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Facebook-Konzern will KI-Ausbau beschleunigen

Mark Zuckerberg treibt den Ausbau von Künstlicher Intelligenz bei Meta voran. Milliarden fließen in neue Rechenzentren und die Abwerbung von Experten. Gleichzeitig boomt das Werbegeschäft, das den kostspieligen Ausbau finanziert. Neben KI investiert der Konzern weiterhin in Reality Labs, trotz hoher Verluste.
31.10.2025 07:30
Lesezeit: 2 min
Facebook-Konzern will KI-Ausbau beschleunigen
Meta baut KI-Sparte massiv aus. (Foto: dpa) Foto: Jens Büttner

Meta erhöht Investitionstempo

Der Facebook-Konzern Meta zieht das Tempo bei Investitionen in Künstliche Intelligenz an. In diesem Jahr sollen die Kapitalausgaben bis zu 72 Milliarden Dollar erreichen. Für 2026 kündigte Meta noch "erheblich höhere" Ausgaben an, ohne eine konkrete Zahl zu nennen.

Gründer und Chef Mark Zuckerberg erklärte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, Meta wolle die Branche bei der verfügbaren Rechenleistung anführen. Man erweitere die Kapazität der Datenzentren "aggressiv" – in Erwartung eines deutlich höheren Bedarfs durch die breite Nutzung Künstlicher Intelligenz. Wenn die KI mehr Zeit benötige, werde man die zusätzliche Rechenleistung für andere Anwendungen einsetzen, etwa für präzisere Empfehlungen.

Konkurrenz ausstechen

Der Meta-Chef verfolgt ehrgeizige Ziele, um Rivalen wie den ChatGPT-Entwickler OpenAI sowie Google und Elon Musks Firma xAI bei Künstlicher Intelligenz zu übertreffen. Dafür lockte er teilweise Experten von Wettbewerbern mit außergewöhnlich hohen Angeboten ab.

Werbegeschäft liefert Geld

Das Geld für den teuren Ausbau der Datenzentren liefert Meta ein boomendes Werbegeschäft. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 51,24 Milliarden Dollar. Auf mindestens eine App des Konzerns griffen täglich 3,54 Milliarden Nutzer zu. Zu Meta gehören neben Facebook unter anderem die Foto- und Videoplattform Instagram sowie die Chat-App WhatsApp. Allein Instagram erreicht täglich drei Milliarden Nutzer, wie Zuckerberg sagte.

KI und Reality Labs

KI ist nicht der einzige Bereich, in dem der Facebook-Gründer bereit ist, beherzt Milliarden ohne Erfolgsgarantie zu investieren. So verzeichnete der Bereich Reality Labs, in dem Computer-Brillen und virtuelle Welten entwickelt werden, wie im Vorjahresquartal einen operativen Verlust von gut 4,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg unterdessen mit dem Start neuer KI-Brillen mit Kamera und Mikrofon von 270 auf 470 Millionen Dollar.

Zuckerberg zeigte sich zuversichtlich, dass es "irgendwann" eine profitable Investition werde. Meta wolle mit den Geräten "hunderte Millionen oder Milliarden Menschen" erreichen.

Einmalige Riesen-Steuerzahlung

Beim Gewinn gab es unterdessen einen Rückschlag durch Änderungen in der Buchhaltung. Durch das im Sommer verabschiedete Haushaltsgesetz von US-Präsident Donald Trump werde man zwar auf lange Sicht weniger Steuern zahlen, erklärte Meta. Durch eine Neuordnung im Zusammenhang mit dem Gesetz habe sich aber eine einmalige Steuerbelastung von 15,93 Milliarden Dollar ergeben. Der Quartalsgewinn schrumpfte dadurch auf 2,7 Milliarden Dollar. Das waren 83 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

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