Finanzen

General Electric: Schöne Zahlen, doch nur die halbe Wahrheit

Lesezeit: 1 min
23.07.2016 00:37
General Electric hat für das zweite Quartal über gute Zahlen gejubelt. Tatsächlich gab es im operativen Geschäft massive Einbrüche gekommen ist. Der Gewinnanstieg kam von der Übernahme von Alstom. Tatsächlich hat der amerikanische Siemens-Rivale erhebliche Probleme.
General Electric: Schöne Zahlen, doch nur die halbe Wahrheit
Quelle: General Electric

Der amerikanische Mischkonzern General Electric hat am Freitag seine Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Demzufolge stieg der Gewinn um mehr als 60 Prozent auf insgesamt 4,7 Milliarden Dollar. Die Erlöse stiegen um 15 Prozent auf knapp 33,5 Milliarden Dollar.

Beleuchtet man das Quartalsergebnis allerdings genauer, ergibt sich ein eher durchwachsenes Bild. Verantwortlich für den deutlichen Gewinnanstieg ist nämlich größtenteils die Integration der Energiesparte des französischen Alstom-Konzerns. Dessen Übernahme wurde Ende 2014 von der französischen Regierung genehmigt, seit November 2015 ist die Übernahme wirksam.

„Was kaum – wenn überhaupt – bemerkt wurde, ist, dass jeder Vergleich gegenüber früheren Perioden wie der Vergleich von Äpfeln und Orangen ist. Denn der gesamte Gewinnbeitrag kam nicht nur von Transaktion-‚Gewinnen‘, welche allein 3,1 Milliarden beitrugen, und Gebühren für die Restukturierung, sondern von der Integration des kürzlich übernommenen Alstom-Konzerns“, schreibt der Finanzblog Zerohedge.

Ohne Alstom zu berücksichtigen sanken die Auftragseingänge in General Electrics Kerngeschäft Energie um 16 Prozent, während die Gewinnspannen im Industriebereich stagnierten. Sogar mit Alstom sanken die Aufträge um 2 Prozent von 27,1 Milliarden Dollar auf 26,6 Milliarden Dollar. Ausrüstungsaufträge sanken von 14,5 Milliarden Dollar auf 12,9 Milliarden Dollar. Besonders hoch waren die Rückgänge in den Bereichen Öl, Gas, Energie, Transport und Flugbranche, welche sich zwischen 27 Prozent und 37 Prozent bewegten.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energie-Krise: Norwegen will keinen Strom mehr exportieren

Angesichts eigener Probleme erwägt Norwegen eine Begrenzung der Strom-Exporte ins Ausland. Das könnte die Energie-Krise europaweit...

DWN
Politik
Politik Nach Bargeldfund: Wie eng wird es für Kanzler Scholz?

Bundeskanzler Olaf Scholz gerät in der Hamburger Steueraffäre unter Druck. Jetzt wartet der Untersuchungsausschuss auf Antworten.

DWN
Deutschland
Deutschland RBB-Affäre schadet den Öffentlich-Rechtlichen massiv

Angebliche Vetternwirtschaft und auffällige Privilegien für die zurückgetretene ARD-Chefin und RBB-Intendantin Schlesinger kurbeln die...

DWN
Finanzen
Finanzen Reichtumsforschung: Wie man reich wird

Reiche sind rücksichtslos und bloß durch ein Erbe an Vermögen gelangt, glauben viele Deutsche. Doch was sagt die Wissenschaft dazu –...

DWN
Politik
Politik Engländer berichten über Putins Fluchtszenario

Englische Medien wollen wissen, dass es bereits einen Fluchtplan für Wladimir Putin im Fall einer Kriegsniederlage gibt.

DWN
Technologie
Technologie China: Technologischer Durchbruch trotz US-Sanktionen

Einem chinesischen Konzern ist ein technologischer Durchbruch in einem strategisch wichtigen Sektor gelungen – trotz Sanktionen.

DWN
Politik
Politik  China verlängert Manöver: „Warnung an USA und Taiwan“

Mit einer Verlängerung der Manöver rund um Taiwan hat China die Spannungen um die demokratische Inselrepublik weiter angeheizt.

DWN
Politik
Politik Gerd Schröder bleibt Genosse

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hat nicht gegen die Parteiordnung der SPD verstoßen. Vorerst ist ein Partei-Ausschluss...