Die Google-Muttergesellschaft Alphabet veröffentlichte am Mittwochabend ihre Finanzergebnisse für das vierte Quartal. Obwohl Umsatz und Gewinn des Unternehmens die Prognosen der Wall Street übertrafen, fiel die Aktie im nachbörslichen Handel zunächst um bis zu 7 Prozent, kletterte dann aber wieder nach oben. Der erste Schreck des Marktes wurde durch die Ausgabenprognose des Unternehmens für das neue Jahr verursacht, die deutlich über den Schätzungen der Analysten liegt.
Konkret prognostiziert das Unternehmen für das Jahr 2026 Ausgaben in Höhe von durchschnittlich 180 Milliarden Dollar, während Analysten von 119,5 Milliarden Dollar ausgegangen waren. Die Ausgaben im bereits abgeschlossenen vierten Quartal beliefen sich auf 91,5 Milliarden Dollar und waren damit mehr als dreimal so hoch wie die prognostizierten 28,2 Milliarden Dollar.
Alphabet-CEO Sundar Pichai begründete die hohen Investitionen mit der Notwendigkeit, im Wettlauf um künstliche Intelligenz an der Spitze zu bleiben. „Wir sehen, wie unsere Investitionen in künstliche Intelligenz den Umsatz steigern und unsere Geschäftstätigkeit in allen Bereichen ankurbeln“, merkte Pichai in einer Pressemitteilung an. Er fügte hinzu, dass die höheren Ausgaben im Jahr 2026 es dem Unternehmen ermöglichen würden, „die Kundennachfrage zu bedienen und Wachstumschancen zu nutzen“.
Wirtschaftlich gesehen war das vierte Quartal stark. Der Umsatz von Alphabet stieg im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 113,8 Milliarden Dollar (erwartet wurden 111,4 Milliarden). Der Gewinn pro Aktie stieg auf 2,82 Dollar und übertraf damit die Analystenprognose von 2,65 Dollar. Das Wachstum wurde vor allem von Google Cloud getrieben, dessen Umsatz um 48 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar kletterte.
Das Kerngeschäft von Google (Suchmaschine und YouTube) verzeichnete hingegen ein moderateres Wachstum von 14 Prozent und erwirtschaftete 95,9 Milliarden Dollar. Das Vertrauen der Anleger wurde zuletzt auch durch den Erfolg des KI-Modells Gemini 3 gestärkt, das Konkurrenten wie OpenAI unter Zugzwang gesetzt hat.

