Panorama

Abnehmwirkstoff ohne Alzheimer-Erfolg: Novo-Nordisk-Studie enttäuscht Anleger

Der Pharmakonzern Novo Nordisk hat mit seinem Abnehmmittel Semaglutid in einer Alzheimer-Studie einen Rückschlag erlitten. Die zulassungsrelevante Phase-III-Studie Evoke zeigte bei der oralen Semaglutid-Formulierung keine statistisch signifikante Verlangsamung des Fortschreitens der Erkrankung im Vergleich zu Placebo, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.
24.11.2025 19:00
Lesezeit: 1 min
Abnehmwirkstoff ohne Alzheimer-Erfolg: Novo-Nordisk-Studie enttäuscht Anleger
Rückschlag für Novo Nordisk: Studie zeigt keine Wirkung von Semaglutid gegen Alzheimer (Foto: dpa). Foto: Arne Dedert

Erwartete Wirkung bleibt aus

Die Hoffnung auf einen Erfolg von Rybelsus, also der Semaglutid-Tablette, sei zwar nicht allzu hoch gewesen, schrieb Michael Leuchten vom Investmenthaus Jefferies. Der Misserfolg nehme aber den Optimisten ein mögliches Argument, am Ball zu bleiben. Die Umsatzaussichten bis 2027 würden heftig debattiert, schrieb er. Es drohten nun weiter sinkende Bewertungen.

Aktienkurs stürzt auf Mehrjahrestief

Der Aktienkurs von Novo Nordisk brach nach den Neuigkeiten um zehn Prozent auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2021 ein. Die Talfahrt der Papiere beschleunigte sich damit wieder.

Unternehmensführung wird vorsichtiger

So blickt die Unternehmensführung seit Anfang November wegen unverändert schwieriger Geschäfte mit Diabetesmitteln und Gewichtssenkern noch vorsichtiger auf das laufende Jahr. Zudem kürzte das Management um den erst seit Anfang August amtierenden Chef Maziar Mike Doustdar seine Investitionspläne. Die Dänen ringen seit geraumer Zeit mit der zunehmenden Konkurrenz durch den US-Hersteller Lilly . Auf dem wichtigen US-Markt machen ihnen zudem von Apotheken hergestellte billige Kopien das Leben schwer.

Vom Börsenstar zum Sorgenkind

Seit Jahresbeginn hat der Aktienkurs des einst wertvollsten Unternehmens Europas an der Börse mittlerweile um 56 Prozent nachgegeben, nachdem er dank des anfänglichen Hypes um Abnehmmedikamente immens gestiegen war. Im Vergleich zum Rekordhoch von Mitte 2024, als die Aktie mehr als 1000 dänische Kronen gekostet hatte, sind fast drei Viertel dahin.

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