Immobilien

Fördergelder: KfW bündelt Wohnförderung in zwei Basisprogramme

Weniger Programme, mehr Tempo: Die KfW verspricht schnellere Kredite für Hausbauer und Sanierer. Dem Standort Deutschland insgesamt will die Förderbank zu einem Comeback "Made in Germany" verhelfen.
05.02.2026 07:33
Lesezeit: 1 min

KfW bündelt Wohnförderung in zwei Basisprogramme

Die staatliche Förderbank KfW will Investitionen in Deutschland schneller und unbürokratischer unterstützen. Die Förderung von Wohngebäuden wird im laufenden Jahr auf zwei Basisprogramme verschlankt, wie das Institut in Frankfurt ankündigte: eins für Neubau, eins für Bestand/Modernisierung.

Ein Schwerpunkt für das laufende Jahr sei zudem die Umsetzung des im Dezember 2025 aufgelegten «Deutschlandfonds». Mit dem Fonds will die Bundesregierung mehr Investitionen von privaten und kommunalen Unternehmen mobilisieren. Privates Kapital soll staatlich unterstützt in neue Technologien und Produktionsanlagen, den Ausbau von erneuerbaren Energien, Wärmenetzen und Stromnetzen, die Gewinnung von Rohstoffen sowie Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und Verteidigung fließen. Der Bund stellt dafür 30 Milliarden Euro bereit, überwiegend in Form von Garantien.

«Ich glaube, dass es uns gemeinsam gelingen muss, "Made in Germany", dieser starken Marke, zu einem Comeback, auch wieder zu neuem Glanz zu verhelfen», sagte KfW-Chef Stefan Wintels. «Wir als KfW werden alles tun, unseren Beitrag für dieses Comeback zu leisten.»

KfW reicht weniger Fördergelder aus

Insgesamt reichte die KfW Bankengruppe im vergangenen Jahr 98 Milliarden Euro frische Fördergelder aus. Ein Jahr zuvor war die Summe mit 112,8 Milliarden Euro vor allem deshalb größer, weil der Bund das Institut mit der Durchführung einzelner Geschäfte zur Sicherung der Energieversorgung oder mit Investitionen in die Energieinfrastruktur beauftragte.

Das von Bund (80 Prozent) und Ländern (20 Prozent) getragene Förderinstitut versorgt im traditionellen Fördergeschäft Mittelständler, Hausbauer und Studierende mit zinsgünstigen Krediten. Hinzu kommen Export- und Projektfinanzierung, die Förderung von Entwicklungs- und Schwellenländern und die Tochter KfW Capital für Investments in Start-ups.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Bürgergeld: 1,4 Millionen Arbeitslose beziehen seit fünf Jahren Grundsicherung
21.10.2026

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die im Bürgergeld festhängen, hat sich in den vergangenen zwei Jahren deutlich erhöht. Die Zahlen der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Chinesische Unternehmen mieten massiv Lagerflächen in der EU. Am meisten in Polen
21.10.2026

Chinesische Unternehmen bauen ihre Logistikpräsenz in Europa massiv aus. Besonders Polen entwickelt sich zum zentralen Knotenpunkt für...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte im Überblick: Achterbahnfahrt bei KI- und Tech-Aktien am Dienstag
20.10.2026

Spannung an der Wall Street: Was hinter den jüngsten Kursbewegungen steckt und welche Werte jetzt überraschen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kappa Rus: Wie Putin einen Unternehmer um sein Lebenswerk bringt
20.10.2026

Jahrelang baute ein schwedischer Unternehmer in Russland ein millionenschweres Geschäft auf. Nun nimmt ihm Wladimir Putin per Dekret die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Leere Lager, stockende Bänder: Die deutsche Industrie im Würgegriff neuer Materialengpässe
20.10.2026

Elektronikkomponenten und chemische Rohstoffe werden zur Mangelware. Die neuesten ifo-Daten zeigen, wie fragil der Standort Deutschland im...

DWN
Finanzen
Finanzen Altersvorsorgedepot: Sozialverband warnt vor staatlich geförderter Kostenfalle
20.10.2026

Maximal ein Prozent Gebühren pro Jahr darf das neue Altersvorsorgedepot ab dem 1. Januar 2027 kosten. Dennoch warnt der Sozialverband vor...

DWN
Finanzen
Finanzen SpaceX-Aktie: Musk verspricht jedem US-Kind eine Aktie seiner Weltraumfirma
20.10.2026

Jedes Kind in den USA soll von Elon Musk eine Aktie seiner Weltraumfirma SpaceX bekommen. Wie genau das passieren soll, ist noch unklar....

DWN
Finanzen
Finanzen Staatsverschuldung: Wie teuer Deutschlands Schulden jetzt werden
20.10.2026

Deutschlands Staatsschulden wachsen, während die Zinsen an den Anleihemärkten steigen. Der Bund muss immer mehr Geld aufnehmen und...