Politik

Commerzbank erhebt Negativzinsen für Mittelständler

Lesezeit: 1 min
07.02.2016 15:56
Nach den Großkunden drohen nun auch den mittelständischen Firmenkunden der Commerzbank Strafzinsen. Das hatte die Bank zuvor noch ausgeschlossen.
Commerzbank erhebt Negativzinsen für Mittelständler

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Die Commerzbank erhebt künftig Negativzinsen bei Mittelständlern und weiteren Geschäftskunden. Bislang mussten nur Großkonzerne und Profi-Anleger den Strafzins abführen. Jeder zehnte Firmenkunde soll von der Neuregelung betroffen sein, meldet die Welt am Sonntag.

Die Bank bestätigt das Vorgehen: „Bei Firmenkunden, großen Konzernen, institutionellen Kunden und Kunden des öffentlichen Sektors, die hohe Guthaben als Einlagen bei uns parken, vereinbaren wir verstärkt für die überschüssige Liquidität eine individuelle Guthabengebühr“, zitiert die Zeitung.

Ziel sei es nicht, die Gebühr tatsächlich zu erheben. Die Kunden sollen vielmehr auf „alternative Anlagekonzepte“ umsteigen. Falls die Kunden sich allerdings weigern, wird der von der EZB ausgerufenen Strafzins von momentan 0,3 Prozent fällig. Die Commerzbank hat nach eigenen Angaben 100.000 mittelständische Kunden, wozu sie Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 2,5 und 250 Millionen Euro zählt.

Die Commerzbank hat im November 2014 angekündigt, von Kunden eine Gebühr für hohe Einlagen zu verlangen. Diese Regelung war jedoch für Großkonzerne und Profi-Anleger ausgerufen worden. Für Privat- und Geschäftskunden sowie Mittelständler seien grundsätzlich keine negativen Einlagezinsen geplant, hieß es damals noch.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik „Wir leben nun in einer multipolaren Welt“ – Laschet warnt vor neuem Kalten Krieg gegen China

Vor dem Hintergrund der gegen China gerichteten Politik Washingtons warnt CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet vor einem blinden Kurs der...

DWN
Politik
Politik Schwedische Regierung durch Misstrauensvotum gestürzt

Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven hat eine Misstrauensabstimmung im Parlament verloren. Es ist das erste Mal, dass ein...

DWN
Deutschland
Deutschland "Finanzierung unklar" - Ökonomen kritisieren Wahlprogramm der Union

Viel Kritik und ein bisschen Lob: Der Entwurf für das Programm von CDU/CSU zur Bundestagswahl im September stößt bei Ökonomen auf ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Dax schleppt sich gemächlich in die Woche - Bundesbank mit Monatsbericht

Der Tag ist heute nachrichtenarm. Allerdings tritt am Nachmittag die EZB-Chefin Christine Lagarde zweimal in Erscheinung.

DWN
Finanzen
Finanzen Der Weltraum wird privat und eröffnet Anlegern neue Chancen

Privatunternehmen drängen in den Kosmos. Prominente Vorreiter wie SpaceX und Blue Origin bringen Satelliten ins All, versorgen die...

DWN
Politik
Politik "Genscher hat die ehemaligen Diplomaten der DDR gedemütigt"

Klaus Freiherr von der Ropp war Teil des außenpolitischen Sicherheitsapparats der Bundesrepublik während des Kalten Krieges. Im Gespräch...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschlands Bevölkerung wächst nicht mehr, Durchschnittsalter steigt

Die Einwohnerzahl in Deutschland ist im vergangenen Jahr erstmals seit 2011 nicht gestiegen. Nut die Zahl der Hochbetagten wächst.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Kreiß zeigt auf: Dem Finanzsystem droht massive Gefahr - von überraschender Seite

Eine bestimmte Gruppe von Akteuren auf dem internationalen Schulden- und Anleihe-Markt hat massive Probleme - die eine weltweite Finanz-...