Politik

Monti: „Regierungschef? Ja - aber zu meinen Bedingungen!"

Lesezeit: 1 min
23.12.2012 16:18
Der zurückgetretene Regierungschef Mario Monti will nicht für das Amt des Ministerpräsidenten Italiens im kommenden Februar kandidieren. Unter gewissen Umständen könne er sich jedoch vorstellen, erneut Verantwortung zu übernehmen.
Monti: „Regierungschef? Ja - aber zu meinen Bedingungen!

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Aktuell:

Verfassungsrichter: Deutschland kann mehr Souveränität an die EU abgeben

Mario Monti ist weiterhin nicht dazu bereit, sich einer Partei anzuschließen. Er nimmt daher nicht aktiv am Wahlkampf in Italien teil. „Ich werde mich keiner Seite anschließen“, sagte der Finanzexperte in einem Bericht der italienischen Zeitung Corriere Della Sera zufolge. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, Italien erneut als Ministerpräsident zu führen, antwortete Monti: „Regierungschef? Ja – aber zu meinen Bedingungen.“

Sollte ein Parteienbündnis nach der Wahl zustande kommen, das die Agenda Montis unterstützt, sei er erneut zur Führung des Landes bereit. Monti steht für die Fortführung eines Sparkurses, der Italien aus der Schuldenkrise herausführen soll, hat aber bislang noch keine nenenswerten Reformen vorweisen können (mehr hier). Nachdem das italienische Parlament am vergangenen Freitag das Haushaltsbudget verabschiedet hatte, legte Monti – wie zuvor angekündigt – sein Amt als Ministerpräsident nieder.

Auf den Vorschlag Silvio Berlusconis, Monti solle sich einem Mitte-Rechts-Bündnis im Wahlkampf anschließen, reagierte dieser mit Ablehnung. Die Links-Rechts-Spaltung der Parteien seien veraltet. Die Reformierung Italiens könne man nur mit vereinten Kräften erreichen.

Montis erste Amtszeit verdankte er der Unterstützung des Parlaments, hat sich aber nicht an der Seite einer Partei vom Volk wählen lassen. Mit seiner Strategie der Parteilosigkeit hat er erneut die Möglichkeit, diesen Schritt der demokratischen Legitimisierung zu umgehen.

Weitere Themen:

Defizit-Ziele aufgeweicht: EU in Sorge um Frankreich

EU-Berater schließt weitere Gelder für Griechenland nicht aus

Treffen Barroso und Putin: Verhaftung von nackten Frauen als Höhepunkt

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Deutschland
Deutschland Banken und Sparkassen vereinheitlichen ihre Online-Bezahlverfahren

Kunden deutscher Banken sollen es beim Shoppen im Internet künftig einfacher haben. Die heimische Kreditwirtschaft verzahnt ihre...

DWN
Politik
Politik Der „Great Reset“ ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine Realität

Der „Great Reset“ wird in der Öffentlichkeit als Verschwörungstheorie abgetan. Doch das stimmt nicht. Es handelt sich dabei um eine...

DWN
Deutschland
Deutschland Nationale Maritime Konferenz: Der deutsche Schiffbau steckt in einer Jahrhundert-Krise

Der Schiffbau steckt in der Krise. Die Corona-Pandemie hat die Werften schwer getroffen. Aber es gibt noch ein anderes Problem, für das...

DWN
Finanzen
Finanzen Alzheimer: So bewahren Sie Freiheit, Finanzen und Lebensqualität trotz Diagnose

Betroffene und Angehörige reagieren zuerst geschockt auf die Diagnose von Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen. Doch gerade in diesen...

DWN
Deutschland
Deutschland BGH schließt Gesetzeslücke für klagende Wohnungseigentümer

Zahlreiche Wohnungsbesitzer in Rechtsstreitigkeiten können aufatmen. Trotz einer Gesetzesreform können sie erstmal im Alleingang Prozesse...

DWN
Deutschland
Deutschland Einmalige Vermögensabgabe durch Super-Reiche könnte dem Bund 310 Milliarden Euro bescheren

Durch eine einmalige Vermögensabgabe durch Multimillionäre in Deutschland könnte der Bund 310 Milliarden Euro einnehmen, um die...

DWN
Politik
Politik Der Kalte Krieg hat niemals aufgehört: Die USA setzen ihre Interventionspolitik unbeirrt fort

Trotz des Zusammenbruchs der Sowjetunion erließen die USA vor über 20 Jahren die Doktrin der "Überlegenheit auf allen Ebenen". Sie gilt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Nanotechnologie: US-Unternehmen Techniplas soll Kerngeschäft von Nanogate übernehmen

Nachdem die Saarbrücker Nanotechnologiefirma Nanogate Insolvenz angemeldet hat, will das Unternehmen nun wesentliche Teile seines...