Politik

Weichenstellung für Reformen: Geheimgipfel im Kanzleramt gestartet

Im Kanzleramt haben Spitzen von Regierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften erste Gespräche über die geplanten Reformen aufgenommen. Laut Regierungssprecher Stefan Kornelius herrschte eine konstruktive Stimmung. Das Treffen dient als Vorlauf für den großen Gipfel am 10. Juni.
29.05.2026 13:47
Lesezeit: 1 min

Strengste Vertraulichkeit über Verhandlungsinhalte vereinbart

Im Bundeskanzleramt haben Vertreter von Regierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften Gespräche über die von der Koalition geplanten Reformen aufgenommen. Regierungssprecher Stefan Kornelius sprach vor Journalisten in Berlin von einer äußerst konstruktiven Haltung aller Teilnehmer. Für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) nahm dessen Chefin Yasmin Fahimi teil, wie der DGB bestätigte.

Es handelte sich demnach um ein Vorgespräch für den am 10. Juni geplanten Reform-Gipfel mit Spitzenvertretern aller Seiten. Weitere Details auch zu dem Treffen in knapp zwei Wochen nannte Kornelius nicht. Es sei Vertraulichkeit vereinbart worden, damit sich die Gespräche in Ruhe entfalten könnten. "Aber Sie können sicher sein, dass der gesamte Rahmen der Reformvorhaben der Bundesregierung Gegenstand auch der Unterhaltung sein wird."

Wachstum und Beschäftigung im Mittelpunkt

In der Einladung zu dem Spitzengespräch an Gewerkschaften und Wirtschaft, die der Deutschen Presse-Agentur in Auszügen vorliegt, heißt es, die Themen Wachstum und Beschäftigung sollten bei dem Treffen im Fokus stehen. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland sei nicht zufriedenstellend, äußere wie innere Faktoren belasteten Wettbewerbsfähigkeit und Wachstumsaussichten. Es bedürfe mutiger und entschlossener Reformen.

Nach dem Treffen am 10. Juni ist für den 30. Juni die nächste Sitzung des Koalitionsausschusses geplant, bei der nach Unionsangaben das geplante Reformpaket geschnürt werden soll. Es soll die Themen Einkommensteuer, Arbeitsmarkt, Rente und Bürokratieabbau umfassen.

Der Koalitionsausschuss, das wichtigste Entscheidungsgremium des Regierungsbündnisses von Union und SPD neben dem Kabinett, hatte beschlossen, sich bis zur parlamentarischen Sommerpause, die am 10. Juli beginnt, auf ein großes Paket zu verständigen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kokain am Arbeitsplatz: Wenn ausgerechnet die besten Mitarbeiter abhängig werden
24.10.2026

Kokain ist längst keine Droge mehr, die nur auf Partys konsumiert wird. Immer häufiger erreicht der Konsum auch den Arbeitsalltag....

DWN
Finanzen
Finanzen Aktien kaufen: Diese Branchen könnten den KI-Hype schlagen
24.10.2026

Die Börsen brechen Rekorde, doch der Höhenflug steht auf wackligen Beinen. Wenige Technologiekonzerne treiben die Kurse, während...

DWN
Politik
Politik China macht seine Grenzen dicht: Ein neuer Eiserner Vorhang
24.10.2026

China macht seine Grenzen dicht, und längst trifft es nicht mehr nur politisch unbequeme Bürger. Lehrer, Ärzte und KI-Ingenieure dürfen...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: KI-Aktien im Fokus, während die Wall Street im Minus bleibt
23.10.2026

Spannung an den Finanzmärkten: Warum Technologiewerte und Rohstoffe die Anleger derzeit in Atem halten.

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Erfolgreich mit Bio-Erdnüssen: Zwei Bauern sparen mit KI 90 Prozent der Arbeitskosten
23.10.2026

Trockenheit wird für Europas Landwirtschaft zum immer größeren Problem. Zwei Brüder aus Österreich reagieren darauf mit einer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Firma gründen in 24 Stunden: Was jetzt wirklich möglich ist – und was nicht
23.10.2026

Ein eigenes Unternehmen an nur einem Tag gründen: Das neue Bundesportal G24 soll dem behördlichen Zickzackkurs ein Ende setzen. Seit Ende...

DWN
Finanzen
Finanzen Größter Verkauf russischen Goldes seit der Finanzkrise 1998: Weitere Tonnen verschwinden aus den Tresoren
23.10.2026

Die neuesten Daten der russischen Zentralbank zeigen, dass die Verkäufe aus den Goldreserven seit Jahresbeginn bereits 62 Tonnen erreicht...

DWN
Finanzen
Finanzen Warum Frankreich weniger Schulden hat als die USA, dafür aber härter bestraft wird
23.10.2026

Die neuesten Eurostat-Daten für das zweite Quartal zeigen, dass die französische Staatsverschuldung im Verhältnis zur...