Wirtschaft

Förderstopp bremst Chinas Autoindustrie – auch deutsche Marken betroffen

Nach dem Ende staatlicher Subventionen für Autos ist der chinesische Pkw-Markt erstmals seit Monaten leicht rückläufig. Im Oktober sanken die Auslieferungen an Endkunden im Jahresvergleich um 0,8 Prozent, wie die China Passenger Car Association (PCA) meldete. Auch deutsche Hersteller bemerken die zurückhaltende Nachfrage und die spürbaren Bremseffekte auf den größten Automarkt der Welt.
10.11.2025 15:17
Lesezeit: 1 min

Abgesehen von einem Minus im Januar wegen des chinesischen Neujahrsfestes, zu dem die Verkäufe regelmäßig deutlich sinken, war es der erste Rückgang im Markt seit August 2024.

In vielen Provinzen und großen Städten des Landes wie Shanghai laufen Eintauschprämien für Gebrauchtwagen aus oder wurden bereits gestrichen. Diese hatten die Neuwagenverkäufe in diesem Jahr angetrieben - nach Regierungsangaben sind in diesem Jahr mehr als 10 Millionen solcher Anträge auf Prämien eingereicht worden. Nach zehn Monaten stehen auf dem chinesischen Markt auch dank der Förderungen noch ein Verkaufsplus von 8,3 Prozent zu Buche.

Deutsche Hersteller haben zu kämpfen

Die deutschen Hersteller haben auf ihrem einstigen Wachstumsmarkt China derzeit einen schweren Stand. Volkswagen hat mit der Rabattschlacht lokaler Elektroautoanbieter zu kämpfen. Bei Mercedes-Benz, BMW und Porsche rutschen die Verkaufszahlen deutlich ab, weil die wohlhabenden Chinesen weniger zu den deutschen Premiummarken greifen als früher.

Das Geld sitzt zudem bei den Käufern unter anderem wegen der Immobilienkrise im Land nicht mehr so locker. China ist der weltweit größte Automarkt und auch für die deutschen Konzerne der wichtigste Einzelmarkt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street gibt wegen schwacher Chip-Aktien nach
13.10.2026

Erfahren Sie, welche überraschenden Entwicklungen die Wall Street heute bewegt haben.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Russland erzielt mit Europas Energiekäufen Einnahmen von rund 322 Milliarden Euro
13.10.2026

Europa will seine Energieabhängigkeit von Russland beenden. Doch trotz Sanktionen fließt weiterhin eine große Menge Kapital nach Moskau....

DWN
Finanzen
Finanzen Rente 2026: Fast 2.000 Euro? Für die meisten ein Traum – 5 Zahlen zeigen die Realität
13.10.2026

Die Politik verweist auf ein stabiles Rentenniveau und knapp 2.000 Euro Standardrente. Doch amtliche Zahlen zeigen: Das ist ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschland baut neue Bahnstrecke von Hamburg nach Hannover – aber erst 2050
13.10.2026

Überlastete Strecke: Zwischen Hamburg und Hannover fahren täglich rund 200 Güterzüge, dazu ICE- und Regionalzüge. Staus und...

DWN
Politik
Politik Iran-Krieg: Hat Trump den größten Fehler der USA begangen?
13.10.2026

Donald Trump wollte Iran in die Knie zwingen. Stattdessen gerät die amerikanische Supermacht selbst unter Druck. Der Krieg verschlingt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Präsentismus: Wenn Mitarbeiter trotz Krankheit arbeiten 
13.10.2026

Mit Halskratzen aufgewacht und dennoch zur Arbeit gegangen, „weil es ja nicht so schlimm ist“. Viele Beschäftigte neigen dazu, trotz...

DWN
Finanzen
Finanzen Nel ASA-Aktie hebt ab: Kooperation mit Rheinmetall bei E-Fuels treibt Pennystock nach oben
13.10.2026

Nel ASA und Rheinmetall wollen bei dezentraler Produktion synthetischer Kraftstoffe zusammenarbeiten. Die norwegische Wasserstoff-Aktie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau in Deutschland: Angebot an Zeitarbeit schrumpft
13.10.2026

Früher war Zeitarbeit ein boomendes Geschäft: 2017 arbeiteten noch mehr als eine Million Deutsche als Zeitarbeiter. Heute kämpft...