Finanzen

KI-Aktien: Das sind die besten Aktien laut KI-Modellen

KI-Aktien gewinnen immer mehr Aufmerksamkeit – nicht nur bei institutionellen Investoren, sondern auch bei Kleinanlegern. KI-basierte Sprachmodelle wie ChatGPT, Perplexity oder Nimt AI werden zunehmend zur Informationsquelle für Anlageentscheidungen. Neben klassischen Fragen zur Alltagsorganisation nutzen immer mehr Menschen KI, um fundierte KI-Aktien Analysen und Empfehlungen für das beste KI-Investment zu erhalten.
06.10.2025 16:00
Lesezeit: 4 min

KI-Aktien: Warum Sprachmodelle die Investmentwelt verändern

KI-basierte Sprachmodelle wie ChatGPT und Perplexity sind für viele Nutzer inzwischen die erste Anlaufstelle, wenn es darum geht, herauszufinden, wie viele Tomaten in eine richtig gute Bolognese gehören – oder welcher Knopf am Geschirrspüler für die Schnellwäsche steht.

Auch Aktientipps stehen offenbar immer häufiger auf der Frageliste. Ein Blick nach Schweden zeigt: Bereits jeder dritte Schwede in seinen Zwanzigern kann sich vorstellen, sich durch KI-Aktien Analyse beraten zu lassen, wie er sein Geld investiert – das belegt eine aktuelle Finanzanalyse. Unter amerikanischen Privatanlegern liegt der entsprechende Wert laut dem KI-Berater Nimt AI, der sich auf Untersuchungen des Online-Brokers Etoro bezieht, bei 40 Prozent, die sich auf KI-Aktien Prognosen verlassen.

Aber welche Aktientipps erhalten schwedische Kleinanleger von den KI-Modellen? Nimt AI hat dies über einen Zeitraum von drei Monaten untersucht und eine Top-Liste mit neun Unternehmen erstellt.

Top KI-Aktien: Die meistempfohlenen Werte

Die am häufigsten empfohlene Aktie ist der Rüstungsriese Saab, der in den letzten drei Monaten ebenfalls um mehr als 12 Prozent gestiegen ist. Das ist deutlich mehr als die knapp 2 Prozent der Stockholmer Börse.

Die beliebtesten Aktien der KI-Modelle

Die am häufigsten empfohlenen Aktien von ChatGPT, Perplexity und anderen Sprachmodellen in den letzten drei Monaten.

Auf den Plätzen zwei und drei liegen Atlas Copco und AB Volvo. Die Untersuchung wurde mit einer Vielzahl von Sprachmodellen durchgeführt, darunter Chat GPT und Perplexity.

Der große Volltreffer unter den KI-Aktien ist H&M, dessen Aktienkurs nach dem Bericht der letzten Woche in den letzten drei Monaten um rund 30 Prozent gestiegen ist.

KI-Aktien Analyse: Wie Modelle zu ihren Empfehlungen kommen

Die Sprachmodelle wurden mit riesigen Datenmengen trainiert und durchsuchen kontinuierlich das Internet nach Informationen, um die Fragen der Nutzer beantworten zu können.

Auf die Frage, ob die Liste der KI-generierten Top-Aktien lediglich widerspiegelt, welche Unternehmen am häufigsten in den Nachrichten auftauchen – also ohne tiefere Analyse –, antwortet Manuel Lemholt Berge, CEO von Nimt AI:

„Ganz so einfach ist es nicht. Zwar gelten redaktionelle Inhalte als sehr glaubwürdig und werden von den Modellen bei der Bewertung aller Informationen entsprechend hoch eingestuft. Doch sie berücksichtigen auch andere Faktoren – etwa Analystenberichte, Diskussionen in verschiedenen Webforen sowie die Daten, mit denen sie trainiert wurden.“

Die KI-Tools scheinen Veränderungen in der Marktstimmung gegenüber einer bestimmten Aktie schnell zu erfassen. Manuel Lemholt Berger erklärt, dass Saab in den letzten Wochen seltener in den Antworten aufgetaucht ist, da die Aktie mehrere Verkaufsempfehlungen erhalten hat, worauf Privata Affärer aufmerksam gemacht hat.

In letzter Zeit haben sich die Sprachmodelle stattdessen mehr für Banken und Industrieunternehmen interessiert.

KI-Aktien Prognose: Chancen und Risiken

Sollten Kleinanleger KI für Investitionsentscheidungen nutzen – und wenn ja, mit welcher Vorsicht? Manuel Lemholt Berge betont, dass vor allem die Formulierung der richtigen „Prompts“ entscheidend ist.

„Einfache Fragen wie ›Welche Aktie sollte ich jetzt kaufen?‹ würde ich absolut nicht empfehlen“, erklärt er. „Man muss etwas ausführlicher sein. Wenn Sie sich für Saab interessieren, fragen Sie die KI lieber, wie sie die geopolitische Lage einschätzt und welche Aktien in einem solchen Umfeld in den nächsten fünf Jahren am meisten profitieren dürften.“ Ein sogenannter Prompt ist in der Fachsprache die Anweisung, die das KI-Tool erhält und auf deren Grundlage es seine Antwort generiert. Berge sieht Sprachmodelle heute vor allem als wertvolle Sparringspartner in der Aktienanalyse.

„Aber es ist wichtig, die Modelle herauszufordern“, ergänzt er. „Wenn Sie Ihre These zur Aktie in positiven Worten präsentieren, wird das KI-Modell wahrscheinlich bestätigende Antworten geben. Fragen Sie es unbedingt nach den Konkurrenten des Unternehmens in derselben Branche und danach, welchen von ihnen es am höchsten bewertet.“

KI-Investment mit Bedacht: Expertenrat

Die Sparökonomin Frida Bratt von Nordnet setzt selbst KI-Modelle als Hilfsmittel ein, wenn sie Entscheidungsgrundlagen erstellt. Zugleich betont sie, wie wichtig es ist, kritisch mit den Quellen umzugehen.

„Sprachmodelle sind manchmal fehlerhaft, daher muss man wichtige Informationen doppelt überprüfen“, erklärt sie. „Sie sollten nur eines von mehreren Hilfsmitteln bei der Analyse sein.“ Bratt warnt zudem davor, KI-Tools mit privaten Finanzberatern gleichzusetzen. „Man muss eine Lizenz haben, um Berater zu werden. Außerdem sind Berater verpflichtet, ihre Arbeit zu dokumentieren und unter anderem die gesamte private Finanzlage bei einer Investition zu berücksichtigen – etwas, das ein KI-Modell nicht leisten kann“, sagt Frida Bratt.

KI-basierte Aktienstrategien

KI-Aktien sind kein kurzfristiger Trend, sondern ein wachsender Bereich in der Investmentwelt. Wer sich mit den Möglichkeiten und Grenzen von KI-Aktien Analysen auseinandersetzt, kann von wertvollen Erkenntnissen profitieren. Doch es gilt, KI als Ergänzung und nicht als Ersatz für eine umfassende Finanzplanung zu nutzen.

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Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

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