Wirtschaft

OECD-Prognose: Zölle bremsen Wachstum bis 2027

Die OECD sieht für Deutschland ab 2025 einen zögerlichen Aufschwung, der jedoch im internationalen Vergleich blass bleibt. Niedrige Inflation und steigende Löhne helfen, doch hohe Zölle und politische Unsicherheit setzen klare Grenzen. Wer verstehen will, warum die Weltwirtschaft schneller vorankommt und was Deutschland konkret bremst, findet hier die zentralen Faktoren.
03.12.2025 07:32
Lesezeit: 1 min
OECD-Prognose: Zölle bremsen Wachstum bis 2027
Die OECD senkt ihre Prognose für 2026: Deutschland erholt sich langsamer als der Rest der Welt. (Foto: dpa) Foto: Andreas Arnold

OECD sieht deutsche Wirtschaft ab 2025 langsam im Aufwind

Die deutsche Wirtschaft geht nach der aktuellen Prognose der OECD ab kommendem Jahr wieder langsam auf Wachstumskurs. Nach einem Plus von voraussichtlich 0,3 Prozent in diesem Jahr könnte das Wachstum im kommenden Jahr auf 1 Prozent steigen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris mit.

Die Expertinnen und Experten senkten ihre Erwartung für 2026 damit jedoch um 0,1 Prozentpunkte gegenüber ihrem vorherigen Wirtschaftsausblick im September. Für 2027 wird ein Wachstum um 1,5 Prozent prognostiziert.

Eine niedrige Inflation, steigende Löhne und nachlassende innenpolitische Unsicherheit kämen der deutschen Wirtschaft zugute, erklärte die OECD. Allerdings bremsten die hohe handelspolitische Unsicherheit und die US-Zölle weiterhin die Auslandsnachfrage und dämpften Investitionen in die exportorientierte Produktion. Zur Belebung trügen steigende private Investitionen sowie wachsende öffentliche Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur bei.

Deutschland hinkt der Weltwirtschaft hinterher

Dem Wachstum der Weltwirtschaft hinkt Deutschland aber weiter hinterher. Für das laufende Jahr erwartet die Industriestaatenorganisation weltweit ein Plus von 3,2 Prozent und für 2026 eine Abschwächung auf 2,9 Prozent, gefolgt von einer leichten Erholung auf 3,1 Prozent im Jahr 2027.

Die Weltwirtschaft habe sich in diesem Jahr trotz erhöhter Handelsbarrieren und erheblicher politischer Unsicherheit als widerstandsfähig erwiesen. Dennoch habe sich das Wachstum des Welthandels im zweiten Quartal dieses Jahres verlangsamt und die OECD erwartet, dass sich höhere Zölle allmählich in höheren Preisen niederschlagen und das Wachstum dämpfen.

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