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Stellantis-Aktie im Fokus: Opel forciert Elektro-SUV auf chinesischer Leapmotor-Basis

Strategiewechsel in Rüsselsheim: Das nächste Kompakt-SUV von Opel wird maßgeblich auf Technologie des chinesischen Partners Leapmotor basieren. Opel-Chef Florian Huettl setzt damit auf globale Synergien, um die Kosten der Elektromobilität zu senken und die Markteinführung zu beschleunigen.
08.05.2026 10:45
Lesezeit: 1 min

Effizienzsprung durch globale Synergien

Mit der Entwicklung eines neuen Elektro-SUVs in der Kompaktklasse läutet Opel-Chef Florian Huettl eine neue Ära für die Stellantis-Tochter ein. Das für 2028 geplante Modell soll wesentliche Technologie-Bausteine des chinesischen Partners Leapmotor nutzen, darunter die elektrische Architektur und die Batterietechnik. Während die technische Basis aus China stammt, liegt die Verantwortung für das Design sowie die markentypische Abstimmung von Fahrwerk und Interieur weiterhin in Rüsselsheim. Gefertigt wird der Newcomer im spanischen Werk Saragossa, wo Stellantis bereits die Produktion des eng verwandten Leapmotor B10 vorbereitet. Ziel dieser Allianz ist es, die Entwicklungszeit massiv zu verkürzen und im preislich umkämpften C-Segment wettbewerbsfähig zu bleiben.

Aufgaben werden verteilt

"Damit plant Opel einen weiteren wichtigen Schritt bei der Entwicklung hochmoderner und erschwinglicher Elektrofahrzeuge für unsere Kunden", erklärt Huettl. Die Chinesen seien für den Antrieb, die Batterie sowie für die komplette Elektro- und Digitalarchitektur zuständig. In Rüsselsheim sollen sich die Ingenieure neben dem Design um sämtliche Autoteile kümmern, mit denen die Kunden direkt in Kontakt kommen. Hier geht es beispielsweise um die Lenkung, die Sitze und das Licht.

Erst vor wenigen Wochen hatte Stellantis eine weitere Reduzierung der Entwicklungsmannschaft in Rüsselsheim angekündigt. Von derzeit rund 1.650 Ingenieurinnen und Ingenieuren sollen künftig noch 1.000 an der Entwicklung von Opel-Modellen sowie verschiedenen Themenfeldern für den Gesamtkonzern arbeiten. Pläne für eine Batteriezellen-Fabrik am Opel-Standort Kaiserslautern wurden aufgegeben. Bei der Übernahme durch die Peugeot-Mutter PSA im Jahr 2017 waren bei Opel noch rund 7.000 Entwickler beschäftigt. PSA ist dann zusammen mit Fiat-Chrysler im multinationalen Stellantis-Konzern aufgegangen.

Vorreiter für weitere Modelle?

Der VW -Konkurrent Stellantis hält einen Minderheitsanteil von 21 Prozent an Leapmotor und hat mit dem Start-up eine internationale Vertriebseinheit gegründet. Verantwortlich für die rund 150 Verkaufsstellen auf dem deutschen Markt ist Huettl, der neben Opel auch die deutsche Stellantis-Landesgesellschaft leitet. Mit der China-Kooperation nimmt Opel im Konzern eine Pionier-Rolle ein. Vorteile könnten sich beispielsweise im Einkauf und beim Tempo der Umsetzung ergeben. Konkrete Kooperationspläne für weitere Modelle auch anderer Stellantis-Marken wurden nicht genannt.

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