Finanzen

Deutschland: Zinsen für kurzfristige Anleihen weiter negativ

Lesezeit: 1 min
10.09.2012 13:26
Trotz der angekündigten EZB-Intervention zahlen Investoren noch immer dafür, dass sie ihr Geld in deutsche Staatsanleihen anlegen können. Die Wirkung der Intervention wird nicht überbewertet. Die Nachfrage war gut, wenngleich die Rendite für die Papiere leicht angezogen hat.
Deutschland: Zinsen für kurzfristige Anleihen weiter negativ

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Aktuell: ESM gerät immer stärker ins Visier

Die Entscheidung des EZB-Rates, unbegrenzt Anleihen am Sekundärmarkt kaufen zu wollen, hat die Zinssätze für italienische und spanische Papiere zunächst einmal gesenkt. Doch der Draghi-Effekt wird schnell wieder verpuffen. Die Investoren haben in Folge der Krise gelernt, dass die bisherigen Maßnahmen meist nicht zu einer wirklichen Lösung des Problems beigetragen haben – im Gegensatz, selbst Deutschland gerät aufgrund seines großen Engagements zunehmend ins Visier der Ratingagenturen. Ganz abgesehen davon, dass die EZB nicht wie in Aussicht gestellt, auf ihren bevorzugten Gläubiger-Statur verzichten kann, ohne die Verträge zu brechen (hier).

Aus diesem Grund finden besonders kurzfristige, deutschen Anleihen trotz negativer Rendite weiter Abnehmer. Die Nachfrage nach den heute emittierten sechsmonatigen Anleihen war zufriedenstellend, die Auktion war 1,5-fach überzeichnet. Kurzfristige, deutsche Anleihen sind auch mit Blick auf Deutschlands großem Engagement in der Schuldenkrise eine als sicher empfundene Anlage, dafür zahlen die Investoren auch, um ihr Geld anzulegen. Die Zinssätze für die Anleihen liegen noch immer im Negativbereich. Allerdings sind sie gegenüber der letzten Auktion dieser Art von Minus 0.05 auf Minus 0,0147 gestiegen.

Weitere Themen

Die Eurozone ist politisch, finanziell und rechtlich ein Tohuwabohu

Frankreich vor Rezession: Wirtschaft schrumpft im dritten Quartal

Rückversicherer rechnen mit Zerfall des Euros


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Ausblick zwischen Zinsoptimismus und Berichtssaison
12.07.2024

Zum Ende der Woche hat der DAX noch einmal kräftig zugelegt. Wird dieser Trend in der kommenden Woche anhalten? Ein DAX-Ausblick!

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Der Chefredakteur kommentiert: Die stille Eroberung - Chinas Werbeoffensive bei der Fußball-EM 2024
12.07.2024

Liebe Leserinnen und Leser, jede Woche gibt es ein Thema, das uns in der DWN-Redaktion besonders beschäftigt und das wir oft auch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Rheinmetall-Chef Papperger im Visier: Russische Mordpläne lösen Empörung aus
12.07.2024

Der CNN-Bericht über angebliche russische Mordpläne gegen Rheinmetall-Chef Armin Papperger hat in Deutschland für große Empörung...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldschock: Gefälschte Belege und Sammelverwahrung – Anlegern droht Totalverlust!
12.07.2024

Gefälschte Goldbestände: Wie Sie als Anleger jetzt handeln müssen! Erfahren Sie, warum die Swiss Gold Treuhand AG Anleger in den Ruin...

DWN
Technologie
Technologie EU-Untersuchung: Hohe Geldstrafe für Musks X möglich
12.07.2024

Die EU-Kommission nimmt erneut ein großes US-Unternehmen ins Visier. Die Plattform X verstößt in mehreren Bereichen gegen EU-Recht, so...

DWN
Technologie
Technologie Bahn bei Fußball-EM überfordert: Wissing fordert Verbesserungen
12.07.2024

Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) kritisiert die Deutsche Bahn scharf für ihre Leistung während der Fußball-Europameisterschaft....

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Firmeninsolvenzen in Deutschland: Anstieg verlangsamt sich
12.07.2024

Die Pleitewelle unter deutschen Firmen ist nicht vorüber, aber sie wächst nicht mehr so rasant: Nach zwölf Monaten mit zweistelligen...

DWN
Politik
Politik Putin oder Selenskyj? Biden-Patzer auf der internationalen Bühne
12.07.2024

Jede Aussage, jedes Wort, jede Bewegung, jede Zuckung des US-Präsidenten wird derzeit akribisch analysiert. Bei einer wichtigen...