Syrien: Al-Nusra-Front will ganz Aleppo erobern

Der syrischer Ableger der Terror-Gruppe Al-Qaida, Al-Nusra-Front, und weitere Söldner-Truppen wollen Aleppo komplett erobern. „Wir geben den Start einer neuen Phase für die Befreiung von Aleppo bekannt“, so ein Söldner-Sprecher.

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Die militärische Situation in Aleppo. Nun wil die al-Nusra-Front die ganze Region einnehmen. (Screenshot)

Die militärische Situation in Aleppo. (Screenshot)

Die islamistischen Söldner von Dschaisch al-Fatah haben am Sonntag angekündigt, die reguläre syrische Armee aus Aleppo zu vertreiben, um die ganze Stadt zu erobern. Diese Stellungnahme von Dschaisch al-Fatah kommt zwei Tage, nachdem sich die Söldner aus einer dreiwöchigen Einkesselung durch die syrische Armee befreit hatten. Die Söldner haben nun die Möglichkeit, ihre Verbände aufzustocken und eine Offensive gegen die syrische Armee durchzuführen, berichtet Al-Masdar News. An der geplanten Offensive der Söldner wird die auch der syrische Ableger Al-Nusra-Front, der sich mittlerweile Fatah al-Scham nennt, teilnehmen. „Wir geben den Start einer neuen Phase für die Befreiung von Aleppo bekannt“, zitiert Al Jazeera einen Sprecher der islamistischen Söldner.

Zuvor hatten sie die Versorgungslinie nach West-Aleppo gekappt, was dazu führte, dass die dortigen 1,5 Millionen Einwohnern mittlerweile komplett ohne Nahrung und Medizin sind.

Der Vorstoß der Söldner in Aleppo kam überraschend. Unklar bleibt, woher die Söldner die neuen Waffenlieferungen und die personelle Aufstockung im Syrien-Konflikt erhalten haben. Die Regierung und Damaskus hatte bisher die Türkei bezichtigt, die Söldner zu unterstützen. Doch die Regierung in Ankara hatte bereits im Juli den Grenzübergang Bab al-Hawa geschlossen und sich dabei mit Russland abgestimmt. Die Freie Syrische Armee (FSA) gab sich sogar geschlagen. Es bleiben nur noch drei Alternativen, die als Rückzugsgebiete und Versorgungsgebiete oder Transitländer für die Söldner dienen: Irak, Jordanien, Israel und Libanon.

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