Wirtschaft

Inflation in der Eurozone steigt im August auf 2,1 Prozent

Die Inflation in der Eurozone steigt im August auf 2,1 Prozent. Für Deutschland könnte das höhere Zinsen bedeuten – mit Folgen für Wirtschaft und Verbraucher.
03.09.2025 09:04
Lesezeit: 1 min
Inflation in der Eurozone steigt im August auf 2,1 Prozent
Eurostat meldet: Die Inflation in der Eurozone steigt im August auf 2,1 Prozent. (Foto:dpa) Foto: Helena Dolderer

Die jährliche Inflation in der Eurozone lag im August 2025 bei 2,1 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Juli. Eurostat veröffentlichte am Dienstag seine Schnellschätzung für die Entwicklung der Verbraucherpreise.

Am stärksten verteuerten sich Lebensmittel und Dienstleistungen, die jeweils um 3,2 beziehungsweise 3,1 Prozent zulegten. Im Juli lagen diese Werte noch leicht höher bei 3,3 und 3,2 Prozent. Die Preise für Industrieprodukte blieben nahezu stabil bei 0,8 Prozent, während die Energiepreise um 1,9 Prozent zurückgingen. Im Juli hatte der Rückgang noch 2,4 Prozent betragen.

Regionale Unterschiede

In Litauen lag die jährliche Inflationsrate im August bei 3,6 Prozent, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Estland verzeichnete mit 6,2 Prozent den höchsten Wert im Euroraum. Kroatien (4,6 %), die Slowakei (4,4 %), Lettland und Österreich (je 4,1 %) lagen ebenfalls über dem Wert Litauens. Zypern meldete als einziges Land eine Deflation von 0,1 Prozent.

Die SEB Bank Litauen erwartet, dass die durchschnittliche Inflationsrate in diesem Jahr bei 3,7 Prozent bleibt. Laut SEB-Ökonom Tadas Povilauskas werden vor allem Dienstleistungen, Lebensmittel, Tabakwaren und alkoholische Getränke die Teuerung antreiben.

Bedeutung für Deutschland

Für Deutschland ist die Entwicklung der Inflation in der Eurozone von zentraler Bedeutung. Die Europäische Zentralbank orientiert sich bei ihren geldpolitischen Entscheidungen am Euroraum-Gesamtwert. Ein Anstieg über die Zielmarke von 2 Prozent könnte den Druck auf die EZB erhöhen, die Zinspolitik straffer auszurichten. Das hätte Folgen für Kredite, Investitionen und die Konjunktur in Deutschland, wo bereits schwache Wachstumszahlen für Verunsicherung sorgen.

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Marius Vaitiekūnas

Zum Autor:

Marius Vaitiekūnas ist ein ausgewiesener Experte für Geopolitik und internationale Wirtschaftsverflechtungen. Geboren 1985 in Kaunas, Litauen, schreibt er als freier Autor regelmäßig für verschiedene europäische Medien über die geopolitischen Auswirkungen internationaler Konflikte, wirtschaftlicher Machtverschiebungen und sicherheitspolitischer Entwicklungen. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind die globale Energiepolitik und die sicherheitspolitischen Dynamiken im osteuropäischen Raum.

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