Finanzen

Weltbank sieht Verbesserungen in Griechenland

Lesezeit: 1 min
24.10.2012 00:10
Griechenland gehört zu den zehn Volkswirtschaften, die sich im letzten Jahr am meisten für Unternehmensgründungen eingesetzt haben. Das Land hat sich von Platz 100 auf 78 verbessert. Der Bericht der Weltbank macht die neuen Reformen für diesen Sprung verantwortlich. Die Inlandsinvestitionen bleiben jedoch weiterhin schwach.
Weltbank sieht Verbesserungen in Griechenland

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Aktuell: Nobelpreisträger protestieren: EU will Budget für Forschung kürzen

Griechenlands Wirtschaft kann einen kleinen Erfolg verbuchen – zumindest statistisch: Einem Bericht der Weltbank zufolge haben sich die Voraussetzungen für Neugründungen in Griechenland im letzten Jahr verbessert (mehr hier).  Griechenland steigt im Ranking der Weltbank von Platz 100 auf Platz 78 in diesem Jahr. Die Umsetzung einiger Arbeitsmarktreformen habe die Rahmenbedingungen für Neugründungen verbessert.

Griechenland habe sich in drei Kategorien verbessert: Die Zeitspanne für Baugenehmigungen wurde verkürzt, es gibt mehr Transparenz und Schutz für Investitionen und die Auflösung insolventer Firmen wurde vereinfacht. Diese Vorteile sind jedoch zunächst nur auf dem Papier etwas wert. Die Investitionen für Neugründungen in Griechenland halten sich in Grenzen. Die Rückführung der Staatsschuldung durch Privatisierungen kommt nur schleppend voran (mehr hier).

Ohne die Auszahlung der nächsten Hilfstranche ist das Land in drei Wochen dem Staatsbankrott ausgesetzt (hier). Unter diesen Umständen sind die Voraussetzungen für Investitionen und Neugründungen in Griechenland unverändert schlecht. Die Spekulationen gegen eine schnelle Genese der griechischen Staatsfinanzen auf den Finanzmärkten gehen unverändert weiter (hier).

Der Bericht der Weltbank lobt auch andere von der Schuldenkrise geplagte Länder: Italien, Portugal und Spanien haben alle Ihre Hürden für Unternehmensgründungen abgebaut. Die Wirkungskraft positiver Mittelungen, die Finanzmärkte freundlich zu stimmen und die Zinslast der Krisenländer zu senken, dürfte der Bericht der Weltbank jedoch verfehlt haben. Die Rating-Agentur Moody’s hat zu Spanien eine ganz andere Meinung: Die Kreditwürdigkeit von fünf weiteren autonomen Regierungen wurde heute herabgestuft (hier). Dies dürfte Investoren nicht gerade überzeugen, in einer dieser Regionen ein Geschäft zu eröffnen

Polen hat von allen Ländern den größten Sprung gemacht und seine Wettbewerbsfähigkeit durch Reformen im Eigentumsrecht und Steuerrecht gesteigert, wird aber sein Defizitziel für 2012 verfehlen (hier). Osteuropa ist neben Zentralasien die Region mit den meisten wettbewerbsfördernden Reformen.

Weitere Themen:

ESM: Irischer Abgeordneter klagt vor EuGH

Ernüchterung im Markt: Zinsen für Spanien-Bonds steigen wieder

Jürgen Stark: EZB macht sich zum Gefangenen der Politik

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Deutschland
Deutschland Mediziner warnen vor Corona-Alarmismus - "unverantwortlich"

Während manche Ärzte vor möglichen Versorgungsengpässen warnen, kritisieren andere Ärzte, der Corona-Alarmismus sei nicht durch die...

DWN
Finanzen
Finanzen China und Indien forcieren Gold-Importe

Die chinesische Zentralbank hat die Höchstgrenzen für Gold-Importe für April und Mai deutlich angehoben.

DWN
Politik
Politik Paukenschlag durch Lafontaine: Die Grünen sind US-gesteuert und Baerbock befürwortet Einkreisung Russlands

Der Linkspolitiker Oskar Lafontaine kritisiert Annalena Baerbock scharf. Sie sei als Kanzlerkandidatin eine „führende Vertreterin der...

DWN
Politik
Politik Super League und „Great Reset“: Ein Schlag gegen den Mittelstand im europäischen Fußball

Die Gründung einer Super League im europäischen Fußball harmoniert mit der „Great Reset“-Initiative. Die Reichen und Mächtigen...

DWN
Finanzen
Finanzen Mario Draghi will einen EU-Austritt Italiens mit allen Mitteln verhindern

Italiens Technokraten-Premier Mario Draghi hat einen schweren Stand. In Italien werfen ihm die „Italexit“-Befürworter vor, er sei in...

DWN
Deutschland
Deutschland Reiner Fuellmich: Streitwert von Corona-Sammelklagen könnte in die Billionen gehen

Der Rechtsanwalt Reiner Fuellmich geht mit Hilfe internationaler Kollegen rechtlich gegen die Corona-Maßnahmen vor und hat angekündigt,...

DWN
Finanzen
Finanzen So profitieren Sie von Bitcoin, ohne die Kryptowährung kaufen zu müssen

Bitcoin hat seit Beginn des Jahres eine beispiellose Ralley hingelegt. Doch die Kryptowährung ist extrem schwankungsanfällig und manchem...

DWN
Politik
Politik Mehr als 500.000 Ost-Ukrainer erhalten russische Staatsbürgerschaft

In der Ost-Ukraine wurden mehr als 500.000 Einwohner durch Russland eingebürgert. Zuvor hatten die örtlichen Behörden der...