Finnland kündigt Abschiebung von 20.000 Asyl-Bewerbern an

Nach Schweden hat auch Finnland die Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern beschlossen. Interessant: Offenbar sind zwei Drittel der nach Finnland einreisten Personen keine Flüchtlinge gewesen. In Deutschland bleiben die Grenzen weiter offen.

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Die Chefs der finnischen Regierungsparteien Alexander Stubb (Konservative), Timo Soini (Wahre Finnen) und Premier Juha Sipilä (Liberale, mit dem Blick auf die Uhr. (Foto: and the National Coalition Party after preliminary government negotiations on 07 May. Formal talks on the government platform were set to begin on 08 May. EPA/MAURI RATILAINEN)

Die Chefs der finnischen Regierungsparteien Alexander Stubb (Konservative), Timo Soini (Wahre Finnen) und Premier Juha Sipilä (Liberale, mit dem Blick auf die Uhr. (Foto: and the National Coalition Party after preliminary government negotiations on 07 May. Formal talks on the government platform were set to begin on 08 May. EPA/MAURI RATILAINEN)

Nach Schweden hat am Donnerstag auch Finnland eine Abschiebung abgelehnter Asylbewerber im großen Stil angekündigt. Wie das Innenministerium in der Hauptstadt Helsinki auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, wird es sich voraussichtlich um etwa 20.000 Menschen handeln.

Damit seien rund zwei Drittel der im vergangenen Jahr gestellten 32.000 Asylanträge betroffen, berichtet die AFP. Diese Größenordnung deckt sich mit den Angaben der EU: EU-Kommissar Timmermans hatte am Mittwoch angegeben, dass etwa 60 Prozent aller im Zuge der Flüchtlingskrise eingereisten Personen keine Anspruch auf Asyl in der EU hätten.

Schweden hatte zuvor angekündigt, von 163.000 im vergangenen Jahr eingereisten Asylbewerbern bis zu 80.000 abzuschieben. Das Land hatte im November wieder Grenzkontrollen eingeführt, seit Januar müssen auch alle Zug- und Busunternehmen die Identitäten der Passagiere feststellen, die von Dänemark nach Schweden fahren. Darauf reagierte Dänemark mit Kontrollen an der Grenze zu Deutschland.

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