleger in Atem und sorgt für überraschende Wendungen.

DWN
Politik
Politik „Strategische Partnerschaft“ mit der Ukraine: Deutschland vereinbart Rüstungsdeals mit Selenskyj
15.04.2026

Die finanzielle und militärische Hilfe für die Ukraine nimmt federführend durch Deutschland und Großbritannien an Fahrt auf. Nachdem...

DWN
Technologie
Technologie Novo Nordisk-Aktie: KI von OpenAI soll Pharmaentwicklung beschleunigen
15.04.2026

Novo Nordisk treibt den Einsatz von KI in der Pharmaindustrie voran und setzt dabei auf eine Kooperation mit OpenAI. Kann künstliche...

DWN
Politik
Politik Deutschlands Photovoltaik-Ausbau: Wie Solarstrom Europas Energiemarkt stabilisiert
15.04.2026

Deutschlands Photovoltaik-Ausbau gewinnt in einem angespannten geopolitischen Umfeld strategisch an Bedeutung für den europäischen...

DWN
Politik
Politik YouGov-Umfrage: AfD klar stärkste Kraft - Union stürzt auf schlechtesten Wert seit vier Jahren
15.04.2026

In einer YouGov-Umfrage kann sich die AfD deutlich von den anderen Parteien absetzen. Auch Grüne und Linke legen zu. Die einzigen, die...

DWN
Finanzen
Finanzen Neue Prognose der Deutschen Bank: US-Dollar verliert an Stärke
15.04.2026

Die Deutsche Bank sieht eine veränderte Ausgangslage an den Devisenmärkten und rät Marktteilnehmern zu einer Neuausrichtung ihrer...

DWN
Finanzen
Finanzen Finanzspritze vom Bund: Eine Milliarde Euro für Länder und Kommunen
15.04.2026

Der Bund greift hoch verschuldeten Kommunen unter die Arme. Doch nicht nur sie werden entlastet - sondern auch die reichsten Bundesländer.

DWN
Politik
Politik Nach Corona-Bonus nun die Entlastungsprämie für Beamte: Öffentlicher Dienst besteht auf 1000-Euro-Krisenbonus
15.04.2026

Die Koalition plädiert für eine steuer- und abgabenfreie Prämie vom Arbeitgeber - damit ist auch der Bund in der Pflicht. Über 5...