Finanzen

Saudi-Arabien will weltgrößten Ölkonzern an die Börse bringen

Lesezeit: 1 min
08.01.2016 00:22
Saudi-Arabien will den Ölkonzern Aramco an die Börse bringen. Das islamistische Königreich kämpft gegen die Staatspleite und ist auf neue Einnahmequellen angewiesen.
Saudi-Arabien will weltgrößten Ölkonzern an die Börse bringen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Saudi-Arabien erwägt nach einem Bericht des britischen Magazins "The Economist" zumindest einen Teil-Börsengang des weltgrößten Öl-Konzerns Saudi Aramco. Das Blatt berichtete am Donnerstag, eine Entscheidung darüber solle in den kommenden Monaten fallen. Es sei die Rede davon, zunächst einen Anteil von womöglich fünf Prozent an die Börse in Riad zu bringen. Wegen des Verfalls des Rohölpreises stehen die Staatsfinanzen des Landes unter Druck. Saudi Aramco gilt als eine der wertvollsten Firmen der Welt.

Vize-Kronprinz Mohammed bin Salman sagte dem "Economist", er persönlich wäre von einem Börsen-Listing begeistert: "Ich denke, das wäre im Interesse des saudischen Marktes und im Interesse von Aramco." Zu den aktuellen Spannungen mit dem Iran sagte er, ein Krieg wäre der Beginn einer großen Katastrophe in der Region. "Wir werden so etwas nicht zulassen", betonte er.

Saudi-Arabien wird vom IWF vom IWF als pleitegefährdet eingestuft. Die islamistische Theokratie versucht, durch eine aggressive Militärpolitik im Nahen Osten den Ölpreis in die Höhe zu treiben, um die Einnahme-Situation zu verbessern - bis jetzt vergeblich. Das Land hat erst vor wenigen Tagen einen strikten Austeritätskurs bekanntgegeben.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik „Wir brauchen in Deutschland endlich einen Befreiungsschlag“
21.02.2024

Die Bundesregierung hat ihren Jahreswirtschaftsbericht veröffentlicht und dabei ihre Wachstumsprognose nach unten korrigiert: nämlich von...

DWN
Politik
Politik Europa ist anfällig für "Teile-und-Herrsche-Strategie" der Großmächte
21.02.2024

Werden Deutschland und die EU Opfer einer zunehmenden Rivalität zwischen den USA und China? Geraten sie zwischen die Fronten? Und wie kann...

DWN
Finanzen
Finanzen Digitaler Euro: EZB versucht, Banken zu beschwichtigen
21.02.2024

Der Bankensektor sieht im digitalen Euro eine Gefahr für sein Geschäftsmodell. Die EZB versucht diese Sorgen mit Gegenargumenten zu...

DWN
Politik
Politik Debatten um Effektivität: EU setzt auf neue Finanz-Sanktionen gegen Russland
21.02.2024

Kurz vor dem zweiten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine hat die Europäische Union ihr 13. Sanktionspaket gegen Russland...

DWN
Politik
Politik Zickenalarm: Richtungsstreit im Rat der Wirtschaftsweisen
21.02.2024

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm soll aus dem Rat der Wirtschaftsweisen geschasst werden. Hintergrund ist ein vermeintlicher...

DWN
Immobilien
Immobilien Raumgreifend: Der Bundestag dehnt sich weiter aus und wird immer teurer
21.02.2024

Das Bundesamt für Raumordnung und Bauwesen (BBR) hat den Architektenwettbewerb im sogenannten Luisenblock-Ost im Hauptstadt-Viertel...

DWN
Immobilien
Immobilien 600.000 zu wenig: Der Wohungsnotstand spitzt sich zu
21.02.2024

Der Wohnungs-Notstand in Deutschland hat einen neuen Höchstwert erreicht. Die hohen Zinsen sind der Hauptfaktor, aber es hapert an vielen...

DWN
Technologie
Technologie KI und Hightech: Ist die Bundeswehr für die Zukunft gerüstet?
20.02.2024

Die Kriege der Zukunft (und der Gegenwart) werden auch auf dem technologischen Schlachtfeld entschieden. In Deutschland wird an...