Unternehmen

Mehr Unternehmergeist: Zahl wirtschaftlich bedeutender Neugründungen steigt deutlich

Trotz konjunktureller Unsicherheiten wagen in Deutschland wieder mehr Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit. Besonders bei wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen zeigt sich eine spürbare Belebung. Neue Zahlen von Statistisches Bundesamt deuten darauf hin, dass der Unternehmergeist im Land wieder zunimmt.
06.03.2026 09:30
Lesezeit: 1 min

Mehr größere Unternehmen entstehen

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 130.100 Betriebe gegründet, deren Struktur auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lässt. Dazu zählen etwa Firmen mit mehreren Beschäftigten oder Kapitalgesellschaften wie eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg von 7,6 Prozent.

Zwar nahm auch die Zahl der größeren Unternehmen zu, die ihren Betrieb einstellten. Mit rund 99.900 Betriebsaufgaben lag dieser Wert jedoch nur leicht über dem Vorjahr und stieg um 0,8 Prozent.

Neugründungen übertreffen weiterhin Schließungen

Damit bleibt ein langfristiger Trend bestehen: Seit Beginn der Statistik im Jahr 2003 übersteigt die Zahl der Neugründungen bei größeren Betrieben kontinuierlich die Zahl der Geschäftsaufgaben. Aus Sicht der Statistiker gelten Betriebe vor allem dann als wirtschaftlich bedeutend, wenn sie Personal beschäftigen, als Kapitalgesellschaft gegründet werden oder im Handwerk von Inhabern mit Meistertitel geführt werden.

Mehr als 640.000 neue Unternehmen insgesamt

Zählt man auch kleinere Gewerbegründungen hinzu, wurden im vergangenen Jahr rund 640.500 neue Betriebe registriert. Das entspricht einem Zuwachs von 7,7 Prozent gegenüber 2024.

Dem standen etwa 502.200 Gewerbeabmeldungen gegenüber – ein leichter Rückgang um 0,2 Prozent. Insgesamt registrierten die Behörden 762.400 Gewerbeanmeldungen. In diese Zahl fließen neben echten Neugründungen auch Betriebsübernahmen, Umwandlungen sowie Unternehmensverlagerungen zwischen verschiedenen Meldebezirken ein

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Panorama
Panorama Bildungsstudie: Sachsen beim Länderranking wieder an der Spitze
16.09.2026

Auch in diesem Jahr wird Sachsen in einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft wieder zum Bildungssieger des Landes erklärt. Der...

DWN
Politik
Politik Bedrohungen durch Russland: Von der Leyen will eigenen Artikel 4 für die EU
16.09.2026

Leipziger Sprengstoffdrohne als mahnendes Beispiel: Reicht die Nato aus, um die Sicherheit Europas zu gewährleisten?...

DWN
Politik
Politik Mecklenburg-Vorpommern: AfD in Umfrage nur zwei Punkte vor SPD
16.09.2026

In wenigen Tagen wählt Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag. Einer neuen Umfrage zufolge könnte sich ein Erfolg für die SPD...

DWN
Finanzen
Finanzen Rüstungsaktien: Europas Aufrüstung macht Anleger reich
16.09.2026

Rüstungsaktien haben Anlegern seit Anfang 2025 enorme Gewinne beschert, manche Titel haben ihren Wert nahezu verdoppelt. Trotzdem setzen...

DWN
Politik
Politik Düstere Botschaft aus Kiew: Putin will Krieg führen, bis er stirbt
16.09.2026

Dmytro Kuleba war bis September 2024 Außenminister der Ukraine. Jetzt warnt er Europa vor Illusionen über Russland. Putin werde Krieg...

DWN
Politik
Politik Milliardendefizit Arbeitsagentur: Kommt ein kürzerer Arbeitslosengeld-Bezug?
16.09.2026

Ältere sollen weniger lang Arbeitslosengeld beziehen dürfen - das fordern Wirtschaftsverbände und bestimmte Parteien. Doch Forscher...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Onboarding neuer Mitarbeiter: Darauf kommt es an
16.09.2026

Die Vorstellungsgespräche sind geschafft, es wurde sich für einen passenden Bewerber entschieden und dieser hat ebenfalls zugesagt. Damit...

DWN
Politik
Politik Ursula von der Leyen: Fünf Pleiten und zwei Erfolge
16.09.2026

Der Europäer glaubt nicht, dass er durch die EU besser leben wird. Dieses politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Problem ist in...