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Amazon-Aktie unsicher: Rieseninvestitionen in KI birgen Risiken

Die Tech-Giganten liefern sich derzeit ein Wettrennen um KI-Infrastruktur – und die Summen werden immer größer. Amazon will ebenfalls massiv investieren und neben KI auch Satelliten- und Robotikprojekte vorantreiben. Doch die geplanten Ausgaben in dreistelliger Milliardenhöhe sind ein Kraftakt – und lassen Anleger zunehmend nervös werden.
06.02.2026 09:28
Aktualisiert: 06.02.2026 09:28
Lesezeit: 2 min
Amazon-Aktie unsicher: Rieseninvestitionen in KI birgen Risiken
Der Tech-Riese Amazon übertrifft seine Konkurrenten mit massiven Investitionen in KI, Chips und Robotik. Für Anleger stellt sich die Frage nach der langfristigen Rentabilität (Foto: dpa). Foto: Sven Hoppe

Hoffnung auf profitable Geldanlage auf lange Sicht

Amazon übertrifft bei geplanten Investitionen selbst seine ausgabefreudigen Tech-Rivalen: Der Handelsriese will in diesem Jahr rund 200 Milliarden US-Dollar (aktuell rund 170 Milliarden Euro) in KI, Chips, Robotik und Satelliten stecken. Für Anleger war die Zahl schwer zu verdauen: Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um mehr als zehn Prozent.

Laut Amazon-Chef Andy Jassy soll der Großteil des Geldes in den Ausbau der KI-Infrastruktur gehen. Der Konzern rechne auf lange Sicht mit einer profitablen Geldanlage. Amazon ist stark im Geschäft mit Rechenleistung und Speicher aus der Computer-Cloud - und profitiert damit auch vom Boom bei Künstlicher Intelligenz. Der Umsatz der Cloud-Sparte AWS wuchs im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar und übertraf damit die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten.

KI-Wettlauf der Tech-Riesen

Auch andere Tech-Konzerne investieren massiv in den Ausbau ihrer KI-Kapazitäten. So kündigte der Google-Mutterkonzern Alphabet erst am Vortag für das laufende Jahr Kapitalinvestitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar an. Der Facebook-Konzern Meta plant mit 115 bis 135 Milliarden Dollar. Zugleich ist nach wie vor offen, ob die gewaltigen Investitionen in KI-Technologie und die Infrastruktur dafür überhaupt zurückverdient werden können.

Finanziert wird die Ausgaben-Offensive von Amazon sowohl durch die Cloud-Sparte als auch das gut laufende Handelsgeschäft. Im vergangenen Quartal wuchs der Konzernumsatz um 14 Prozent auf 213,4 Milliarden Dollar. Unterm Strich gab es einen Gewinn von 21,2 Milliarden Dollar. Im Vorjahr waren es 20 Milliarden Dollar gewesen.

Gedrückt wurde der Gewinn durch Sonderkosten von 1,1 Milliarden Dollar unter anderem für die Beilegung eines Steuerstreits in Italien. Die Schließung von Lebensmittel-Läden unter den Marken Amazon Fresh und Amazon Go in den USA brachte eine Belastung von 610 Millionen Dollar mit sich.

KI und Roboter verändern Amazon

Amazon selbst verändert sich ebenfalls. Der Konzern baut in zwei Wellen rund 30.000 Bürojobs ab - auch unter Verweis auf den Wandel durch Künstliche Intelligenz. Die Streichungen brachten im vergangenen Quartal eine Belastung von 730 Millionen Dollar für Abfindungen mit sich.

In den Vertriebszentren werde man zwar immer "eine Menge" Leute beschäftigen - aber Robotik werde ihnen monotone Tätigkeiten abnehmen, sagte Jassy. Das steigere die Produktivität und mache die Arbeit auch sicherer für Menschen.

Bei der Handelsplattform setzt Jassy auf den Ausbau des Sortiments - unter anderem bei Alltagsartikeln. "Wenn man mehr und mehr bei Amazon bestellen kann, denkt man an Amazon als Erstes", argumentierte er. Das habe sich in den USA zuletzt auch beim Verkauf frischer Lebensmittel gezeigt.

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