Märkte trotzen den geopolitischen Spannungen
Technologieaktien trieben die US-Märkte am Montag nach oben, obwohl US-Präsident Donald Trump seine Rhetorik bezüglich eines möglichen Friedens mit dem Iran verschärfte.
Die wichtigsten Indizes der Wall Street verzeichneten leichte Gewinne, während der Preis für das Referenzöl Brent um fast 4 Prozent auf etwas mehr als 104 US-Dollar pro Barrel ansprang.
Gegenüber Reportern im Oval Office bezeichnete Trump die Antwort des Iran auf einen Friedensvorschlag der USA als „reinen Müll“ und fügte hinzu, er habe sie „nicht einmal zu Ende gelesen“.
Tech-Werte und Energiekonzerne als treibende Kraft
Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 führte die US-Gewinnerliste an und stieg um 0,3 Prozent auf 29.320,66 Punkte, während der Dow Jones und der S&P 500 jeweils um 0,2 Prozent zulegten und bei 49.704,47 beziehungsweise 7.412,85 Punkten schlossen.
Die Aktien von Micron Technology, einem US-amerikanischen Halbleiterunternehmen, stiegen am Montag sprunghaft um 6,75 Prozent. Zuvor hatten Berichte darauf hingedeutet, dass ein Engpass bei Speicherchips in Kombination mit einer steigenden Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI) den Gewinn je Aktie des Unternehmens im Laufe des Jahres voraussichtlich um 600 Prozent in die Höhe treiben wird.
Andernorts kletterten die Papiere von Elon Musks Tesla um 3,8 Prozent, während die Aktien des Halbleiterunternehmens Qualcomm um 7 Prozent ansprangen und Intel um 3,6 Prozent zulegte. Nvidia, das weltgrößte Unternehmen, verzeichnete bis zum Handelsschluss ein Plus von 1,85 Prozent.
Auch die Energieriesen Exxon und Chevron verbuchten am Montag Kursgewinne und stiegen um 3,3 Prozent beziehungsweise 1,8 Prozent.
Hingegen führte die Google-Muttergesellschaft Alphabet mit einem Minus von fast 3 Prozent die Verliererliste an der Wall Street an. Dahinter folgten Mark Zuckerbergs Meta und Jeff Bezos' Amazon, deren Aktien um 1,8 Prozent beziehungsweise 1,4 Prozent nachgaben.
Zähe Verhandlungen und der Blick nach China
In der vergangenen Woche hatte der Iran den US-Unterhändlern einen neuen Vorschlag unterbreitet, den Trump am Sonntag in einem Beitrag auf Truth Social als „völlig inakzeptabel“ bezeichnete.
Bis Montagabend lagen die Vorstellungen der USA und des Iran hinsichtlich eines Rahmenabkommens zur Beilegung ihres Konflikts weiterhin weit auseinander, wobei Trump die Antwort der Islamischen Republik auf seinen Friedensplan als nicht umsetzbar bezeichnete.
Teheran forderte die Aufhebung der US-Seeblockade sowie eine Lockerung der Sanktionen, bestand aber gleichzeitig darauf, ein gewisses Maß an Kontrolle über den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu behalten.
In dieser Woche werden die Anleger Trumps Besuch beim chinesischen Staatschef Xi Jinping aufmerksam verfolgen, um zu sehen, ob diese die Situation rund um den Konflikt beeinflussen können.

