Wirtschaft

IEA sieht Kohle-Nachfrage 2025 auf Rekordkurs

Die Kohle-Nachfrage steuert laut Internationaler Energieagentur (IEA) auf einen neuen Rekord zu – doch regional verlaufen die Trends überraschend unterschiedlich. USA und EU ziehen teils wieder an, Indien schwächelt. Wie stabil ist diese Entwicklung bis 2030?
17.12.2025 08:19
Aktualisiert: 17.12.2025 08:19
Lesezeit: 1 min

IEA erwartet 2025 Rekordnachfrage nach Kohle

Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) steuert die weltweite Kohlenachfrage in diesem Jahr erneut auf ein Rekordhoch zu. Im heute veröffentlichten Kohle-Jahresbericht schreiben die Fachleute, dass der Verbrauch um 0,5 Prozent auf 8,85 Milliarden Tonnen Kohle zulegen dürfte. Damit bleibt die Kohle-Nachfrage global auf hohem Niveau und prägt weiterhin die Energiemärkte.

Vor Ort folgt die Kohle-Nachfrage jedoch nicht überall den bisherigen Mustern. In den USA war der Kohleverbrauch in den vergangenen Jahren gesunken, doch in diesem Jahr dürfte die Nachfrage um acht Prozent anziehen. Als Gründe nennt die IEA höhere Erdgaspreise sowie eine von der Regierung unterstützte, verlangsamte Stilllegung von Kohlekraftwerken.

Kohle-Nachfrage bis 2030: China als Schlüsselfaktor

In der Europäischen Union ging die Kohle-Nachfrage deutlich weniger stark zurück als in den letzten zwei Jahren. Wind- und Wasserkraft lieferten in der ersten Jahreshälfte weniger Energie, sodass wieder stärker auf Kohle zurückgegriffen wurde. In Indien dagegen, das normalerweise die weltweite Kohlenachfrage nach oben treibt, dürfte in diesem Jahr weniger Strom aus Kohle erzeugt worden sein: Eine frühe und heftige Monsun-Saison drückte die Stromnachfrage, und Wasserkraftwerke produzierten mehr.

Der IEA zufolge ist der Blick auf die Kohle-Nachfrage bis 2030 mit vielen Unwägbarkeiten behaftet, besonders in China, das mehr Kohle verbraucht als der Rest der Welt zusammen. Mit dem schnellen Ausbau Erneuerbarer dürfte die Nachfrage dort bis 2030 leicht sinken. In Indien erwarten die Expertinnen und Experten der in Paris ansässigen Organisation hingegen den größten Zuwachs beim Kohleverbrauch.

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