Tausende demonstrieren in Berlin gegen Agrar-Industrie

 

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16.01.2016 16:07
Anlässlich der Grünen Woche haben in Berlin tausende Menschen für eine ökologische Landwirtschaft demonstriert. Neben der Agrarindustrie stand auch TTIP erneut in der Kritik. Die Demonstranten werfen den US-Großkonzernen mangelnde Standards und einen zu lockeren Umgang mit Gen-Food und Pestiziden vor.
Tausende demonstrieren in Berlin gegen Agrar-Industrie
Gemäß dem Motto „Wir machen Euch satt“. gab es am Vormittag aber auch eine Gegendemonstration gegen die Kritik von Tierschutzverbänden und Naturschutzorganisationen. (Foto: DWN)

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Angeführt von 130 Traktoren haben sich am Samstag mehrere tausend Menschen in Berlin zu einer Demonstration gegen die industrielle Produktion von Lebensmitteln versammelt. Der Protest stand unter dem Motto „Wir haben es satt“. Die Teilnehmer waren teilweise mit Tierkostümen verkleidet und trugen Plakate gegen Massentierhaltung, Gentechnik und das Freihandelsabkommen TTIP.

Sie trafen sich gegen Mittag zunächst am zentral gelegenen Potsdamer Platz und wollten von dort zum Kanzleramt weiterziehen. Die „Wir haben es satt“-Demonstration wird organisiert von einem Bündnis aus Umwelt- und Entwicklungshilfe-Organisationen wie dem BUND und Brot für die Welt sowie landwirtschaftlichen Erzeugerverbänden und den Globalisierungskritikern von Attac. Auch die Grünen und die Linke unterstützten den Demonstrations-Aufruf.

Die Veranstaltung anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin findet das sechste Jahr in Folge statt. Die Veranstalter rechneten nach eigenen Angaben mit mehreren zehntausend Teilnehmern. Angemeldet waren 20.000 Demonstranten.

Bereits am Vormittag versammelten sich nach Polizeiangaben 500 Menschen vor dem Berliner Hauptbahnhof, um unter dem Motto „Wir machen Euch satt“ für eine moderne Produktion von Lebensmitteln einzutreten. Die Landwirte warben mit dem Slogan „Redet mit uns statt über uns“ für einen Dialog mit der Agrar-Industrie. Sie warfen den Organisatoren der „Wir habe es satt“-Demonstration ideologische Voreingenommenheit sowie Diffamierung landwirtschaftlicher Unternehmen und ihrer Betreiber vor.



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