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Absatz von Daimler Truck sinkt wegen Nordamerika-Schwäche - Sparprogramm angekündigt

Daimler Truck verkauft im dritten Quartal erneut weniger Lastwagen und Busse. Besonders in einem Markt bricht die Nachfrage förmlich ein. 5000 Stellen sollen in Deutschland wegfallen.
10.10.2025 07:33
Lesezeit: 2 min

Absatz von Daimler Truck sinkt wegen Nordamerika-Schwäche

Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck hat wegen seiner Schwäche in Nordamerika erneut deutlich weniger Fahrzeuge verkauft. Von Juli bis September lag der Absatz bei gut 98.000 Stück – rund 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mitteilte.

Vor allem die andauernde Schwäche in Nordamerika belastet den Hersteller von Lkw und Bussen. In der Region brach der Absatz im dritten Quartal um 39 Prozent auf gut 30.200 ein. Speditionen in den USA sind derzeit zurückhaltend, was die Bestellung neuer Fahrzeuge angeht, weil sie das in den kommenden Jahren anfallende Transportvolumen kaum einschätzen können.

Auch in Asien und bei der Bus-Tochter sank der Fahrzeugabsatz. Die Marke Mercedes-Benz, die vor allem in Europa und Lateinamerika vertreten ist, legte hingegen um acht Prozent auf fast 39.300 verkaufte Fahrzeuge zu.

Schon das erste Halbjahr war für den Dax-Konzern trist verlaufen, mit einem Absatzrückgang um knapp sieben Prozent auf gut 206.500 Fahrzeuge. Auch 2024 hatte die schwierige Wirtschaftslage bereits auf die Verkäufe gedrückt.

Nordamerika-Schwäche drückt aufs Geschäft

Wegen der anhaltenden Marktschwäche in Nordamerika hatte Daimler Truck bereits im Sommer erneut seinen Jahresausblick gesenkt. Im Industriegeschäft ohne Finanzdienstleistungen rechnete das Management noch mit 44 Milliarden bis 47 Milliarden Euro Umsatz. Für Trucks North America ging der Konzern zuletzt von einem Absatz zwischen 135.000 und 155.000 Einheiten aus. Zuvor waren 155.000 bis 175.000 Einheiten erwartet worden.

Noch unklar ist, welche Folgen die von US-Präsident Donald Trump angepeilten Zölle auf Lkw auf das Geschäft der Schwaben haben werden. Von November an sollen alle in die USA eingeführten mittelschweren und schweren Lastwagen mit einem Aufschlag von 25 Prozent versehen werden.

Vorstandschefin Karin Rådström hielt die US-Zölle zuletzt nicht für das größte Problem für das Geschäft, weil das Unternehmen zu einem großen Teil dort fertigt. Ihr zufolge ist der Konzern der größte Truck-Produzent Nordamerikas mit sieben Werken in den USA. Dort führt Daimler Truck unter anderem die Marken Freightliner und Western Star.

Sparprogramm angekündigt

Insgesamt will Daimler Truck wettbewerbsfähiger werden. Bis 2030 sollen die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr als eine Milliarde Euro sinken, dafür sollen in Deutschland rund 5.000 Stellen wegfallen. Betroffen ist insbesondere die Marke Mercedes-Benz. In Nordamerika soll ebenfalls gespart werden. Maßnahmen zur Senkung der Produktionskapazitäten betreffen dort nach früheren Angaben von Finanzchefin Eva Scherer mehr als 2.000 Jobs.

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