Technologie

Elon Musk: KI nächstes Jahr smarter als Menschen – Strommangel größtes Problem

Künstliche Intelligenz könnte bereits in diesem Jahr intelligenter sein als der Mensch. Das sagt Tesla-Chef Elon Musk. Gleichzeitig warnt er davor, dass ein möglicher Strommangel die Einführung von KI in westlichen Ländern begrenzen könnte.
Autor
avtor
25.01.2026 07:17
Lesezeit: 1 min
Elon Musk: KI nächstes Jahr smarter als Menschen – Strommangel größtes Problem
Elon Musk auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos: „Vermutlich wird KI etwa um 2030 herum intelligenter sein als die gesamte Menschheit zusammen“ (Foto: dpa). Foto: Markus Schreiber

Musk: KI schon spätestens nächstes Jahr smarter als Menschen

In einem Gespräch mit BlackRock-CEO Larry Fink beim Weltwirtschaftsforum in Davos sagte Musk, die Entwicklung der KI schreite extrem schnell voran. „Ich glaube, dass wir Ende dieses Jahres eine KI haben könnten, die intelligenter ist als jeder einzelne Mensch – spätestens jedoch nächstes Jahr“, sagte er. „Vermutlich wird KI etwa um 2030 herum intelligenter sein als die gesamte Menschheit zusammen“, erklärte Musk.

Er rief die Zuhörer außerdem dazu auf, optimistisch in die Zukunft zu blicken. „Es ist besser, optimistisch zu sein und falsch zu liegen, als pessimistisch zu sein und recht zu behalten“, sagte er. Der Tesla-Chef erklärte, er rechne mit einer Zukunft des „fantastischen Überflusses“. „Wir leben definitiv in der interessantesten Zeit der Geschichte“, sagte Musk.

KI-Boom trifft auf Energielimit: Musk warnt vor Stromengpässen

Gleichzeitig warnte er, dass die breite Implementierung von KI durch Engpässe bei der Stromversorgung gebremst werden könnte. Während die Produktion von KI-Chips derzeit exponentiell steige, nehme die Erzeugung neuer Elektrizität nur um rund vier Prozent pro Jahr zu. „Es ist offensichtlich, dass wir sehr bald – vielleicht schon später in diesem Jahr – mehr Chips produzieren werden, als wir verkaufen können, mit Ausnahme von China“, sagte Musk. „Chinas Wachstum bei der Stromproduktion ist enorm“, ergänzte er.

Zu Beginn des Gesprächs machte Musk eine Spitze gegen Donald Trump – in Form eines englischen Wortspiels, bei dem er fragte, ob ein „peace deal“ nicht eher als „piece“ geschrieben werden müsse, als „ein kleines Stück Grönland“. Darüber hinaus wurde er jedoch weder zu Politik noch zu Teslas rückläufigen Verkaufszahlen in Europa befragt. Stattdessen sprach Musk darüber, dass Tesla bereits in etwa einem Monat eine Genehmigung erhalten könnte, um überwachte autonome Fahrzeuge auf europäischen Straßen auszurollen. Tesla betreibt bereits Robotaxi-Dienste in einigen Städten der USA, die laut Musk noch vor Jahresende deutlich ausgeweitet werden könnten. „Ich glaube, dass autonomes Fahren im Prinzip inzwischen ein gelöstes Problem ist“, sagte Musk.

Humanoide Roboter als Massenprodukt: Tesla erhöht das Tempo

Der Tesla-Chef setzt zudem auf eine schnelle Weiterentwicklung humanoider Roboter. Er sagte, der Tesla-Roboter „Optimus“ führe bereits einfache Aufgaben in Fabriken aus. „Bis Ende dieses Jahres werden die Roboter meiner Einschätzung nach komplexere Aufgaben in industriellen Umgebungen übernehmen – und Ende nächsten Jahres werden wir humanoide Roboter an die breite Öffentlichkeit verkaufen“, sagte Musk.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Unternehmen
Unternehmen Escort zwischen Plattform und Premiumservice: Wie sich ein diskreter Markt professionalisiert

Wenn über Escort-Services gesprochen wird, kommen dabei oft veraltete Assoziationen auf. Der Markt hat sich aber in den vergangenen Jahren...

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

avtor1
Malin Rising

Malin Rising ist seit 20 Jahren Journalistin. Erfahrung sammelte sie als Reporterin, Korrespondentin, Redakteurin und Podcast-Produzentin für internationale Zeitungen. Sie war beispielsweise für The Wall Street Journal tätig und arbeitet nun als Europa-Reporterin bei der schwedischen Wirtschaftszeitung Dagens Industri.

DWN
Politik
Politik Merz: Treibstoffversorgung in Deutschland trotz Krise stabil
21.04.2026

Deutschland sieht sich bei der Treibstoffversorgung gut aufgestellt, selbst in Krisenzeiten. Dennoch steigen die Ölpreise wieder deutlich,...

DWN
Politik
Politik Bürokratieabbau unter Bundeskanzler Merz: Realität oder Rhetorik?
21.04.2026

Ein Jahr nach Amtsantritt der Merz-Regierung ist die Euphorie verflogen. Was als „Entfesselungspaket“ für die Wirtschaft angekündigt...

DWN
Politik
Politik Rente: Merz kündigt tiefgreifende Änderungen an - Rentenreform zwingt Bürger zum Umdenken
21.04.2026

Die Rentenreform rückt immer stärker in den Mittelpunkt der politischen Agenda. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigt tiefgreifende...

DWN
Panorama
Panorama Rundfunkbeitrag: VGH-Urteil weist Kritik von Klägern zurück
21.04.2026

Immer wieder sorgt der Rundfunkbeitrag für Diskussionen über Fairness und Inhalte im ÖRR. Sieben Kläger zogen vor Gericht, um die...

DWN
Politik
Politik USA-Iran-Konflikt: Seeblockade bremst Verhandlungen
21.04.2026

Die fragile Waffenruhe zwischen Washington und Teheran wankt. Hinter den Kulissen laufen Gespräche, doch Misstrauen und harte Bedingungen...

DWN
Politik
Politik Kritik am Tankrabatt: Verbraucherschützer fordern Direktzahlungen
21.04.2026

Die Diskussion um Entlastungen bei hohen Energiepreisen spitzt sich zu: Während die Bundesregierung auf Tankrabatte setzt, sehen...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Kurs aktuell über wichtiger Trendlinie - positive Signale stabilisieren die Börsen
21.04.2026

Der DAX-Kurs zeigt sich nach einem schwachem Wochenstart wieder stabiler. Hoffnung auf diplomatische Fortschritte im Nahost-Konflikt treibt...

DWN
Technologie
Technologie Umfrage: Atomausstieg wird kritisch bewertet - Mehrheit dennoch gegen Rückkehr zur Kernenergie
21.04.2026

Drei Jahre nach dem Ende der Kernenergie wächst die Kritik in der Bevölkerung. Viele Deutsche zweifeln am damaligen Beschluss, doch ein...