Finanzen

Nobelpreis für Wirtschaft geht wieder an zwei Amerikaner

Lesezeit: 1 min
15.10.2012 13:40
In diesem Jahr geht der Nobelpreis für Wirtschaft an die beiden US-Ökonomen Alvin Roth and Lloyd Shapley. Die Auszeichnung erhielten sie für ihre Forschung zur Verteilung zwischen Menschen und Märkten, so das Komitee.
Nobelpreis für Wirtschaft geht wieder an zwei Amerikaner

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Aktuell: Merkel: In Griechenland wird es keine unkontrollierbaren Entwicklungen geben

Wie die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm mitteilte, geht der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaft an die beiden Amerikaner Alvin Roth and Lloyd Shapley. Sie wurden für ihre Forschung zur Verteilung zwischen Menschen und Märkten - stabile Allokationen – ausgezeichnet. Alvin Roth and Lloyd Shapley hätten bahnbrechende Erkenntnisse dafür entwickelt, „verschiedene wirtschaftliche Akteure zueinander zu bringen“, hieß es in Stockholm.

In ihrer Forschung analysieren Alvin E. Roth und Lloyd S. Shapley, wie verschiedene Akteure am besten zusammengebracht werden können, um ein gesamtgesellschaftlich sinnvolles Ergebnis zu erzielen. Während Shapley ein Modell entwickelt hat, mit dem verschiedene Individuen die Vor- und Nachtteile einer einfachen Entscheidung errechnen können, arbeitet Roth beispielsweise an Spenderprogrammen für Nieren.

Seit 1969 wird der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften verliehen und ist mit etwa 930.000 Euro dotiert. Aufgrund der Finanzkrise wurde das Preisgeld in diesem Jahr um 20 Prozent gesenkt. Bereits im vergangenen Jahr sind US-Amerikaner mit dem Nobelpreis für Wirtschaft ausgezeichnet worden. Die US-Ökonomen Christopher Sims und Thomas Sargent hatten eine Methode entwickelt, die half, herauszufinden, wie der Staat die Gesamtwirtschaft mit der Konjunkturpolitik beeinflussen kann. Bisher wurde der Preis überwiegend Wissenschaftlern amerikanischer Institute verliehen.

Als einziger Nobelpreis geht der Wirtschaftsnobelpreis nicht auf das Testament Alfred Nobels zurück – es gibt sogar Dokumente, die belegen, dass dieser einen solchen Preis ausdrücklich nicht vergeben wollte. Deswegen heißt der Wirstchaftsnobelpreis eigentlich „Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel".

Weitere Themen

Troika: „Wir haben Fehler gemacht“

Ohrfeige für Sparkurs: Litauen straft Regierung ab

Deutschlands Renten: Weltweit nur drittklassig

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen CDU-Wirtschaftsrat schlägt Alarm: Riskante Inflation wird kleingeredet und Realitätsverweigerung betrieben

Der Wirtschaftsrat der CDU warnt vor den Risiken einer dauerhaft hohen Inflation in Deutschland. Diese würden derzeit massiv kleingeredet.

DWN
Finanzen
Finanzen Gold und Silber: Einführung des Bimetall-Standards würde Fiatgeld-System vernichten

Das aktuelle Fiat-Geldsystem wird früher oder später abgeschafft. Das neue Währungssystem könnte auf dem Bimetall-Standard aus Gold und...

DWN
Deutschland
Deutschland Schwache Nachfrage: Bundesländer geben hunderttausende Impfdosen an den Bund zurück

Zu Beginn der Corona-Impfkampagne war Impfstoff knappes Gut. Nun müssen mehrere Bundesländer hunderttausende Dosen zurückgeben.

DWN
Finanzen
Finanzen Rente im Wahlkampf: Das wollen die Parteien

Die Parteien sehen in der Rentenpolitik großen Handlungsbedarf – und beantworten die Herausforderungen in ihren Wahlprogrammen teils...

DWN
Politik
Politik Toter Corona-Demoteilnehmer war Gründungsmitglied der Partei „Die Basis“

Der Mann, der im Verlauf der Corona-Demos in Berlin nach seiner Festnahme verstorben ist, war Gründungsmitglied der Partei „Die Basis“.

DWN
Technologie
Technologie Südafrika stellt viertgrößtes Kohlekraftwerk der Welt fertig

Südafrika setzt auf Kohle. Nun wurde der Bau eines riesigen Kraftwerks fertiggestellt.

DWN
Deutschland
Deutschland Klima-Sondersteuern bescheren dem Staat einen Geldregen

Die auf das Naturgas CO2 erhobenen Sondersteuern bescheren dem deutschen Staat drastisch steigende Einnahmen. Für Kunden von Waren und...

DWN
Politik
Politik Symbolpolitik auf den Weltmeeren: Fregatte „Bayern“ beginnt Reise in den Indischen und Pazifischen Ozean

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Fregatte in Wilhelmshaven verabschiedet. Zweck der Mission ist die...