Wirtschaft

Ostdeutscher Maschinenbau überrascht: Auftragseingang 2025 deutlich im Plus

Während der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau insgesamt stagnierte, legte Ostdeutschland 2025 spürbar zu. Nach Angaben des VDMA stiegen die Bestellungen real um rund drei Prozent – getragen vor allem von einer stärkeren Nachfrage aus dem Ausland, insbesondere aus dem Euroraum.
06.02.2026 15:44
Lesezeit: 1 min
Ostdeutscher Maschinenbau überrascht: Auftragseingang 2025 deutlich im Plus
Entgegen dem Bundestrend verzeichnet der ostdeutsche Maschinenbau 2025 ein Auftragsplus von drei Prozent. Branchenverband VDMA fordert bessere Standortbedingungen für nachhaltiges Wachstum (Foto: dpa). Foto: Jan Woitas

Zum Jahresende habe es zudem aus dem Inland einen deutlichen Schub an Aufträgen gegeben. Den Angaben zufolge zogen im Dezember die Inlandsbestellungen bei den Maschinen- und Anlagenbauern zwischen Ostsee und Erzgebirge um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an.

"Kein Grund zur Entwarnung" - Dazu mahnt die Branche

"Die Zahlen für 2025 sind ein solides Fundament, aber kein Grund zur Entwarnung", erklärte der Geschäftsführer des VDMA Landesverbandes Ost, Oliver Köhn. Um das Wachstum zu verstetigen, brauche es deutlich bessere regionale Standortbedingungen. "Dazu gehört in erster Linie eine Beschleunigung der Verwaltungsprozesse, damit Investitionen im Maschinenbau und Großprojekte nicht durch langwierige Genehmigungsverfahren auf Landesebene ausgebremst werden." Dafür müssten die Länder die Digitalisierung ihrer Behörden spürbar beschleunigen.

Sondervermögen muss anschieben

Mit Geld aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität müsse rasch Investitionen in leistungsfähige Verkehrsachsen sowie moderne Energie- und Logistikinfrastruktur anschieben. So könnten Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette dauerhaft effizient und global wettbewerbsfähig bleiben.



Zum VDMA Landesverband Ost zählen nach eigenen Angaben etwa 350 Unternehmen, Werke und Niederlassungen des Maschinen- und Anlagenbaus in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Im Jahresdurchschnitt 2025 bot die Branche 78.200 Menschen Arbeit. Erfasst sind dabei aber nur Betriebe mit mindestens 50 Mitarbeitern.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Warum Deon Markets in der Krypto-Landschaft herausragt

In der dynamischen Welt der Kryptowährungen hebt sich Deon Markets deutlich ab. Diese Plattform bietet mehr als nur den Handel mit...

DWN
Finanzen
Finanzen Fiskalischer Spitzenreiter: Wie Deutschland seinen Bürgern am meisten abknöpft
09.07.2026

Eine Analyse zur Steuerbelastung in Europa zeigt für das Jahr 2026 eine bittere Wahrheit für deutsche Steuerzahler: Die Bundesrepublik...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft China-Export: Warum der Westen an billigen Waren aus China erstickt
09.07.2026

China produziert mehr, als die eigene Bevölkerung kaufen kann, und drückt immer aggressiver auf die Weltmärkte. Für Europa wird diese...

DWN
Politik
Politik Durchgepeitschte Reformen: Karlsruhe lässt Koalition trotz Verfahrenskritik gewähren
09.07.2026

Das Bundesverfassungsgericht hat die Eilanträge der Opposition gegen das Gesundheits-Sparpaket und das Heizungsgesetz abgewiesen. Damit...

DWN
Politik
Politik Krise im Rathaus: Wegner immer mehr in der Defensive
09.07.2026

Rund zwei Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus steht der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) massiv unter Druck. Nach...

DWN
Unternehmen
Unternehmen SAP-Aktie: EU-Kartellverfahren beendet - SAP entgeht Millionenstrafe durch Zusagen
09.07.2026

Der Softwarekonzern SAP hat eine drohende EU-Wettbewerbsstrafe in letzter Sekunde abgewendet. Nach Vorwürfen der EU-Kommission, der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VW-Aktie: Showdown in Wolfsburg - Bundesweite Proteste gegen VW-Sparpläne
09.07.2026

Mit einem bundesweiten Aktionstag stemmt sich die IG Metall gegen drohende Werksschließungen und massiven Jobabbau bei Volkswagen....

DWN
Politik
Politik Überraschende Wende: EU-Parlament ebnet Weg für Chatkontrolle
09.07.2026

Das EU-Parlament hat trotz massiver Kritik den Weg frei gemacht, private Chats befristet auf Kindesmissbrauch zu scannen. In einer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Exporte trotzen Iran-Krieg: Deutschland überrascht die Märkte
09.07.2026

Lichtblick für die deutsche Wirtschaft: Die deutschen Exporte legen im Mai erneut zu – vor allem dank eines starken Geschäfts mit den...