Effizienzsprung durch globale Synergien
Mit der Entwicklung eines neuen Elektro-SUVs in der Kompaktklasse läutet Opel-Chef Florian Huettl eine neue Ära für die Stellantis-Tochter ein. Das für 2028 geplante Modell soll wesentliche Technologie-Bausteine des chinesischen Partners Leapmotor nutzen, darunter die elektrische Architektur und die Batterietechnik. Während die technische Basis aus China stammt, liegt die Verantwortung für das Design sowie die markentypische Abstimmung von Fahrwerk und Interieur weiterhin in Rüsselsheim. Gefertigt wird der Newcomer im spanischen Werk Saragossa, wo Stellantis bereits die Produktion des eng verwandten Leapmotor B10 vorbereitet. Ziel dieser Allianz ist es, die Entwicklungszeit massiv zu verkürzen und im preislich umkämpften C-Segment wettbewerbsfähig zu bleiben.
Aufgaben werden verteilt
"Damit plant Opel einen weiteren wichtigen Schritt bei der Entwicklung hochmoderner und erschwinglicher Elektrofahrzeuge für unsere Kunden", erklärt Huettl. Die Chinesen seien für den Antrieb, die Batterie sowie für die komplette Elektro- und Digitalarchitektur zuständig. In Rüsselsheim sollen sich die Ingenieure neben dem Design um sämtliche Autoteile kümmern, mit denen die Kunden direkt in Kontakt kommen. Hier geht es beispielsweise um die Lenkung, die Sitze und das Licht.
Erst vor wenigen Wochen hatte Stellantis eine weitere Reduzierung der Entwicklungsmannschaft in Rüsselsheim angekündigt. Von derzeit rund 1.650 Ingenieurinnen und Ingenieuren sollen künftig noch 1.000 an der Entwicklung von Opel-Modellen sowie verschiedenen Themenfeldern für den Gesamtkonzern arbeiten. Pläne für eine Batteriezellen-Fabrik am Opel-Standort Kaiserslautern wurden aufgegeben. Bei der Übernahme durch die Peugeot-Mutter PSA im Jahr 2017 waren bei Opel noch rund 7.000 Entwickler beschäftigt. PSA ist dann zusammen mit Fiat-Chrysler im multinationalen Stellantis-Konzern aufgegangen.


