Nokia-Aktie profitiert durch Investition von Nvidia
Nach der Ankündigung von Nvidias Milliardeninvestition stieg die Nokia-Aktie deutlich. Das Unternehmen hat sich von klassischen Handymodellen wie 5110 oder 3110 gelöst und konzentriert sich nun auf moderne Netzwerktechnologien und Anwendungen im Bereich künstlicher Intelligenz. Aktuell zeigt die Aktie jedoch ein gemischtes Bild: Während der Konzern beim Umsatz zuletzt deutlich zulegte, blieb der Gewinn hinter den Erwartungen zurück. Laut finanzen.net erzielte Nokia im Quartal bis 30. September 2025 einen Umsatz von 5,65 Milliarden US-Dollar – ein Plus von rund 18,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während das Ergebnis je Aktie auf 0,01 US-Dollar sank.
Die Beteiligung von Nvidia zeigt, dass die Zusammenarbeit mit einem führenden Technologieunternehmen die Nokia-Aktie stärken kann. Das Segment für optische Netze wuchs im vergangenen Quartal um 19 Prozent, die Netzwerksparte insgesamt um 11 Prozent, während der Gesamtumsatz im Jahresvergleich um neun Prozent stieg. Auch Analysten rechnen weiterhin mit spürbarem Wachstum: Für das dritte Quartal 2025 erwarteten sie im Durchschnitt ein Ergebnis je Aktie von 0,049 Euro und einen Umsatz von 4,64 Milliarden Euro. Diese Schätzungen verdeutlichen, dass der Markt Nokia trotz kurzfristiger Ergebnisdellen strukturell zutraut, die operative Basis zu stärken.
Die Rolle der Nvidia-Aktie für die Nokia-Aktie
Durch die Investition erhält Nokia zusätzlichen finanziellen Spielraum, um seine 5G- und 6G-Technologien weiterzuentwickeln. Diese strategische Unterstützung könnte der Nokia-Aktie den Zugang zu Märkten für KI-Netzwerke und Rechenzentren erleichtern. Gleichzeitig bleibt sichtbar, wie volatil die operative Entwicklung verläuft: Für das gesamte Fiskaljahr 2025 liegt der von finanzen.net ausgewiesene Analystenkonsens bei 0,302 US-Dollar Gewinn je Aktie – ein Ziel, das Nokia angesichts der jüngsten Ergebnisbelastungen erst untermauern muss.
Die Nvidia-Aktie verdeutlicht, wie Investitionen etablierter Technologieunternehmen Chancen für Partnerfirmen schaffen können. Technologisch ist Nokia gut aufgestellt: Die neuen 800G-ZR-Lösungen ermöglichen höhere Durchsatzraten, geringeren Energieverbrauch und Kostenvorteile ohne zusätzliche Hardware. Im ersten Quartal 2025 zeigte sich jedoch, dass der Konzern trotz technologischer Fortschritte mit Umsatzschwankungen umgehen muss: Nokia erzielte laut finanzen.net 4,39 Milliarden Euro Umsatz und ein Ergebnis je Aktie von –0,01 Euro.
Wachstumsperspektiven der Nokia-Aktie
Nokia und seine Wettbewerber bieten ihre Lösungen für Großunternehmen, Cloudanbieter und Mobilfunkbetreiber an, die mit stark wachsenden Datenmengen umgehen müssen. Die Photonic Service Engine PSE-6s gehört zu den schnellsten 800G-Systemen auf dem Markt. Diese Entwicklungen könnten der Nokia-Aktie in den kommenden Jahren einen entscheidenden Wachstumsschub geben. Das zeigt sich bereits im jüngsten Zahlenwerk: Analysten erwarteten im Sommer 2025 für das Quartal bis Ende Juni ein Ergebnis je Aktie von 0,054 Euro – nach einem Verlust von –0,03 Euro im Vorjahr. Damit deutet sich an, dass sich einzelne Bereiche stabilisieren und wieder an Profitabilität gewinnen.
Analysten erwarten eine steigende Kapitalrendite (ROIC) von 8,58 Prozent in diesem Jahr auf 13,75 Prozent bis 2027. Auch die Eigenkapitalrendite (ROE) soll zunehmen. Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse (P/E) sinken von 20,7 auf 15,7, das EV/EBITDA von 11,55 auf 9,06. Dies deutet darauf hin, dass die Nokia-Aktie noch nicht vollständig im Marktwert reflektiert ist. Gleichzeitig zeigt die Nvidia-Aktie, wie strategische Investitionen die Position von Technologieunternehmen stärken können.
Risiken für die Nokia-Aktie
Trotz positiver Perspektiven bleibt die Nokia-Aktie von makroökonomischen Faktoren abhängig. Wechselkurse, Zölle und ein schwacher Dollar zwangen das Management bereits, die Gewinnprognose für dieses Jahr von 1,9–2,4 Milliarden Euro auf 1,6–2,1 Milliarden Euro zu senken. Zudem zeigt das EBITDA-zu-Zins-Verhältnis deutliche Schwankungen, die kurzfristige Unsicherheit signalisieren. Auch operativ zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Während der Umsatz im dritten Quartal zweistellig wuchs, fiel das Ergebnis je Aktie laut finanzen.net deutlich niedriger aus als im Vorjahr.
Nokia steht außerdem in starkem Wettbewerb zu Ericsson, Huawei und neuen regionalen Anbietern. Sollte das Unternehmen die Profitabilität nicht wiederherstellen, könnte die Nokia-Aktie unter Druck geraten. Die strategische Unterstützung durch Nvidia unterstreicht jedoch das langfristige Potenzial der Nokia-Aktie. Der jüngste Blick in die Bücher zeigt: Wachstum ist möglich, aber die Ertragssituation bleibt schwankend.
Chancen für die Nokia-Aktie in Deutschland
Für Deutschland ist die Entwicklung der Nokia-Aktie besonders relevant, da europäische Unternehmen zunehmend auf eigene KI- und Dateninfrastrukturen setzen möchten, um Abhängigkeiten von asiatischen und US-Anbietern zu verringern. Die Kombination aus Nokias Technologie, 5G- und 6G-Kompetenz sowie der Beteiligung durch Nvidia eröffnet deutschen Netzbetreibern und Technologieunternehmen strategische Chancen für leistungsfähige Rechenzentren und zukunftsfähige Kommunikationsinfrastrukturen. Die jüngsten Umsatzdaten bestätigen, dass Nokia in zentralen Infrastruktursegmenten weiterhin wächst – ein Trend, der europäische Anbieter strategisch entlasten kann.


