Politik

Ende der Ära Wagenknecht? Partei plant Umbenennung

Gründerin und Namensgeberin Sahra Wagenknecht hat ihre Partei zu einem stark personalisierten Projekt gemacht. Jetzt steht ein entscheidender Schritt bevor: Die Umbenennung im Dezember soll sowohl ein Signal der Veränderung als auch ein Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des Bündnisses sein.
19.08.2025 13:27
Lesezeit: 1 min
Ende der Ära Wagenknecht? Partei plant Umbenennung
Das Bündnis Sahra Wagenknecht will sich im Dezember auf einem Parteitag in Magdeburg umbenennen (Foto: dpa). Foto: Michael Kappeler

Abschied vom Namen der Gründerin: Das Bündnis Sahra Wagenknecht will sich im Dezember umbenennen. Wie die Partei künftig heißen wird, entscheide sich auf einem Parteitag am 6. und 7. Dezember in Magdeburg, sagte eine Parteisprecherin. Mitglieder und Unterstützer seien aufgerufen, Namensvorschläge zu machen. Die Parteispitze werde diese sichten und einen Vorschlag machen. Die finale Entscheidung träfen dann die Delegierten. Beim Kürzel BSW soll es aber bleiben.

Dass die Anfang 2024 gestartete Partei nicht auf Dauer den Namen der Gründerin tragen soll, ist bereits seit längerem angekündigt. Wagenknecht hatte erklärt, anfangs sei ihr prominenter Name gewählt worden, um die Neugründung auch auf Wahlzetteln erkennbar zu machen. Tatsächlich ist die 56-Jährige aber nicht nur Namensgeberin, sondern auch tragende Figur. Die Umbenennung dürfte deshalb ein Einschnitt für die junge Partei sein. Wie lange Wagenknecht Bundesvorsitzende bleiben will, hat sie offen gelassen.

Das BSW hatte bei der Bundestagswahl im Februar den Einzug ins Parlament sehr knapp verpasst. Sie dringt auf eine Neuauszählung der Stimmen. Derzeit liegt sie in Umfragen bundesweit bei drei bis fünf Prozent.

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