Politik

Go woke, go broke: Trump nimmt „Woke“-Kultur ins Visier und erhöht Druck auf Museen

Der US-Präsident ist unzufrieden darüber, wie negativ Museen die Geschichte der USA darstellen. Er habe seine Anwälte angewiesen, die Museen zu überprüfen und „genau denselben Prozess zu starten, der bereits an Colleges und Universitäten durchgeführt wurde, wo enorme Fortschritte erzielt wurden“. 
20.08.2025 12:01
Aktualisiert: 20.08.2025 12:01
Lesezeit: 1 min

US-Präsident Donald Trump will seinen Kurs gegen Museen in den Vereinigten Staaten verschärfen. In einem Post auf seiner Plattform Truth Social griff er die berühmte Smithsonian Institution an, die vor allem in der Hauptstadt Washington zahlreiche Museen betreibt.

„Woke“-Kultur im Visier: Trump erhöht Druck auf Museen

„Die Smithsonian ist AUSSER KONTROLLE“, schrieb er. Alles drehe sich nur darum, „wie schrecklich unser Land ist, wie schlimm die Sklaverei war und wie wenig die Unterdrückten erreicht haben – nichts über Erfolge, nichts über Strahlkraft, nichts über Zukunft“.

Er habe seine Anwälte angewiesen, die Museen zu überprüfen und „genau denselben Prozess zu starten, der bereits an Colleges und Universitäten durchgeführt wurde, wo enorme Fortschritte erzielt wurde“.

Damit spielte Trump (79) auf das Vorgehen seiner Regierung an, Universitäten mit Kürzungen von Fördergeldern unter Druck zu setzen, um etwa Diversitätsprogramme zu stoppen.

Woke sei broke, schreibt Trump

Einrichtungen in Washington, aber auch im ganzen Land, seien das letzte Überbleibsel der „Woke“-Kultur, schrieb Trump. Damit meinen er und die US-amerikanische Rechte übertrieben politisch korrektes und moralisierendes Verhalten.

„Dieses Land kann nicht WOKE sein, denn WOKE IST BROKE“ (etwa: «Woke ist pleite»), schrieb Trump weiter. Die Smithsonian Institution äußerte sich zunächst nicht zu Trumps Post.

Kritiker werfen Trump Kulturkampf vor

Kritiker werfen Trump vor, einen regelrechten Kulturkampf angezettelt zu haben und darüber auch die künstlerische Freiheit beziehungsweise freie Meinungsäußerung einzuschränken. Üblicherweise mussten Museen unter Trumps Vorgängern nicht mit Interventionen von Präsidenten rechnen, doch mit dem Machtwechsel in Washington hat sich das geändert.

Schon im Frühjahr hatte Trump per Dekret verordnet, dass Museen auf Geschichtsdarstellungen im Sinne der Regierung hinzuarbeiten haben.

Vergangene Woche forderte das Weiße Haus die Smithsonian Institution auf, der Regierung Konzeptentwürfe, Ausstellungspläne sowie Kataloge und Programme aller laufenden Schauen vorzulegen, um diese auf unliebsame Darstellungen der US-Geschichte zu überprüfen.

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