Acea: Nutzfahrzeug-Zulassungen in EU verlieren 2025 an Schwung - Busse wachsen
Im Acea-Nutzfahrzeugmarkt der Europäischen Union (EU) wurden 2025 deutlich weniger Nutzfahrzeuge neu zugelassen als im Vorjahr. Der Lkw-Absatz sank um 6,2 Prozent auf 307.460 Einheiten, meldete der Verband Acea am Donnerstag. Leichte Nutzfahrzeuge büßten 8,8 Prozent auf 1,447 Millionen ein. Allein der Bus-Sektor wuchs, mit einem Plus von 7,5 Prozent auf 38.238 Fahrzeuge.
Bus-Zulassungen entwickelten sich sehr unterschiedlich
Die Bus-Nachfrage stieg in Deutschland (plus 28 Prozent) und Polen (plus 16,6 Prozent) kräftig, während Italien und Spanien Rückgänge verzeichneten. Im Segment schwerer Nutzfahrzeuge schwächelten alle großen Märkte. Deutschland war mit einem Minus von 12,2 Prozent am stärksten betroffen, vor Frankreich und Spanien. Bei den Lieferwagen verzeichnete Frankreich (minus 5,6 Prozent) den größten Rückgang, gefolgt von Deutschland und Italien. Spanien erreichte hier dagegen ein kräftiges Plus von fast zwölf Prozent und stach im Acea-Nutzfahrzeugmarkt positiv hervor. Die aktuellen Nutzfahrzeug-Zulassungen zeigen somit eine gespaltene Dynamik im europäischen Acea-Nutzfahrzeugmarkt.
Ein Markt in der Zerrissenheit
Der Acea-Nutzfahrzeugmarkt zeigte sich 2025 in einer Phase der Unsicherheit und gegensätzlicher Kräfte. Während der Bussektor mit solidem Wachstum ein positives Signal setzt, deuten die deutlichen Rückgänge bei schweren Lkws und leichten Nutzfahrzeugen auf konjunkturelle Bremsen oder strukturelle Herausforderungen hin. Die stark divergierende Entwicklung zwischen den großen nationalen Märkten – etwa Spaniens Zuwachs bei Lieferwagen versus Deutschlands deutlichem Minus – unterstreicht, dass keine einheitliche europäische Dynamik vorherrscht. Für die Branche bedeutet dies, sich auf volatile und regional unterschiedliche Nachfragemuster einzustellen. Der Gesamtmarkt bleibt unter Druck, auch wenn es vereinzelte Lichtblicke gibt.

