Ryanair-Aktie: Airline verzichtet wegen Iran-Krieg auf Gewinnprognose
Europas größter Billigflieger Ryanair (ISIN: IE00BYTBXV33) erwartet wegen des Iran-Kriegs deutlich höhere Kosten im laufenden Geschäftsjahr. Kerosin, Personal sowie die Wartung der Flugzeuge dürften spürbar teurer werden, teilte die irische Fluggesellschaft am Montag mit ihrer Ryanair-Bilanz in Dublin mit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März erzielte Ryanair zwar einen überraschend hohen Milliardengewinn. Eine Prognose für das neue Geschäftsjahr wollte Konzernchef Michael O'Leary dennoch nicht abgeben - obwohl der Konzern seine Treibstoffkosten bereits zu 80 Prozent abgesichert hat. Die Ryanair-Aktie steht damit weiter im Fokus der Anleger.
Unsicherheit belastet den Ryanair-Aktienkurs
Es sei noch viel zu früh, um eine belastbare Gewinnprognose vorzulegen, erklärte O'Leary. Wie das Geschäftsjahr verlaufe, hänge stark von externen Entwicklungen ab, darunter die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine, Risiken für die Kerosinversorgung sowie dauerhaft hohe Treibstoffpreise für den nicht abgesicherten Bedarf. O'Leary hofft, mit den nächsten Quartalszahlen im Juli eine präzisere Einschätzung liefern zu können. Für Anleger bleiben damit sowohl die Ryanair-Zahlen als auch die Entwicklung der Ryanair-Aktie entscheidend.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März erhöhte Ryanair den Umsatz dank steigender Passagierzahlen und höherer Ticketpreise um elf Prozent auf 15,5 Milliarden Euro. Der Überschuss legte sogar um gut ein Drittel auf fast 2,2 Milliarden Euro zu. Rechnet man eine verbuchte Strafzahlung in Italien heraus, lag der Gewinn von 2,26 Milliarden weiterhin über den Erwartungen der Analysten. Ryanair wehrt sich weiterhin gegen die von Italiens Wettbewerbsbehörde verhängte Geldstrafe und hat bislang nur ein Drittel der geforderten Summe als Sondereffekt verbucht. Die Ryanair-Aktie dürfte daher auch in den kommenden Wochen genau beobachtet werden.

