Politik

Türkei: Frauen formieren sich zum Protest gegen Erdoğan

Lesezeit: 1 min
01.06.2014 02:11
Türkische Demonstranten orientieren sich dieses Jahr vermehrt an einer chilenischen Form des Protests. Frauen gehen mit Töpfen und Pfannen auf die Straßen, um ihre Unzufriedenheit mit der Erdoğan-Regierung zu zeigen. Doch die Protestform richtet sich vor allem an Hausfrauen.
Türkei: Frauen formieren sich zum Protest gegen Erdoğan

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Aktivisten der Taksim-Plattform haben die Bevölkerung zu einem Protest mit Töpfen und Pfannen aufgerufen. Auch im vergangenen Jahr fanden derartige Protestbekundungen statt.

Diese Form des Protests ist keine türkische Erfindung. Sie stammt ursprünglich aus Chile und heißt „Cacerolaz​o“. Sie eignet sich für Demonstranten, die nicht für eine Mobilisierung auf den Straßen zu haben sind. Dazu gehören vor allem Hausfrauen.

Doch das „Cacerolaz​o“ eignet sich auch für Straßen-Proteste. So fand am Donnerstag in der Stadt Mersin ein Topf-Protest der Frauen statt, berichtet die türkische Nachrichtenagentur Doğan (DHA). Die Kundgebung wurde auf den Straßen der südtürkischen Stadt abgehalten.

Das „Cacerolaz​o“ kam weltweit erstmals im Jahr 1971 zum Einsatz. Damals protestierten Frauen der Mittelschicht Chiles gegen die Regierung Salvador Allendes.

Anfang Mai hatte Premierminister Erdoğan Nichtregierungs-Organisationen aus den USA und der EU für die Gezi Park-Proteste verantwortlich gemacht.

In einem Interview mit dem US-Journalisen Charlie Rose sagte er, dass dieselben Organisationen auch die Tumulte auf dem Maidan in Kiew provoziert hätten. Doch die Obama-Regierung beschuldigte er nicht.


Mehr zum Thema:  

Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Halbzeit Urlaub bei ROBINSON

Wie wäre es mit einem grandiosen Urlaub im Juni? Zur Halbzeit des Jahres einfach mal durchatmen und an einem Ort sein, wo dich ein...

DWN
Politik
Politik Parteiensympathie unterscheidet sich zwischen Stadt und Land
22.04.2024

Wie unterschiedlich ticken die Menschen politisch auf dem platten Land und in der Großstadt? Eine Analyse der Konrad-Adenauer-Stiftung...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VW befindet sich im „Preiskrieg" und will um Marktanteile in China kämpfen
22.04.2024

Lange war Volkswagen der Platzhirsch unter den Automobilherstellern in China. Doch nun tobt ein brutaler Wettbewerb um den Markt für...

DWN
Politik
Politik Wahlen zum EU-Parlament: Deutsche Spitzenkandidaten für Europa
22.04.2024

Als Zugpferde für den Europawahlkampf setzen in diesem Jahr viele Parteien auf altbekannte politische Gesichter. Es gibt aber auch...

DWN
Politik
Politik Habeck will bei Ukraine-Unterstützung weiter vorangehen
22.04.2024

Nach dem grünem Licht aus den USA zur Ukraine-Hilfe hat nun auch Robert Habeck (Grüne) appelliert, dass Deutschland in seiner...

DWN
Politik
Politik Kiew hofft auf baldige Lieferung von Militärhilfe 
22.04.2024

Nach der Zusage im US-Repräsentantenhaus, endlich das lange umstrittene Hilfspaket für die Ukraine freizugeben, wächst die Zuversicht in...

DWN
Politik
Politik FDP verlangt Wirtschaftswende: SPD über Vorstoß Lindners empört
22.04.2024

FDP-Chef Christian Lindner hat am Wochenende ein Papier seiner Partei mit Forderungen zur Verbesserung der Wirtschaftslage vorgelegt. In...

DWN
Technologie
Technologie Traditionelle Hannover Messe beginnt mit Kanzlerrundgang
22.04.2024

In Hannover hat wieder einmal die traditionelles Messe für Maschinenbau und Elektrotechnik begonnen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPd)...

DWN
Politik
Politik Weltweite Militärausgaben durch Ukraine-Krieg auf Höchststand
22.04.2024

Immer mehr Geld wird für das Militär ausgegeben und das weltweit - Forscher sehen dafür erkennbare Gründe.