Finanzen

Schulden-Angst: Amerikaner trauen der Kreditkarte nicht mehr

Lesezeit: 1 min
12.09.2012 02:10
Die Verbraucherkredite sind in den USA im Juli das erste Mal seit fast einem Jahr gesunken. Besonders die Kredite aus der Kreditkartennutzung sind deutlich zurückgegangen. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation in den USA und der Unsicherheit bezüglich der Entwicklung der Schuldenkrise wollen sich die US-Bürger nicht weiter verschulden.
Schulden-Angst: Amerikaner trauen der Kreditkarte nicht mehr

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die hohe Arbeitslosigkeit, die gesunkenen Neuanstellungen (mehr hier) und die sich noch immer in einer Talfahrt befindliche amerikanische Wirtschaft haben bei den US-Bürgern zu mehr Vorsicht geführt. Im Juli sind die Verbraucherkredite erstmals seit 11 Monaten wieder zurückgegangen, dies teilte die Fed am Dienstag mit. Gegenüber dem Vormonat sind sie um 3,28 Milliarden Dollar gesunken, Ökonomen hatten indes mit einem Anstieg von 9,2 Milliarden Dollar gerechnet. Besonders bei den Kreditkarten ging die Kreditaufnahme um 6,5 Milliarden auf 11,8 Milliarden Dollar zurück.

„Die Haushalte sind definitiv noch im Schuldenabbau-Modus“, sagte Ryan Wang von HSBC Securities Bloomberg. Die amerikanischen Firmen fahren ihre Produktion zurück, die Arbeitslosigkeit liegt bei über 8 Prozent, die Neueinstellungen fallen zunehmend geringer aus und der durchschnittliche Stundenlohn verzeichnete gegenüber dem Vorjahr den geringsten Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2007. Paul Thomson von Martinsville, einem in Virginia ansässigen Unternehmen, siegt es ähnlich. „Wir glauben, dass dies aufgrund der Unsicherheit über die anstehenden Wahlen, die auslaufenden Steuervergünstigungen und die ungelöste Schuldenkrise“ eingetreten ist.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Völkerrechtler: Der Great Reset ist ein großer Schwindel - das Weltwirtschaftsforum gehört aufgelöst

Lesen Sie heute den zweiten Teil des Interviews, das DWN-Autor Ralf Paulsen mit Alfred de Zayas, dem ehemaligen Sekretär der...

DWN
Deutschland
Deutschland Kubicki deckt auf: Grundrechte der Deutschen wurden jahrelang auf Basis von Behauptungen beschnitten

Die Deutschen wurden in den vergangenen zwei Jahren offenbar auf Basis bloßer Behauptungen von RKI und Gesundheitsministerium gegängelt....

DWN
Politik
Politik Putins Tauschbörse: Getreideexporte aus der Ukraine gegen Aufhebung der Sanktionen

Russlands Präsident Wladimir Putin telefoniert mit dem italienischen Regierungschef Mario Draghi.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Politik
Politik Ukraine: Deutschland soll sich selbst das Gas abdrehen

Der ukrainische Netzbetreiber fordert von Deutschland, sich selbst schweren Schaden zuzufügen.

DWN
Politik
Politik Nach russisch-chinesischem Manöver: Japan und USA setzen auf Abschreckung

Der Konflikt im Indopazifik schaukelt sich zunehmend hoch.

DWN
Politik
Politik China wirft NATO und USA Einmischung, Übertreibung und Doppelmoral vor

Die USA versuche, so der chinesische Außenamtssprecher Wang Wenbin, "Chinas Entwicklung einzudämmen und zu unterdrücken und die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Chinesische Frachten zu teuer: Turbulenzen auf hoher See

Nicht nur gebrochene Lieferketten, sondern auch die globalen Frachtpreise bereiten deutschen Unternehmen Kopfzerbrechen.