Wall Street unter Druck durch Inflationsdaten
Die US-Aktienmärkte haben den Handel am Mittwoch im Minus beendet, da die Anleiherenditen stiegen. Auslöser war der Inflationsbericht für September, der die Sorgen vor weiteren Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Federal Reserve schürte.
Der Verbraucherpreisindex stieg im September im Jahresvergleich um 3,7 Prozent – und lag damit über dem von der Federal Reserve geschätzten Anstieg von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Nasdaq und der S&P 500 verzeichneten jeweils ihren schwächsten Handelstag seit Juli.
Der technologielastige Nasdaq brach um 1,88 Prozent ein und schloss bei 26.692,87 Punkten, da die Papiere US-amerikanischer Chiphersteller am Mittwoch weiter nachgaben.
Der breit gefasste S&P 500 fiel um 1,11 Prozent auf 7.718,94 Punkte, während der Dow Jones Industrial Average bis zur Schlussglocke leicht um 0,09 Prozent auf 51.621,48 Punkte nachgab.
Der Preis für Rohöl der Sorte Brent lag zuletzt bei rund 106 US-Dollar pro Barrel und gab nach anfänglichen Tagesgewinnen wieder etwas nach, da Anleger weiterhin verbesserte Exportströme gegen die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten abwägen.
Die Anleiherenditen tendierten am Mittwoch nach unten: Die Rendite der maßgeblichen 10-jährigen US-Staatsanleihe sank um 0,44 Prozent auf 5,192 Prozent.
Die Rendite der 30-jährigen Anleihe fiel um 0,36 Prozent und notierte kurz nach der Schlussglocke bei 5,198 Prozent.
Schwäche im Tech-Sektor belastet Einzelwerte
Die Aktien von Dell sackten um 11,27 Prozent auf einen Schlusskurs von 507,93 US-Dollar ab, begleitet von wachsenden Sorgen hinsichtlich der Ausgaben von Unternehmen für KI-Infrastruktur.
Papiere von Micron gaben um 4,08 Prozent auf 914,13 US-Dollar nach, während die SanDisk Corporation 5,33 Prozent auf 1.403,34 US-Dollar einbüßte.
Turbulenzen bei Finanzwerten und ein großer Gewinner
Außerhalb des Tech-Sektors verloren die Aktien der Bank of America 4,76 Prozent auf 51,39 US-Dollar, nachdem der Bankenriese seine Ergebnisse für das dritte Quartal vorgelegt hatte.
Das Ergebnis der Bank wurde zudem durch US-Bundesstrafen in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar belastet, die wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Anti-Geldwäsche- und Sanktionsgesetze verhängt wurden.
Einen positiven Impuls an den Indizes setzte Bending Spoons: Die Aktien des Softwareunternehmens schossen um 41,20 Prozent auf 53,46 US-Dollar nach oben. Vorausgegangen war die Ankündigung der Gesellschaft, dass Berkshire Hathaway seine Beteiligung auf 4 Prozent aufgestockt hat.

