Politik

Elektroauto-Kaufprämie: Schneider lockt mit bis zu 6.000 Euro Förderung

Die Bundesregierung fördert den Kauf oder das Leasing von Elektroautos wieder mit bis zu 6.000 Euro. Umweltminister Carsten Schneider bezeichnete die Elektromobilität bei der Vorstellung der Details in Berlin als „Hoffnungsträger“: Sie helfe, das Klima zu schützen, unabhängiger von Ölimporten zu werden und Schwankungen bei Benzin- und Dieselpreisen auszugleichen. Zugleich soll die Prämie der kriselnden deutschen Autoindustrie Auftrieb geben.
19.01.2026 14:16
Lesezeit: 2 min
Elektroauto-Kaufprämie: Schneider lockt mit bis zu 6.000 Euro Förderung
Umweltminister Schneider stellt neue einkommensabhängige E-Auto-Prämie vor. Haushalte mit weniger Einkommen und Kindern profitieren besonders stark von der Förderung (Foto: dpa). Foto: Sebastian Kahnert

Die neue Kaufprämie werde der deutschen und europäischen Autobranche Schub verleihen, sagte Schneider voraus. „Das sind jetzt richtig geile Autos, die von deutschen Herstellern auf dem Markt sind.“

Wer weniger verdient oder Kinder hat bekommt mehr

Grundsätzlich gilt: Wer weniger verdient oder Kinder hat, soll stärker von der neuen Förderung für Kauf oder Leasing eines Elektroautos profitieren. Je nach persönlichen Umständen sind zwischen 1.500 und 6.000 Euro staatliche Unterstützung drin.

Die Fördergrenze liegt bei einem Haushaltseinkommen von 80.000 Euro, bei zwei Kindern bei 90.000 Euro. Die Basisförderung liegt für reine Elektroautos bei 3.000 Euro. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es 4.000 Euro, für Haushalte mit einem Maximal-Einkommen von 45.000 Euro 5.000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1.000 Euro.

Die Hälfte der Haushalte, die in den vergangenen Jahren ein Elektroauto angeschafft haben, lag nach Angaben Schneiders unter der 80.000-Euro-Grenze. „Damit kann die untere Hälfte derer, die privat in den letzten Jahren ein Auto angeschafft haben, von dieser Prämie profitieren.“ Elektro-Dienstwagen werden durch niedrigere Steuersätze gefördert.

Schneider erwartet mehr günstige Autos

Im vergangenen Jahr seien ungefähr 80 Prozent der in Deutschland neu zugelassenen Elektroautos und Plug-in-Hybride aus europäischer Produktion gewesen, sagte Schneider. Plug-in-Hybride sind Autos, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können.

Auch die Top Ten der neu zugelassenen E-Fahrzeugmodelle zeigten, wie stark die deutsche Autoindustrie sei, so der Minister. „In diesem Jahr werden noch weitere und auch günstigere Modelle der deutschen Hersteller auf den Markt kommen.“

Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes kamen vergangenes Jahr die elf am häufigsten neu zugelassenen reinen Elektroautos aus dem VW-Konzern oder der BMW-Gruppe. Allen voran VWs ID.7 und ID.3. Bei Plug-in-Hybriden ist die Situation nicht ganz so deutlich, auch hier kommen aber sieben der zehn beliebtesten Modelle von BMW, Mercedes oder aus dem VW-Konzern.

Förderung nicht nur für reine Elektroautos

Weniger Geld gibt es für sogenannte Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können. Für diese Autos und Fahrzeuge mit einem Range Extender liegt die Basisförderung bei 1.500 Euro. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.

Damit Autos mit diesen Technologien förderfähig sind, dürfen sie nicht mehr als 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder müssen eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern haben. Für die Zeit ab dem 1. Juli 2027 soll die Förderung auf den Prüfstand, angedacht sind dann Vorgaben, die sich stärker am CO2-Ausstoß im realen Betrieb orientieren.

Dass es erneut zu einem abrupten Förderstopp kommt, wie Ende 2023 unter der damaligen Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP, fürchtet Schneider nicht. „Die Mittel sind auskömmlich“ und sollten erst einmal ausreichen, versicherte er.

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