Politik

Österreichs Polizei droht mit Streik: „Stimmung am Siedepunkt“

Lesezeit: 1 min
28.10.2015 16:32
Die Stimmung bei der österreichischen Polizei ist wegen der Überbelastung durch die Flüchtlings-Krise „am Siedepunkt“ angekommen. Die Polizeigewerkschaft fordert von der Regierung mehr Geld, Personal und psychologische Betreuung. Es herrsche große Anspannung bei den Polizeibeamten, schreibt die Gewerkschaft an die Regierung.
Österreichs Polizei droht mit Streik: „Stimmung am Siedepunkt“

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Die österreichische Polizeigewerkschaft, die etwa 30.000 Polizeibeamte vertritt, kritisiert, dass die Regierung in Wien zu wenige Maßnahmen unternehme, um die Flüchtlings-Krise zu bewältigen. Die Leidtragenden seien die Polizeibeamten. Die Stimmung bei den Polizisten sei inzwischen „am Siedepunkt“, berichtet die Wiener Zeitung Die Presse unter dem Titel „Aufstand bei Polizei steht bevor“. Deshalb wurde ein Papier ausgearbeitet, das die Forderungen an die Regierung klar benennt. Bereits am vergangenen Wochenende haben der Presse zufolge bereits mehrere Beamte den Dienst verweigert, weil es bereits der vierte Wochenend-Dienst hintereinander gewesen wäre. Die Beamten behalten sich „weitrechende gewerkschaftliche Maßnahmen“ vor – schließen also auch einen Streik nicht aus.

Das Papier soll bei einer Sitzung am 5. November präsentiert werden. Die Polizisten verlangen 1.000 zusätzliche Stellen bis 2018. Das vorhandene Personal könne die Last der Überstunden nicht mehr tragen. Nach dem 30. Krankenstandstag haben Polizisten in Österreich keinen Anspruch mehr auf pauschale Zulagen. Diese finanziellen Nachteile seien aus der Welt zu schaffen. Zudem fordern die Beamten mehr psychologische Betreuungsmöglichkeiten und Schutzimpfungen. Außerdem lehnen sie die „Verwendung von Räumlichkeiten der Exekutive als Flüchtlingsquartiere“ ab.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
DWN
Politik
Politik Erzbischof Carlo Maria Viganò: Der Tiefe Staat und die Tiefe Kirche verfolgen die gleiche Agenda

Im großen DWN-Interview legt der umstrittene Erzbischof Carlo Maria Viganò, der als Gegenspieler von Papst Franziskus gilt, seine Sicht...

DWN
Deutschland
Deutschland Tödliche Corona-Verläufe in Berlin am geringsten, in Sachsen-Anhalt am höchsten

Der Johns Hopkins University zufolge ist der Anteil der tödlichen Verläufe der Corona-Erkrankungen in Berlin und NRW deutschlandweit am...

DWN
Politik
Politik China wird aggressiver: Zwangsassimilation in der Inneren Mongolei

Peking hat verfügt, dass an den mongolisch-sprachigen Schulen in der Inneren Mongolei diverse Fächer nur noch auf Chinesisch unterrichtet...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin schwächelt: Ende des Bullenmarkts oder Chance zum Einstieg?

Seit seinem Rekordhoch am 21. Februar befindet sich Bitcoin in einer Phase der Schwäche. Doch Analysten erwarten weitere Rekorde, sobald...

DWN
Politik
Politik Dänemark erklärt Teile Syriens für sicher: Druck auf Flüchtlinge wächst

Dänemark hat Teile Syriens für sicher erklärt und einigen Flüchtlingen die Aufenthaltserlaubnis entzogen.

DWN
Politik
Politik Menschenaffen werden gegen Corona geimpft

Weil Menschenaffen vom Aussterben bedroht sind, werden sie gegen Corona geimpft.

DWN
Politik
Politik Orban-Regierung spricht von "sehr starker dritter Welle" und legt Ungarn lahm, auch Niedersachsen droht mit Oster-Lockdown

Lesen Sie im Folgenden den Corona-Ticker, den wir selbstverständlich laufend für sie aktualisieren.